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·20. Februar 2026

Campbell beschert Union Heimsieg gegen Köln

Artikelbild: Campbell beschert Union Heimsieg gegen Köln

Aufsteiger 1. FC Union Berlin hat den Klassenverbleib in der Google Pixel Frauen-Bundesliga bereits vor Augen. Das Team von Trainerin Ailien Poese landete zum Auftakt des 19. Spieltages einen 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln und baute den Vorsprung vor der Gefahrenzone der Liga zumindest vorerst auf elf Punkte aus. Die Gäste aus dem Rheinland blieben dagegen zum vierten Mal nacheinander sieglos.

In einem äußerst intensiven Duell vor 5497 Zuschauer*innen im Stadion an der Alten Försterei brachte Dina Orschmann (31.) die "Eisernen" vor der Pause erstmals in Führung. Der eingewechselten Pauline Bremer (67.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich, ehe Eileen Campbell (78.) den 1. FC Union über den sechsten Saisonsieg jubeln ließ. Das Hinspiel hatten die Berlinerinnen noch 1:2 verloren.


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Ailien Poese: "Riesiges Lob"

"Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, weil wir diesmal den längeren Atem hatten", sagte Union-Torschützin Dina Orschmann: "Es war sehr wichtig, dass wir bis zum Schluss in jeden Zweikampf gegangen sind und an uns geglaubt haben. Wir haben es sehr clever gelöst."

Torhüterin Cara Bösl meinte: "Wir sind alle sehr glücklich, den Sieg über die Zeit gebracht zu haben. Es tut gut, wieder als Sieger vom Platz zu gehen. Es freut mich natürlich, dass ich mit ein paar Paraden meinen Teil dazu beitragen konnte. Am Ende zählt aber vor allem, dass wir die drei Punkte in Berlin behalten konnten."

Trainerin Ailien Poese betonte: "Der Sieg ist enorm erleichternd. Wir haben während der Woche viel darüber gesprochen, wie wir auf Rückschläge reagieren wollen. Was die Mannschaft nach dem Ausgleichstreffer von Köln geleistet hat, verdient ein riesiges Lob. Sie hat alles umgesetzt, was wir besprochen haben."

Jubiläum für Anna Gerhardt

Im ersten Spiel nach ihrer Ankündigung, ab der neuen Saison in den Nachwuchsbereich der "Eisernen" zurückzukehren, nahm Union-Cheftrainerin Ailien Poese im Vergleich zum 1:1 beim SC Freiburg lediglich eine Veränderung in ihrer Anfangsformation vor. Für Naika Reissner lief Hannah Eurlings auf der offensiven linken Außenbahn auf. Weiterhin verzichten musste Ailien Poese auf Alma Aagaard, Anna Aehling, Nele Bauereisen, Jenny Hipp, Korina Janež, Mariann Noack und Tomke Schneider.

Beim 1. FC Köln gab es gegenüber der Derbyniederlage bei Bayer 04 Leverkusen (1:2) zwei Umstellungen. Außenverteidigerin Carlotta Imping und Offensivspielerin Anna-Lena Stolze rückten für die angeschlagene Sylwia Matysik und für Zoe Hasenauer (Bank) in die Startelf.

Ein besonderes Jubiläum feierte Kölns Verteidigerin Anna Gerhardt, die ihr 150. Bundesligaspiel bestritt. Co-Trainer Sven Gruel, der von Juli 2022 bis November 2024 in der gleichen Funktion beim 1. FC Union Berlin tätig war, traf einen Tag nach seinem 32. Geburtstag auf seinen früheren Verein.

