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·21. August 2026

Copa Sudamericana: Diese Mannschaften stehen im Viertelfinale

Artikelbild:Copa Sudamericana: Diese Mannschaften stehen im Viertelfinale

Das Achtelfinale der Copa Sudamericana ist so gut wie durch. Im Viertelfinale gibt es nun vier interessante Konstellationen.

Wiedersehen nach 19 Jahren

In Südamerika gibt es kaum einen Klub, der den Kontinent durch seine Erfolge und einzigartigen Spieler dermaßen "gut" vertritt. Seit ein paar Jahren befinden sich die Boca Juniors aber in einer schleichenden Abwärtsspirale, wodurch man nun auch nur in der Copa Sudamericana vertreten ist.


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Unter Neo-Trainer Rodolfo Arruabarrena will man dem ganzen ein Ende setzen und wieder mit Titel glänzen. In diesem Jahr musste man zwar von der Copa Libertadores auf die Copa Sudamericana umsatteln, befindet sich nun aber in ruhigeren Gewässern. Im Achtelfinale trafen die Xeneizes auf Paraguays Recoleta FC . Dabei spielten sich vor allem die Talente Milton Delgado, Tomás Aranda und Leonel Flores in die Auslage. Auch Ex-Bundesliga-Spieler Santiago Ascacíbar traf in beiden Spielen. In seinen letzten sechs Spielen gelangen ihm fünf Tore. Auch ein mögliches Superclásico im Halbfinale gegen den Erzrivalen River Plate dient als zusätzlicher Ansporn.

Für die Mannschaft von Arruabarrena steht mit dem FC São Paulo ein größerer Härtetest bevor. Das letzte Mal trafen beide vor 19 Jahren aufeinander, ebenfalls in der Copa Sudamericana, mit dem besseren Ende für die Brasilianer. Dieses Mal scheinen die Vorzeichen aber besser für Boca zu stehen, denn der FC São Paulo erlebt eine turbulente Saison. Nach zwei Trainerwechseln leitet nun Dorival Júnior die Mannschaft. Der Ex-Nationaltrainer konnte aber nur zwei seiner zehn Spiele seit seiner Rückkehr gewinnen, darunter auch das Rückspiel gegen Libertadores-Absteiger Bolívar. Auf einen internationalen Titel wartet der FC São Paulo, der regelmäßig zwischen Libertadores und Sudamericana pendelt, aber schon länger. 2012 gewann der Tricolor Paulista die Sudamericana. Ist es dieses Jahr wieder soweit?

Tim Payne in vain

Während alle anderen Vereine ihre Viertelfinal-Gegner schon kennen, muss sich Vasco da Gama noch ein wenig gedulden. Denn die Partien zwischen Independiente Santa Fe und River Plate wurden aufgrund des schweren Erdbebens in Kolumbien verschoben, das Rückspiel steht noch aus.

Für Vasco da Gama ist das internationale Geschäft die Chance auf Titel. Seit der Rückkehr ins Oberhaus 2023 läuft es in der Liga nicht zufriedenstellend mit dem zehnten Platz 2024 als bestes Ergebnis. Aktuell steht man in der Liga sogar auf einem Abstiegsplatz mit 22 Punkten aus 22 Spielen. Auch der Portugiese Pedro Emanuel verbesserte die Situation bisher noch nicht, führt die Mannschaft im internationalen Geschäft aber weiter voran.

Gegen den paraguayischen Klub Olimpia entschied Vasco das Rückspiel mit 4:1 für sich. Olimpia machte in diesem Sommer mit der Verpflichtung des Kult-Kiwis Tim Payne, der bei der WM zum Internetstar wurde, auf sich aufmerksam. In beiden Partien kam der Neuseeländer aber nicht zum Einsatz und musste nun das Aus hinnehmen.

Neymars Last Dance?

Das dritte Viertelfinale ist, wie so oft, eine rein brasilianische Angelegenheit. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den FC Santos, der sich gegen Macará aus Ecuador durchsetzte. Während die Mannschaft von Cuca in der Liga gegen den Abstieg spielt, könnte man in der Sudamericana an frühere Erfolge anknüpfen. Im Zentrum steht dabei selbstverständlich Neymar, dessen Zukunft weiterhin ungewiss ist. Der Vertrag des Megastars läuft mit Jahresende aus. Er betrachtet unter anderem das Karriereende als Option. Mit dem Gewinn der Sudamericana könnte er einen gebührenden Abschied feiern.

Auf den Edelzangler wartet nun Ligagegner Atlético Mineiro, die unter Eduardo Domínguez in einer sehr guten Form sind. Nur eines der letzten 17 Spiele ging verloren, eine Ligapartie gegen die Corinthians. Im Achtelfinale eliminierte man mit Red Bull Bragantino ein weiteres brasilianisches Team. Das Land des Rekordweltmeisters stellt sowohl in beiden großen südamerikanischen Bewerben mit jeweils vier verbleibenden Mannschaften die meisten Teilnehmer.

Überraschungsteam gegen City-Partner

Ganz ohne brasilianischen Fußball kommt das vierte Viertelfinale aus. Dort messen sich Perus Cienciano und Uruguays Montevideo City Torque, die die letzten internationalen Vertreter ihrer jeweiligen Länder sind. Insbesondere Cienciano ist nicht zu unterschätzen. Im Playoff schaltete man bereits Titelverteidiger Lanús aus und schlug im Achtelfinale nun auch Botafogo. Dabei gewann die Mannschaft des Argentiniers Horacio Melgarejo das Hinspiel mit 6:1. Nur wenige Tage später entließ Botafogo seinen Trainer Franclim Carvalho. Im Rückspiel verlor Cienciano nur mit 0:1, machte aber dennoch den Schritt ins Viertelfinale.

Dass ich im uruguayischen Fußball abseits der beiden Topklubs Nacional und Peñarol etwas zusammenbraut, zeigt nicht nur die Meisterschaft von Liverpool Montevideo 2023 oder die Bayern-Übernahme von Racing Montevideo, sondern auch der Klub Montevideo City Torque. Denn als Partnerverein ist der Klub seit 2017 Teil der City Football Group und stellt zudem die zweitmeisten Spieler der U15-, U17- und U20-Nationalteams. Im Profifußball steht man nun zum ersten Mal in der Klubgeschichte in einem internationalen Viertelfinale und hat nun die Möglichkeit, weiter Geschichte zu schreiben. Der deutsche Fußball ist durch den Kapitän der Mannschaft Gary Kagelmacher vertreten. Der uruguayische Innenverteidiger mit deutschen Wurzeln absolvierte von 2014 bis 2016 64 Spiele für 1860 München.

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