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·28. August 2026

Conference League: Sensationen, historische Premieren und das Aus für Rangers und PAOK

Artikelbild:Conference League: Sensationen, historische Premieren und das Aus für Rangers und PAOK

Die Teilnehmer der Conference-League-Ligaphase stehen fest. Während einige Favoriten ihrer Rolle gerecht wurden, sorgten andere Ergebnisse für große Überraschungen. Besonders Inter Club d'Escaldes schrieb Fußballgeschichte, während Traditionsklubs wie die Glasgow Rangers und PAOK Thessaloniki den Einzug in die Hauptrunde verpassten.

Für den emotionalsten Moment der Play-offs sorgte Inter Club d'Escaldes. Der Klub aus Andorra qualifizierte sich erstmals für die Ligaphase eines UEFA-Wettbewerbs und bescherte seinem Land damit einen historischen Meilenstein.


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Nach zwei torlosen Stunden gegen Drita musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dort behielten die Gastgeber die Nerven und setzten sich mit 4:2 durch. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Faysal Chouaib.

Für Inter ist der Erfolg umso bemerkenswerter, da der Klub erst seit wenigen Jahren zur Spitze des andorranischen Fußballs gehört und zuvor noch nie über die zweite Qualifikationsrunde eines Europapokal-Wettbewerbs hinausgekommen war.

Lincoln und Riga retten sich spät

Auch Lincoln Red Imps aus Gibraltar durfte jubeln. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel gegen Larne schien das Aus nahe, doch zwei späte Tore retteten die Partie zunächst in die Verlängerung.

Dort traf Manu Toledano in der 121. Minute per Elfmeter zum entscheidenden 3:0-Sieg. Damit zieht Lincoln bereits zum zweiten Mal in Folge in eine europäische Ligaphase ein.

Ähnlich dramatisch verlief das Duell zwischen Riga FC und KI Klaksvik. Trotz einer Roten Karte kämpften sich die Letten zum 2:1-Erfolg und sicherten sich mit 3:2 insgesamt den Einzug in die Hauptrunde. Matchwinner war Salah Oulad M'Hand.

Rangers erleben bitteres Europapokal-Aus

Für die größte Überraschung des Abends sorgte das Ausscheiden der Glasgow Rangers.

Mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel reisten die Schotten nach Tschechien, fanden dort offensiv jedoch kaum statt und brachten nur einen einzigen Schuss aufs Tor zustande. Jablonec gewann die reguläre Spielzeit mit 1:0 und erzwang damit die Verlängerung sowie das anschließende Elfmeterschießen.

Dort versagten den Rangers die Nerven. Die letzten beiden Schützen scheiterten, ehe Jablonec-Kapitän Jan Chramosta den entscheidenden Strafstoß verwandelte.

Für die Rangers bedeutet dies erstmals seit der Saison 2017/18 eine Spielzeit ohne europäischen Hauptwettbewerb.

Auch PAOK scheitert dramatisch

Neben den Rangers verpasste auch PAOK Thessaloniki die Ligaphase.

Gegen den norwegischen Klub Brann kämpften sich die Griechen nach zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand noch einmal zurück in die Partie. Doch vier Minuten vor dem Ende verwandelte Niklas Castro einen Elfmeter zum 3:2-Sieg für die Gastgeber.

Brann setzte sich dadurch insgesamt mit 5:4 durch und erreichte erstmals überhaupt die Gruppen- beziehungsweise Ligaphase eines UEFA-Wettbewerbs.

Panathinaikos rettet Griechenlands Ehre

Panathinaikos entging dagegen dem Aus. Die Athener benötigten gegen Hradec Kralove allerdings die Verlängerung, um sich mit 4:3 im Gesamtergebnis durchzusetzen.

Wie schon im Hinspiel kassierte der griechische Traditionsverein spät einen Gegentreffer, doch diesmal hatte Panathinaikos die passende Antwort. Cyriel Dessers verwandelte in der Verlängerung einen Elfmeter und sicherte seinem Team das Ticket für die Ligaphase.

Favoriten setzen sich durch

Die meisten Klubs aus Europas Topligen meisterten ihre Aufgaben souverän.

Monaco gewann auch das zweite Duell gegen Gornik Zabrze und zog mit einem Gesamtergebnis von 7:3 weiter. Brighton ließ Tromsø beim 4:0-Heimsieg keine Chance und entschied das Duell nach dem torlosen Hinspiel deutlich für sich.

Atalanta genügte ein 1:0 gegen Hapoel Tel Aviv, wobei Gianluca Scamacca unmittelbar nach seiner Einwechslung den Siegtreffer erzielte. Getafe kam trotz einer 1:2-Niederlage bei Partizan Belgrad dank des Hinspielerfolgs weiter.

Hajduk beendet lange Durststrecke

Hajduk Split darf sich erstmals seit 15 Jahren wieder auf eine europäische Hauptrunde freuen.

Die Kroaten warfen Rakow Czestochowa nach Verlängerung aus dem Wettbewerb. Nachdem Hajduk kurz vor Schluss der regulären Spielzeit noch den Ausgleich kassiert hatte, traf Rokas Pukstas bereits in der 94. Minute zum entscheidenden Tor.

Mit dem 5:4-Gesamtsieg beendete Hajduk eine lange Wartezeit auf internationale Gruppenphase-Spiele.

Dänemark stark vertreten

Besonders erfolgreich verlief die Qualifikation für die dänischen Vertreter. Mit dem FC Kopenhagen, Midtjylland und Nordsjaelland qualifizierten sich gleich drei Teams direkt für die Conference League. Hinzu kommt AGF Aarhus, das über den Umweg der Europa-League-Play-offs ebenfalls in der Ligaphase vertreten sein wird.

Blick auf die Auslosung

Die Auslosung der Conference-League-Ligaphase findet am Freitag in Monaco statt. Die 36 qualifizierten Mannschaften erfahren dort ihre sechs Gegner.

Zu den großen Gewinnern der Play-offs zählen vor allem Inter Escaldes, Brann, Lincoln Red Imps und Hajduk Split. Die größten Verlierer sind dagegen zweifellos die Rangers und PAOK, die überraschend den Sprung in die Hauptrunde verpassten.

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