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·30. September 2026

City-Skandal: Rooney will keinen nachträglichen Titel

Artikelbild:City-Skandal: Rooney will keinen nachträglichen Titel

Nach Meinung des ehemaligen Stars von Manchester United wäre eine Änderung früherer Ergebnisse sportlich nicht angemessen.

In der Debatte über die Verstöße des englischen Fußball-Spitzenklubs Manchester City gegen Finanzregeln hat Ex-Kapitän Wayne Rooney vom Stadtkonkurrenten Manchester United sich gegen die Möglichkeit einer nachträglichen Ernennung von Citizens-Rivalen zu Meistern ausgesprochen. "Sollte ihnen der Titel für das, was die Besitzer getan haben, aberkannt werden? Ja, vielleicht, aber ich würde mich nicht wohlfühlen, ihn anzunehmen. Ich würde 15 Jahre später keine Medaille bekommen wollen, nur weil City betrogen hat", sagte Rooney schon vor der Bestätigung des Schuldspruchs gegen City im Podcast "Stick to United".


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Eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Klubmachenschaften zwischen 2009 und 2018 hat nach einem jahrelangen Verfahren in 114 von 115 Fällen Brüche von Finanzvorschriften durch die Himmelblauen als erwiesen eingestuft. Dem derzeitigen Vizemeister droht im Extremfall der Zwangsabstieg. Im fraglichen Zeitraum gewannen die Citizens drei Premier-League-Titel und danach bis 2024 nochmals fünf Meisterschaften. Der Verein, der alle Vorwürfe zurückweist, kann bis Freitag Einspruch gegen den Kommissionsbeschluss einlegen.

2012 hatte Rooney mit ManUnited nach einem legendären Fotofinish am letzten Spieltag hinter City lediglich Platz zwei belegt. Seine damaligen Teamkollegen Rio Ferdinand und David de Gea verlangten in den vergangenen Tagen bereits die nachträgliche Ernennung der Red Devils zum Gewinner der damaligen Saison.

Rooney reagierte allerdings nachdenklich auf diese Forderungen. "Ich glaube, dass wir diese Premier-League-Medaille nicht verdient hätten", sagte der 40-Jährige, "wir haben damals nicht genug getan, um die Liga zu gewinnen und sind ja auch offensichtlich nicht Erster geworden."

Der ehemalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft begründete seine Haltung auch mit Rücksicht auf seine früheren Rivalen bei City: "Ich denke auch an ihre damaligen Spieler - sie haben alles getan, was sie konnten, um den Titel zu gewinnen, und in ihren Köpfen haben sie den Titel auch gewonnen. Wenn Manchester United dasselbe getan hätte und mir meine Premier-League-Medaille nun aberkannt würde wegen etwas, worauf ich keinen Einfluss hatte, wäre ich am Boden zerstört."

Foto: AFP/SID/PAUL ELLIS

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