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·2. Februar 2026
Causa Upamecano: „Zeigt die Machtlosigkeit der Bayern“

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·2. Februar 2026

Die stockenden Vertragsverhandlungen mit Dayot Upamecano sorgen beim FC Bayern zunehmend für kritische Stimmen von außen. TV-Experte Dietmar Hamann hat die Situation nun deutlich eingeordnet und dabei vor allem das Vorgehen der Münchner hinterfragt.
Für Hamann ist der aktuelle Stand der Gespräche ein Sinnbild für ein strukturelles Problem beim deutschen Rekordmeister. „Das geht jetzt schon fast ein Jahr. Im März war man sich schon fast einig. Da hätte man ihn für sehr viel weniger Geld bekommen“, erklärte Hamann bei Sky. Aus seiner Sicht habe der FC Bayern den entscheidenden Moment verpasst, frühzeitig Nägel mit Köpfen zu machen. Stattdessen habe die Klubführung andere Prioritäten gesetzt. „Dann hat man Musiala und Davies vor ihm verlängert. Dann hat er mitbekommen, was die für ein Gehalt und Handgeld bekommen. Dann hat er gesagt: ‚Ich will mehr Geld.‘“
Tatsächlich ziehen sich die Gespräche mit dem französischen Innenverteidiger seit Monaten hin. Upamecanos Vertrag läuft am Saisonende aus, eine Einigung wurde bislang nicht erzielt. Intern wächst beim FC Bayern der Unmut über das Zögern des Spielers und seines Beraterteams. Mittlerweile sind die Verantwortlichen sogar bereit, das aktuelle Vertragsangebot zurückzuziehen, sollte es zeitnah keine Unterschrift geben.
Hamann sieht darin eine deutliche Verschiebung der Machtverhältnisse. „Jetzt Anfang Februar läuft man Upamecano hinterher, dass er einen Vertrag unterschreibt für 20 Millionen im Jahr und möglicherweise 20 Millionen Handgeld“, sagte der ehemalige Nationalspieler und wurde noch klarer in seiner Bewertung: „Das zeigt im Moment die Machtlosigkeit des FC Bayern.“
Konkret bieten die Münchner Upamecano ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro brutto sowie eine hohe Signing-Fee im zweistelligen Millionenbereich. Der neue Vertrag soll bis 2030 oder 2031 laufen und eine Ausstiegsklausel ab Sommer 2027 enthalten. Eine weitere finanzielle Nachbesserung ist aus Bayern-Sicht ausgeschlossen.

Foto: IMAGO
Um den Druck zu erhöhen, hat Sportvorstand Max Eberl laut Sky bereits das Go aus dem Aufsichtsrat erhalten, das Angebot notfalls zurückzuziehen. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sollen diesen Kurs ausdrücklich mittragen. Die Botschaft an Upamecano ist klar: Entweder eine zeitnahe Entscheidung oder ein ablösefreier Abschied im Sommer.
Hoeneß hatte sich auch öffentlich zur Situation geäußert und dabei vor allem die Beraterseite kritisiert. Der Ehrenpräsident zeigte sich verärgert darüber, dass der Spieler trotz Wohlfühlfaktor in München weiter zögert. Klubintern wächst zudem der Eindruck, dass Upamecano auf ein mögliches Angebot eines europäischen Topklubs spekuliert.








































