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·29. Juli 2026
Chelseas Kurswechsel: Alonso will zwei Ü35-Profis

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Chelseas vier Stürmer im Profikader sind im Schnitt 23 Jahre alt und bringen es zusammen auf 269 Premier-League-Spiele und 74 Tore. Danny Welbeck kommt allein auf 400 Spiele und 90 Tore. Genau darum geht es.
David Ornstein machte den Vorstoß publik, Sky Sports legte nach: Chelsea hat positive erste Gespräche mit Brighton über Welbeck geführt. Ein formelles Angebot liegt noch nicht vor, die Seagulls wollen den Stürmer bei angemessener Ablöse aber nicht aufhalten. Sein Vertrag an der Amex läuft noch ein Jahr.
Die Zahlen erklären, warum ein 35-Jähriger plötzlich als Kandidat für einen Klub gilt, der seit Jahren fast ausschließlich Zwanzigjährige kauft: 13 Premier-League-Tore in der vergangenen Saison, seine beste Ausbeute überhaupt, nach zehn im Jahr davor. Und ausgerechnet gegen Chelsea traf er zuletzt regelmäßig – laut Press Association doppelt beim Brighton-Sieg an der Stamford Bridge.
Der zweite Name ist eine Folge des ersten Fehlschlags. Chelsea wollte in diesem Sommer Granit Xhaka holen, scheiterte damit – und landete bei Jordan Henderson. Der 36-Jährige hat noch ein Jahr Vertrag bei Brentford, die Bees würden ihn Berichten zufolge ablösefrei ziehen lassen.
Henderson kam vergangene Saison auf 34 Einsätze und stand im englischen WM-Kader. Berühmt wurde dort weniger sein Spiel als sein Armbruch: Beim Jubel über den Sieg gegen Mexiko stürzte er über die Bandenwerbung. Bei Chelsea wäre er Backup für Moisés Caicedo – und ein Kandidat, der den Übergang in eine Trainerrolle vermutlich schon mitdenkt.
Nach dem 6:4 im Testspiel in Sydney wurde der neue Chelsea-Trainer auf beide Namen angesprochen. Er wich aus, es gebe derzeit viele Gerüchte, kein Kommentar. Dann kam der Satz, der mehr verrät als jedes Dementi: Man brauche die richtige Balance – bei den Qualitäten, den Positionen, dem Kader insgesamt. Man habe eine Idee und einen Plan.
Bei Leverkusen war dieser Plan namentlich Xhaka. Wer zwei Routiniers gleichzeitig sucht, hat in seinem Kader nicht ein Talentproblem erkannt, sondern ein Führungsproblem. Zwei Ü35-Profis in einer einzigen Transferperiode sind allerdings auch das Maximum, das eine Klubstrategie verträgt, bevor die Korrektur selbst zur Übertreibung wird.
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