Champions-League-Achtelfinale: Bayern und Leverkusen müssen beweisen, was die Bundesliga wert ist | OneFootball

Champions-League-Achtelfinale: Bayern und Leverkusen müssen beweisen, was die Bundesliga wert ist | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: feverpitch.de

feverpitch.de

·27. Februar 2026

Champions-League-Achtelfinale: Bayern und Leverkusen müssen beweisen, was die Bundesliga wert ist

Artikelbild:Champions-League-Achtelfinale: Bayern und Leverkusen müssen beweisen, was die Bundesliga wert ist

Nach dem BVB-Aus sind Bayern und Leverkusen die letzten deutschen Vertreter in der Königsklasse. Die Achtelfinal-Lose stellen beide Klubs vor anspruchsvolle Aufgaben.

Die Auslosung von Nyon hat geliefert, was sich viele erhofft haben: Dramatik, Brisanz und zwei Aufgaben für die deutschen Vertreter, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Bayern gegen Bergamo, Leverkusen gegen Arsenal – ich sehe darin mehr als nur zwei Achtelfinal-Paarungen. Ich sehe einen Gradmesser für den deutschen Klubfußball in Europa.


OneFootball Videos


Fangen wir bei den Bayern an. Atalanta Bergamo hat gerade den BVB aus dem Wettbewerb geworfen. Das ist keine Randnotiz, das ist eine Warnung. Die Italiener spielen unter Gian Piero Gasperini einen Fußball, der unbequem ist, der wehtut, der Gegner zermürbt. Dass die Münchner zum Hinspiel nach Italien reisen müssen, macht die Aufgabe nicht leichter. Wer glaubt, der Rekordmeister spaziere hier ins Viertelfinale, hat Bergamos Entwicklung der letzten Jahre nicht verstanden. Diese Mannschaft hat Substanz, hat Mentalität, hat einen Plan. Die Bayern werden sich strecken müssen.

Für Bayer Leverkusen wartet mit dem FC Arsenal eine Prüfung anderer Dimension. Die Gunners führen die Premier League an, sie haben unter Mikel Arteta eine Identität entwickelt, die sie zu einem der gefährlichsten Teams Europas macht. Kai Havertz auf der Gegenseite – das gibt dem Duell eine persönliche Note, aber entscheidend wird sein, ob Leverkusen die Intensität der englischen Spitzenklasse über zwei Spiele aushalten kann. Immerhin: Das Hinspiel findet in der BayArena statt. Ein Vorteil, den Leverkusen nutzen muss.

Was mich an dieser Konstellation beschäftigt: Nach dem Aus des BVB sind Bayern und Leverkusen die einzigen verbliebenen Bundesliga-Vertreter. Ein deutsches Duell im Achtelfinale wäre möglich gewesen, kam aber nicht zustande. Einerseits schade, weil solche Duelle die Liga aufwerten. Andererseits haben beide Klubs jetzt die Chance, unabhängig voneinander zu zeigen, was der deutsche Fußball auf höchstem Niveau leisten kann.

Der Blick auf das mögliche Viertelfinale offenbart die unterschiedlichen Perspektiven: Bayern würde auf den Sieger aus Manchester City gegen Real Madrid treffen – ein Giganten-Duell, das schon im Achtelfinale stattfindet. Leverkusen hingegen könnte auf Sporting Lissabon oder das Überraschungsteam Bodö/Glimt treffen. Die Wege könnten unterschiedlicher nicht sein.

Meine Diagnose: Diese Auslosung ist machbar, aber sie zwingt auch gnadenlos zur Ehrlichkeit. Sie zeigt, wo Bayern und Leverkusen im europäischen Gefüge stehen – und wo sie hinwollen. Die Frage ist nicht, ob beide Teams das Achtelfinale überstehen können. Die Frage ist, ob der deutsche Klubfußball bereit ist, in dieser Champions League mehr zu sein als ein Teilnehmer unter vielen.

Impressum des Publishers ansehen