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·19. Februar 2026
Conference League: Samsunspor gastiert bei Shkendija Tetovo – Trainer Fink mit Pflichtspiel-Premiere

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·19. Februar 2026

Samsunspor steht in den Playoff-Partien auf dem Weg ins Achtelfinale der UEFA Conference League vor einem Auswärtsspiel bei Shkendija Tetovo und will in Skopje eine vorteilhafte Ausgangslage schaffen. Die Partie findet in der National Arena Todor Proeski statt und ist zugleich der erste europäische Auftritt nach dem Trainerwechsel, weil sich der Klub von Thomas Reis getrennt und Thorsten Fink als neuen Cheftrainer verpflichtet hat. Für Samsunspor geht es damit nicht nur um ein Ergebnis, sondern auch um Stabilität in einer Phase des Umbruchs, in der personelle Ausfälle zusätzliche Anpassungen erzwingen. Shkendija beendete die Ligaphase auf Platz 22 und geht mit dem Vorteil der Heimkulisse in das Hinspiel.
Der norwegische Schiedsrichter Rohit Saggi ist für die Spielleitung angesetzt. Unterstützt wird er von Anders Olav Dale und Jorgen Ronning Valstadsteden als Assistenten, vierter Offizieller ist Daniel Higraff. Für Samsunspor ist das in einem intensiven Auswärtsspiel ein relevanter Faktor, weil die Zweikampfführung und die Linie bei Kontaktspiel in solchen K.-o.-Partien häufig die Dynamik prägen.
Thorsten Fink unterschrieb nach der Trennung von Thomas Reis einen Vertrag über 1,5 Jahre und geht nun direkt mit einem internationalen Auswärtsspiel in seine Amtszeit. Er bereitete die Mannschaft auf den Gegner aus Nordmazedonien vor und wird in Skopje sein erstes offizielles Spiel als verantwortlicher Trainer bestreiten. Für das Team ist das ein klarer Neustart unter Wettbewerbsdruck, weil die Conference League wenig Raum für Eingewöhnung lässt und jedes Detail in der Spielvorbereitung Gewicht bekommt.
Gleichzeitig ist es eine Chance, ein neues Auftreten zu etablieren: ein strukturierter Plan gegen den Ball, saubere Abstände im Zentrum und ein klares Umschaltverhalten, um in einer kompakten Auswärtsatmosphäre Kontrolle zu behalten. Genau diese Punkte entscheiden in Hinspielen oft darüber, ob das Rückspiel mit Rückenwind oder mit zusätzlichem Druck angegangen werden muss.
Für die UEFA-Liste wurden drei Spieler nachgemeldet: Cherif Ndiaye, der in der Ligaphase nicht im Kader stand, sowie Jaures Assoumou und Torhüter Irfan Can Eribayat. Die Anpassungen sind vor allem deshalb wichtig, weil Samsunspor in Skopje nicht auf seine komplette Auswahl zurückgreifen kann und Alternativen benötigt, um auf Spielverlauf und Belastung reagieren zu können.
Fehlen werden Elayis Tavsan und Yalcin Kayan statusbedingt. Zusätzlich stehen Emre Kilinc, Tanguy Coulibaly und Afonso Sousa verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Gerade in der Offensive und im Übergangsspiel reduziert das die Variabilität, weshalb das Timing im Pressing und die Effizienz bei Standards noch stärker in den Vordergrund rücken.
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Samsunspor ging in dieser Saison bereits durch unterschiedliche europäische Phasen. In der UEFA-Europa-League-Playoff-Runde gegen Panathinaikos Athen verlor der Klub das Hinspiel auswärts mit 1:2 und trennte sich im Rückspiel mit 0:0, wodurch der Weg in der UEFA Conference League weiterging. In der Gruppenphase setzte es Ausrufezeichen, unter anderem mit einem Auswärtssieg bei Legia Warschau mit 1:0, außerdem gab es einen deutlichen Erfolg gegen Hamrun Spartans mit 3:0.
Weitere Resultate waren ein 2:2 gegen Breidablik Kopavogur sowie zwei Niederlagen. Eine gegen AEK Athen, wo es ein 1:2 auswärts gab. Im letzten Gruppenspiel unterlag Samsunspor zudem dem deutschen Vertreter Mainz 05 mit 0:2. Am Ende schloss die Mannschaft die Gruppe auf Rang zwölf ab und qualifizierte sich damit für die Playoff-Runde.
Für Samsunspor ist das Duell in Skopje die 19. Begegnung auf der europäischen Bühne. In den bisherigen internationalen Spielen stehen 18 Siege, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen zu Buche, dazu kommen 26 Tore und 20 Gegentore. Der Klub trat insgesamt zum dritten Mal in europäischen Wettbewerben an und sammelte zuvor Erfahrungen im Intertoto Cup.
In der Saison 1996/97 nahm Samsunspor erstmals am Intertoto Cup teil und besiegte in der Gruppenphase Odense BK mit 2:0, Kaunas mit 1:0 und Leiftur mit 3:0, belegte am Ende aber Platz zwei in der Gruppe und schied aus. Ein Jahr später folgte der nächste Anlauf, bei dem Lyngby zunächst mit 3:0 geschlagen wurde, ehe nach einem 1:3 auswärts dennoch die Runde geschafft wurde und anschließend Crystal Palace zweimal mit 2:0 bezwungen wurde.
Im Halbfinale wartete Werder Bremen, und Samsunspor verabschiedete sich aus der Organisation nach zwei Niederlagen mit jeweils 0:3. Diese Historie zeigt, wie selten internationale K.-o.-Spiele für den Klub sind und warum die aktuelle Conference-League-Phase sportlich und emotional ein besonderer Abschnitt ist.
Das Hinspiel Shkendija – Samsunspor wird am Donnerstag, 19. Februar, um 21:00 Uhr (MEZ) angepfiffen und live im türkischen Free-TV auf TRT 1 übertragen. Für Samsunspor ist es der Auftakt in eine entscheidende Woche, in der es darum geht, trotz Trainerwechsel, Ausfällen und Auswärtskulisse die Grundlage für das Rückspiel zu legen.









































