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·14. Februar 2026

BVB im Titelkampf: Sebastian Kehl will Ruhe statt Attacke - leider

Artikelbild:BVB im Titelkampf: Sebastian Kehl will Ruhe statt Attacke - leider

Sechs Siege in Folge, nur drei Punkte hinter Bayern – doch Sportdirektor Kehl mahnt zur Vorsicht. Ein Kommentar zur Dortmunder Mentalität vor dem Topspiel.

Sechs Siege in Folge, drei Punkte Rückstand auf Bayern, ein Stürmer, der wieder trifft – und Sebastian Kehl mahnt zur Vorsicht. Ich verstehe die Zurückhaltung des Sportdirektors, aber ich halte sie für falsch.


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Der BVB hat sich in eine Position gebracht, die vor wenigen Wochen niemand für möglich gehalten hätte. Die Aufholjagd ist real, die Dynamik spürbar, das Selbstvertrauen gewachsen. Und dann steht Kehl nach einem 4:0 gegen Mainz vor den Mikrofonen und hofft, dass man die Situation in zwei Wochen „hoffentlich genauso positiv beäugen" könne. Das klingt nicht nach einem Klub, der die Meisterschaft will. Das klingt nach einem Klub, der Angst hat, sie zu verlieren, bevor er sie überhaupt gewonnen hat.

Ich beobachte diese Dortmunder Vorsicht seit Jahren. Sie ist Teil der DNA dieses Vereins geworden, eine Art Selbstschutz gegen die eigene Geschichte des Scheiterns. Aber genau diese Mentalität ist das Problem. Wer sechs Spiele in Folge gewinnt und fünf Punkte auf den Tabellenführer gutmacht, der darf nicht so tun, als wäre das ein glücklicher Zufall. Das ist Leistung. Das verdient Selbstbewusstsein.

Am 28. Februar kommt Bayern nach Dortmund. Kehl weiß das, die Spieler wissen das, ganz Deutschland weiß das. Dieses Spiel kann vorentscheidend sein. Warum also nicht aussprechen, was alle denken? Warum nicht sagen: Wir wollen dieses Spiel gewinnen, wir wollen Meister werden, wir glauben an uns?

Serhou Guirassy zeigt gerade, was möglich ist, wenn ein Spieler seine Zweifel überwindet. Fünf Tore in drei Spielen nach einer Phase, in der er, wie Kehl selbst sagt, „leiden musste". Der Stürmer hat sich zurückgekämpft, hat geliefert, als es darauf ankam. Kehl betont zu Recht, dass der BVB einen sehr guten Guirassy braucht, um erfolgreich zu sein. Aber der Verein braucht auch eine Führung, die an den Erfolg glaubt und das ausstrahlt.

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