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·16. September 2026

Ceuta-Shirt halbherzig angezogen: Mbappé erklärt sich

Artikelbild:Ceuta-Shirt halbherzig angezogen: Mbappé erklärt sich
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Mbappé am Dienstag beim Auswärtsspiel in Elche – Foto: Francisco Macia/Getty Images

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„Voll und ganz mit Ceuta und Opfern solidarisch“

MADRID/ELCHE. Ein Trio von Real Madrid tanzt aus der Riehe. Als die Königlichen am Dienstagabend im Rahmen der LaLiga-Partie gegen den FC Elche im Tunnel des Estadio Manuel Martínez Valero auf den Einlauf gewartet hatten, bekamen sie von einem Betreuer noch weiße T-Shirts überreicht. Die Shirts dienten als Zeichen der Solidarität mit den Einwohnern von Ceuta. Die spanische Exklave befindet sich seit Ende Juli aufgrund des Ansturms von Migranten aus Marokko in einer angespannten Situation.


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Drei Real-Stars zogen das weiße Shirt nur halbherzig zur Hälfte an: Ibrahima Konaté, Vinícius Júnior – und Kylian Mbappé. Die beiden Angreifer hatten es vor dem Anstoß schon beim Abklatschen mit den Schiedsrichtern und Gegenspielern nicht mehr am Leib, sondern nur noch in der Hand. Warum? Immerhin der 27-jährige Franzose hat dazu am Mittwoch Stellung bezogen, während sich Vinícius und Konaté bis dato nicht äußerten.

„Ich möchte das gut erklären, damit die Leute es verstehen. Es war eine Entscheidung der Klubs, das Trikot zu tragen. Die Spieler sollten es anziehen. Als Erstes möchte ich sagen, dass ich voll und ganz mit Ceuta und allen Opfern solidarisch bin. Denn bevor ich Fußballspieler bin, bin ich ein Mensch. Aber ich wollte auch ein Zeichen setzen und an all die Einwanderer denken, die ihr Leben verloren haben und sich ebenfalls in schwierigen Lebenssituationen befinden“, erklärte Mbappé, der bei dem 3:2-Erfolg das 2:0 erzielt und den Siegtreffer am Ende vorbereitet hatte, gegenüber der spanischen Sportzeitung AS.

Mbappé: „Letzten Endes bin ich ein Mensch“

„Es war keine einfache Lage, es war schwierig, denn am Ende können die Leute denken, dass ich gegen die Menschen in Ceuta bin. Aber nein, absolut nicht. Ich habe nichts gegen sie und ich unterstütze sie mit meinen Gedanken zu 100 Prozent. Aber ich wollte auch an all die Menschen denken, die leiden, denn letzten Endes bin ich ein Mensch und möchte dem Leid keine Priorität geben. Es gibt Menschen, die leiden, und es tut mir sehr leid, das in dieser Welt zu sehen. Ich bin ein Mensch, der sich das Beste für die Welt, in der wir leben, wünscht. Ich möchte eine Botschaft der Positivität und des Friedens vermitteln und hoffe, dass sich diese Situation schnell löst“, so die Nummer 10 der Blancos.

„Todos somos caballas“ stand auf den Shirts geschrieben. Übersetzt: „Wir alle sind Caballas“. Dabei handelt es sich wiederum um einen Spitznamen für die Einwohner von Ceuta, woher Reals Ehrenpräsident Pirri übrigens stammt. Begleitend dazu wurde der Slogan „Unsere Stadt, unser Vaterland“ gewählt.

Im Estadio Santiago Bernabéu hatte es bereits unmittelbar vor dem Anpfiff beim Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand Solidaritätsbekundungen gegeben. Im Unterrang der Südtribüne hielten wurden gemeinschaftlich entsprechende Transparente hochgehalten. Umso schlechter kam die Halbherzigkeit von Mbappé und Co. auch bei vielen Madridistas an.

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