Cara Bösl pariert glänzend

Von Beginn an entwickelte sich eine äußerst unterhaltsame Begegnung, in der zunächst die Kölnerinnen Vorteile hatten. Schon in der Anfangsphase lief Weronika Zawistowska nach einem mustergültigen Steilpass von Laura Vogt völlig alleine auf das Berliner Gehäuse zu. Union-Torhüterin Cara Bösl lenkte ihren Abschluss jedoch reaktionsschnell an den Pfosten. Nur wenig später zog Adriana Achcinska nach einem Hackentrick von Anna-Lena Stolze von der Strafraumgrenze ab, konnte Cara Bösl aber mit ihrem zu zentralen Schuss nicht beeindrucken. Später flog ein Freistoß von Laura Vogt knapp über die Latte.

Ab der Mitte der ersten Halbzeit fand der 1. FC Union Berlin dann aber besser in die Partie und kam durch Eileen Campbell auch zu den ersten beiden Torannäherungen. Einmal kehrte ihre österreichische Nationalmannschaftskollegin Celina Degen, einmal zielte sich zu hoch.

Bei der Führung der Gastgeberinnen half der FC dann aber kräftig mit. Einen missglückten Rückpass von Kölns Innenverteidigerin Sara Agrez nutzte Dina Orschmann, um Torhüterin Irina Fuchs zu umkurven und den Ball zu dem ein wenig schmeichelhaften 1:0 (31.) über die Linie zu drücken. Bis zur Pause verdienten sich die Unionerinnen den Vorsprung allerdings mit weiteren guten Möglichkeiten. So zählte ein vermeintlicher Treffer von Dina Orschmann wegen einer knappen Abseitsstellung nicht. Außerdem musste Anna-Lena Stolze nach einem Berliner Eckball kurz vor der Linie klären, nachdem mehrere Berlinerinnen im Gewühl versucht hatten, die Kugel im Netz unterzubringen.

Pauline Bremer trifft erneut

FC-Trainerin Britta Carlson reagierte zur Pause mit einem Dreifachwechsel auf den Rückstand. Lydia Andrade, die am Spieltag 27 Jahre wurde, sowie Martyna Wiankowska und Pauline Bremer lösten Anna-Lena Stolze, Carlotta Imping und Adriana Achcinska ab. Die erste gute Tormöglichkeit hatte jedoch der 1. FC Union bereits nach wenigen Sekunden, als Dina Orschmann den Ball nach Vorarbeit von Eileen Campbell nicht aus kurzer Entfernung über die Linie drücken konnte. Auf der Gegenseite hatte Geburtstagskind Lydia Andrade den möglichen Ausgleich auf den Fuß, traf die Kugel aber nach einem Zuspiel von Martyna Wiankowska aus aussichtsreicher Position nicht richtig.

Der 1. FC Köln erarbeitete sich in der Folgezeit wieder mehr Ballbesitz und drängte auf den Ausgleich, auch wenn klare Chancen bis auf einen Kopfball von Torjägerin Sandra Maria Jessen, der knapp am Pfosten vorbeiging, zunächst noch ausblieben. Dann aber belohnten sich die Gäste für ihr Engagement. FC-Kapitänin Laura Feiersinger bediente im Strafraum Pauline Bremer, die mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:1 (67.) ihr fünftes Saisontor erzielte. Schon in Leverkusen hatte die 21-malige Nationalspielerin als Einwechselspielerin getroffen.

Sophie Weidauer legt auf

Die Freude währte aber nicht lange. Nur elf Minuten später bediente die ebenfalls eingewechselte U 23-Nationalspielerin Sophie Weidauer mit einem Querpass Eileen Campbell, die sich die Chance zum 2:1 (78.) nicht entgehen ließ.

In der Schlussphase warf der 1. FC Köln noch einmal alles nach vorne, etwas Zählbares sprang dabei aber nicht mehr heraus, weil Cara Bösl kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit einen 20-Meter-Schuss von Celina Degen mit einer weiteren Glanzparade über die Latte lenkte. Auch in der achtminütigen Nachspielzeit verteidigten die Unionerinnen den knappen Vorsprung. Am Ende hatten sie zwar weniger Ballbesitz, weniger Torschüsse und auch weniger gewonnene Zweikämpfe, verließen den Platz aber dennoch als Siegerinnen.

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