Borussia Dortmund
·23. August 2026
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Cheftrainer Kay Rothenpieler konnte beim Super Cup in München fast in Bestbesetzung auflaufen. Nur die Langzeitverletzten Pam Korsten und Lena Hausherr sowie Alicia Langer (schwanger) fehlten.
Knappe drei Monate nach dem dritten Play-off-Finale in Blomberg kam es in München zu einer Neuauflage des NRW-Duells, diesmal beim Super Cup vor der eindrucksvollen Kulisse von 12.000 Fans. BVB-Chefcoach Kay Rothenpieler setzte auf seine Startformation mit Wachter, Bleckmann, Grijseels, van Maurik, Vollebregt, Olsson (in der Abwehr), Antl (im Angriff) und Ona Vegue.
Die Partie begann wenig erfreulich für den BVB. In der ersten Viertelstunde schafften die Borussinnen nur ein einziges Tor. Grund genug für Borussen-Coach Kay Rothenpieler, eine erste Auszeit zu nehmen. Was er forderte, war relativ klar: Mehr Tempo, mehr Bewegung, mehr Herz. Und er wechselte mit Freriks, Nestaker, Quist und Thomaier gleich vier Spielerinnen ein. Die Abläufe passten dennoch nicht, in der Abwehr gab es riesige Lücken.
Nur gut, dass Torfrau Sarah Wachter in Glanzform war. Sie verhinderte mit fünf Paraden einen größeren Rückstand. Und langsam kam der BVB auch besser ins Spiel. Nach 24 Minuten hatte der BVB die Partie erstmals gedreht, Merel Freriks erzielte das 6:5 für Schwarzgelb, ehe die HSG wieder auf 7:9 aus BVB-Sicht stellte. In der Endphase der ersten Hälfte glichen Dana Bleckmann und Lara Egeling mit dem Pausenpfiff zum 9:9 aus.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der BVB klar verbessert. In der Abwehr verteidigten die Borussinnen offensiver an der Neun-Meter-Linie. Nach 45 Minuten hieß es 14:14. Sieben Minuten vor dem Abpfiff lag der BVB zum ersten Mal in dieser Partie mit zwei Toren vorn, nachdem Guro Nestaker und die starke Lara Egeling getroffen hatten. Doch es reichte nicht. Nach zwei Abspielfehlern glich Blomberg wieder aus, 60 Sekunden vor dem Abpfiff warf Nieke Kühne das 22:21. Doch der BVB schaffte nochmal den Ausgleich. U20-Weltmeisterin Lara Egeling behielt die Nerven und traf drei Sekunden vor Schluss zum 22:22.
Erstmals kam es sofort zum Siebenmeterwerfen – ohne den Umweg über eine Verlängerung. Hier fiel die Entscheidung zu Ungunsten des BVB. Dana Bleckmann und Alina Grijseels trafen, Guro Nestaker und Ona Vegué scheiterten. Nach einem wahren Handball-Thriller gewann Blomberg den Super Cup mit 26:24 nach Siebenmeterwerfen.
Cheftrainer Kay Rothenpieler: „Es hat an unserer Angriffsleistung gelegen. Sarah Wachter im Tor hat gut gehalten. Vorne aber haben wir zu viele leichte Fehler gemacht. Beim Siebenmeterwerfen kann alles passieren. Den schwachen Anfang kann ich mir nur mit Nervosität erklären. Wir haben ohne Mut gespielt und frei verworfen, nur quer gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir dann mutiger agiert, gut verteidigt, waren mit zwei Toren weg. Und haben den Vorsprung durch zwei technische Fehler leichtfertig verspielt. Wir haben Blomberg wieder ins Spiel gebracht. Der Gegner war uns emotional überlegen. Wir sind noch nicht so weit, die Abläufe stimmen noch nicht."
Handball-Damen: Wachter, Wiggins; Bleckmann (3), Egeling (5), Freriks (4), Grijseels (1), Menne, Mladenovska, Nestaker (3), Olsson, Quist, Thomaier (5/1), van Maurik (1), Vegué, Vollebregt (2)
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