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·22. April 2026

Comeback, Barca-Duell, FCB-Zukunft: Giulia Gwinn spricht Klartext

Artikelbild:Comeback, Barca-Duell, FCB-Zukunft: Giulia Gwinn spricht Klartext

Ausgerechnet sie. Im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich verletzte sich Giulia Gwinn schon wieder. Diesmal erwischte es allerdings zum Glück nicht das Knie, stattdessen kugelte sie sich die Schulter aus.

Das Timing ist maximal unglücklich. Für die Frauen des FC Bayern München stehen jetzt die entscheidenden Wochen der Saison an. Theoretisch ist sogar noch das Triple möglich, dafür muss im Halbfinale der Womens Champions League aber der haushohe Favorit namens Barcelona geschlagen werden.


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"Es nervt maximal (...) Wenn man ausgebremst wird, läuft man trotz der bevorstehenden Highlights ehrlicherweise gerade nicht mit der besten Laune durch die Gegend."Giulia Gwinn (Sport Bild)

Bei diesem Unterfangen will Gwinn am liebsten natürlich helfen, noch steht ein Einsatz aber in der Schwebe – auch, wenn die konservative Behandlung anschlägt. Bayern-Trainer Jose Barcala ist vorsichtig optimistisch: "Der erste Eindruck ist positiv. Wenn sie gut darauf reagiert, ist die Idee, dass sie eine Option für die nächsten Spiele ist."

Trotz des möglichen Blitz-Comebacks ist die Laune bei Gwinn aktuell dennoch ausbaufähig. "Es nervt maximal", sagte 26-Jährige im Interview mit der Sport Bild und ergänzte: "Es sind die entscheidenden Wochen der Saison. Da will ich jeden Tag dabei sein – und wenn man dann ausgebremst wird, läuft man trotz der bevorstehenden Highlights ehrlicherweise gerade nicht mit der besten Laune durch die Gegend."

Underdog gegen Barca

Wie schwer die Aufgabe gegen Barca Femeni rund um die amtierende Weltfußballerin Aitana Bonmati und die ehemaligen Wolfsburgerinnen Ewa Pajor und Caroline Graham Hansen wird, weiß auch Gwinn: "Die Vergangenheit spricht für Barcelona, sie haben in den vergangenen fünf Jahren dreimal die Cham­pions League gewonnen." Ohne Chance sieht Gwinn ihre Mannschaft dennoch nicht: "Wir haben die Rolle des Underdogs, aber sie werden dennoch Respekt vor uns haben und nicht denken, dass es bei uns eine leichte Aufgabe wird."

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In der Ligaphase demontierten Alexia Putellas (vorne) und der FC Barcelona die Bayern-Frauen mit 7:1 | NurPhoto/GettyImages

"Wir bei Bayern wollen im ersten Schritt die Meisterschaft gewinnen, aber in den vergangenen Jahren haben wir uns zunehmend vorgenommen, auch international anzugreifen."Giulia Gwinn (Sport Bild)

Der Fokus liege aktuell ohnehin nicht auf Barcelona, sondern auf der Frauen-Bundesliga. Dort dominieren die Münchnerinnen in dieser Saison alles und jeden und fuhren aus 21 Spielen 20 Siege ein. "Wir bei Bayern wollen im ersten Schritt die Meisterschaft gewinnen, aber in den vergangenen Jahren haben wir uns zunehmend vorgenommen, auch international anzugreifen", erklärte Gwinn. Den Titel können die Münchnerinnen dabei schon mit einem Sieg am Wochenende gegen Union Berlin perfekt machen.

Was bringt die Zukunft?

Und was plant die 26-Jährige persönlich? Ihr Vertrag in der bayrischen Landeshauptstadt läuft nur noch bis 2027 – wagt sie den Schritt ins Ausland? Oder bleibt sie in München? Die Rechtsverteidigerin schließt eine Verlängerung zumindest nicht aus: "Aktuell gibt es wenig Gründe dafür, das aufzugeben, was ich habe."

"Ich möchte meine Fußstapfen hinterlassen", betonte Gwinn. Das dürfte sie in ihren nun sieben Jahren bei den Münchnerinnen zwar schon geschafft haben, doch wer die 26-Jährige kennt, der weiß, dass sie immer maximalen Erfolg will. Das wäre auf Vereinseben der Erfolg in der Champions League – und damit ihr Team gegen Barca eine größere Chance hat, wird Gwinn alles tun, um rechtzeitig zurückzukehren.

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