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·28. Januar 2026

City in die Play-Offs, Leverkusen ganz raus? – 3 Thesen zur Champions League

Artikelbild:City in die Play-Offs, Leverkusen ganz raus? – 3 Thesen zur Champions League

Tag der Entscheidung! Am Mittwochabend gibt es wieder den großen Wahnsinn in der Champions League – 18 Spiele parallel & ständige Verschiebungen in der Tabelle. Nur für wenige Teams steht schon fest, wo sie am Ende landen, für alle anderen ist noch einiges offen. Einigen Top-Teams droht ein überraschendes Aus oder zwei extra Spiele in den Play-Offs.

Zum achten Spieltag der Champions League formuliert Jakob Haffke drei mehr oder minder steile Thesen zu den anstehenden Partien und dem generellen Geschehen in der Königsklasse.


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1. Verpasst der italienische Meister Napoli sogar die Play-Offs?

Die Saison 2025/26 läuft nicht so, wie man sich das in Neapel vorgestellt hatte. In der Liga sah es die meiste Zeit über gut aus. Doch in den letzten Wochen musste die SSC Napoli im Titelkampf abreißen lassen. Spitzenreiter Inter ist inzwischen neun Punkte enteilt. Doch immerhin liegt das Team von Antonio Conte trotz der heftigen 0:3-Niederlage am Wochenende gegen Juventus Turin weiterhin auf Champions-League-Kurs. Doch apropos Champions League: In eben diesem Wettbewerb läuft es überhaupt nicht für den amtierenden italienischen Meister.

Nach sieben Spieltagen steht Napoli mit nur acht Punkten außerhalb der Play-Off-Ränge. Im letzten Spiel der Ligaphase der Champions League braucht es einen Sieg. Doch die Süditaliener haben keine leichte Aufgabe vor der Brust, Chelsea gastiert im Stadio Diego Armando Maradona. Die Londoner brauchen selber einen Sieg, um unter den Top Acht zu bleiben und die Play-Offs zu vermeiden. Dazu kommen riesige Verletzungssorgen bei Napoli. Mit Kevin De Bruyne, David Neres und Matteo Politano fehlen drei der wichtigsten Offensivspieler. Dazu ist Romelu Lukaku nach langer Verletzung noch nicht in der Verfassung, mehr als ein paar Minuten spielen zu können. Im zentralen Mittelfeld fallen auch Frank Anguissa und Billy Gilmour aus. Außerdem fehlt mit Amir Rrahmani der Abwehrchef und mit Vanja Milinkovic-Savic die etatmäßige Nummer Eins.

Antonio Conte ist also zur Improvisation gezwungen. In den letzten drei Partien startete so beispielsweise mit Antonio Vergara ein 23-jähriger offensiver Mittelfeldspieler, der bis zum Sommer in die Serie B an Reggiana ausgeliehen war und in Neapel eigentlich keinerlei Perspektive auf Spielzeit hatte. Nicht die besten Vorraussetzungen, um den nötigen Sieg zum Erreichen der Play-Offs einzufahren.

Meine These daher: Napoli verliert auch gegen Chelsea und verpasst als amtierender italienischer Meister sogar die Play-Offs.

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Foto: Getty Images

2. Bleibt Leverkusen gegen Villareal in den Champions-League-Play-Off-Rängen?

In der letzten Woche erwischte es von den deutschen Teams bereits Eintracht Frankfurt, als eines von vier Teams ist der Europa-League-Sieger von 2021/22 bereits vor dem letzten Spieltag sicher ausgeschieden. Während mit Bayern München ein deutscher Vertreter sogar bereits sicher im Achtelfinale steht und die Möglichkeit, dass Borussia Dortmund komplett aus den Play-Off-Rängen fällt, nur theoretischer Natur ist, muss der Bundesliga-Zweite der letzten Saison am 8. Spieltag noch zittern. Im Duell mit Villarreal könnte Bayer Leverkusen zwar mit Hilfe der Konkurrenz sogar eine Niederlage verschmerzen, deutlich leichter würde es aber ein Unentschieden oder am besten ein Sieg machen.

Die Form der Werkself lässt dabei nicht unbedingt hoffen. Zwar fuhr Leverkusen mit dem 1:0 gegen Werder Bremen den ersten Sieg im Jahr 2026 ein, doch weder die Stärke des Gegners, noch die Art und Weise des Erfolgs, sorgten für größere Euphorie.

Ein Aspekt macht jedoch Mut für das Team von Kasper Hjulmand: Der Gegner. Zwar spielt Villarreal in der heimischen Liga eine sehr gute Saison und steht mit komfortablem Vorsprung in den Top 4, doch in der Champions League läuft es überhaupt nicht. Neben Frankfurt, Slavia Prag und Qairat Almaty ist Villarreal das einzige Team, dessen Ausscheiden bereits definitiv fest steht. Die Bilanz in der Königsklasse ist schockierend. Einzig an Spieltag zwei gab es gegen Juventus ein 2:2-Unentschieden. Ansonsten wurden die Spiele gegen Tottenham Hotspur, Manchester City, Pafos FC, Borussia Dortmund, Kopenhagen und Ajax allesamt verloren. So steht das Team von Trainer Marcelino mit einem einzigen Punkt, nur dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Qairat Almaty nicht auf dem letzten Platz.

Meine These daher: Bayer Leverkusen kann durchatmen, holt trotz eigener Probleme einen Sieg gegen Villareal und sichert sich einen Platz in den Play-Offs.

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3. Personalsorgen in der Defensive, verspielt Manchester City gegen Galatasaray die Top 8?

Drei Siege aus acht Spielen, so lautet die enttäuschende Bilanz von Manchester City im Jahr 2026. In der Premier League hat das Team von Pep Guardiola zwar, auch dank einiger siegloser Spiele Arsenals, den Kontakt zur Tabellenspitze noch nicht verloren. Doch gerade die jüngsten Niederlagen gegen Stadtrivale Manchester United und gegen Bodö/Glimt taten ganz besonders weh. Dabei traten viele Probleme zu Tage.

In der Offensive trifft Erling Haaland plötzlich das Tor nicht mehr. Der Norweger traf in den letzten neun Spielen nur einmal und blieb zuletzt beim 2:0-Sieg gegen Wolverhampton 73 Minuten auf der Bank. Auch andere Leistungsträger, wie die beiden offensiven Mittelfeldspieler Phil Foden und Rayan Cherki sind, nach einem zwischenzeitlichem Formhoch, auf der Suche nach Konstanz in ihren Leistungen.

Die größte Baustelle findet sich jedoch in der Abwehr. Mal wieder fallen zahlreiche Spieler aus. Die Misere beginnt im defensiven Mittelfeld. Rodri ist nach langer Verletzung nicht wieder der Alte, sah zudem gegen Bodö/Glimt die gelb-rote Karte und fehlt am 8. Spieltag der Königsklasse gesperrt. Sein Vertreter Nico Gonzalez ist angeschlagen und auch Mateo Kovacic fehlt verletzt. Dazu fallen im Abwehrzentrum mit John Stones, Josko Gvardiol und Ruben Dias die etatmäßigen Innenverteidiger eins, zwei und drei aus. Neuzugang Marc Guehi ist noch nicht spielberechtigt und fehlt ebenfalls. So muss Guardiola zwischen dem jungen Abdukodir Khusanov, Eigengewächs Max Alleyne und Nathan Aké, der jedoch weit von seiner Bestform entfernt ist, wählen.

Gegner der Citizens am Mittwochabend ist Galatasaray. Der türkische Meister hat seinen Platz in den Play-Offs so gut wie sicher, kann also befreit aufspielen. Defensiv hat das Team von Okan Buruk bisher nur neun Gegentore kassiert und offensiv ist neben Leroy Sané und Baris Yilmaz vor allem auf Viktor Osimhen zu achten. Der Nigerianer zählt zu den gefährlichsten Stürmern Europas. Osimhen steht in der Torjägerliste der Champions League mit sechs Toren in nur fünf Einsätzen auf Platz drei hinter Kylian Mbappé und Harry Kane.

Meine These daher: Galatasaray stellt Manchester City ein Bein, sodass die Citizens den Umweg über die Play-Offs gehen müssen.

Jakob Haffke

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