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·14. August 2026
Copa Sudamericana Recap: Historische Klatsche für Botafogo

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·14. August 2026

Die Copa Sudamericana ist der zweitwichtigste Wettbewerb Südamerikas. Die diesjährige Ausgabe ist bereits im Achtelfinale angelangt. Nun fanden die Hinspiele statt.
Die Hinspiele der Copa Sudamericana brachten einige interessante Ergebnisse. Das überraschendste Ergebnis war jenes zwischen dem peruanischen Vertreter Cienciano und dem brasilianischen Topklub Botafogo. Vor einem Jahr nahm Botafogo mit Renato Paiva an der Klub-Weltmeisterschaft teil und schlug damals überraschend Paris Saint-Germain mit 1:0. Im Vorfeld der Partie erklärte Paiva: "Der Friedhof des Fußballs ist voll von Favoriten." Ein Jahr später viel nun auch Botafogo, mittlerweile betreut von Franclim Carvalho, diesem Satz zum Opfer.
Denn gegen Cienciano fraß der Klub aus Rio de Janeiro eine 1:6-Klatsche. Es war die größte Niederlage, die "O Fogão" im internationalen Vereinsfußball hinnehmen musste. Mit einem Fünf-Tore-Unterschied verlor Botafogo zuletzt 2014 in der Copa do Brasil gegen den FC Santos. Nur dreimal überhaupt war die Tordifferenz noch größer, zuletzt 2010 bei einer 0:6-Pleite in der Staatsmeisterschaft gegen Vasco da Gama.
Den zweitgrößten Sieg im Turnierbaum fuhren die Boca Juniors ein. Beim "Heimspiel" gegen den paraguayischen Klub Recoleta machten vor allem ein junges Trio auf sich aufmerksam. Durch den schlechten Rasen im La Bombonera wichen die Xeneizes ins Estadio Tomás Adolfo Ducó, der Heimstätte von CA Huracán, aus, doch das schien dem Spiel nicht zu schaden. Zwar ging man nach fünf Minuten in Rückstand, drehte in der zweiten Halbzeit aber auf.
Ex-Stuttgart und Hertha-Kicker Santiago Ascacíbar sorgte für den Ausgleich, bevor die beiden Talente Milton Delgado (21 Jahre alt) und Leonel Flores (19) für die 3:1 Führung für Boca sorgten. Auch Offensivmann Tomás Aranda (19) konnte mit einer starken Leistung auf sich aufmerksam machen. Alle drei sind bereits auf dem Radar europäischer Klubs. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Boca sie verkauft.
Der Sieg gab der Mannschaft von Rodolfo Arruabarrena weiteres Selbstbewusstsein. Es war sein achtes Spiel seit seiner Rückkehr, wobei er nur den Ligaauftakt gegen Deportivo Riestra verlor. Mit Routiniers wie Ascacíbar oder Leandro Paredes, der seinen Verbleib nach Interesse von Milan zusicherte, und Neuzugängen wie Sebastián Villa oder Alvaro Montero ergänzt sich die Mannschaft bisher ganz ordentlich, hat aber noch deutlich Luft nach oben. Dennoch können sich die Fans der Boca Juniors auf eine ruhigere Zeit freuen, nachdem die letzten Jahre durchaus turbulent verliefen.
Für den FC São Paulo ist es wahrlich keine leichte Saison. Bereits zwei Trainerwechsel hat der Tricolor Paulista bereits hinter sich und wird nun von Ex-Nationaltrainer Dorival Júnior betreut. Was in Europa das italienische Trainerkarussell ist, dürfte in Brasilien wohl ein Trainer-Tornado sein. Es ist bereits seine dritte Amtszeit beim Klub, gleichzeitig auch die schlechteste.
In Bolivien ging es gegen den beinahe gleichnamigen Klub Bolívar, der Teil der City Football Group ist. Spricht man in England von einer "cold rainy night in Stoke", so ist in Südamerika wohl von einem Auswärtsspiel in Bolivien die Rede. Denn mehrere Stadien befinden sich auf Tausenden Metern über der Meereshöhe, so auch die Austragungsstätte dieser Partie. Das Estadio Hernando Siles liegt auf über 3600 Metern über der Meereshöhe. So ist eine besondere Akklimatisierung gefragt, um ein Spiel durchhalten zu können.
Doch dem FC São Paulo schien das nichts auszumachen. Durch Verteidiger Robert Arboleda ging man in der 22. Minute in Führung. Der Ecuadorianer sorgte vor wenigen Monaten mit einer "Flucht" aus Brasilien für negative Schlagzeilen. Von persönlichen Schulden war die Rede, doch nach einer Entschuldigung wurde er wieder in die Mannschaft integriert und erzielte den wichtigen Treffer. Bolívar glich in der 61. Minute durch Mittelfeldspieler Carlos Melgar aus und vertiefte die Krise. Dorival holte somit nur einen Sieg aus seinen ersten acht Spielen seit seiner Rückkehr.
Auch für Neymars Fußballwelt dreht sich nach der WM-Enttäuschung weiter. Als Kapitän führte er den FC Santos zuhause gegen CD Macará auf den Platz. Überraschend brachte Franco Posse den ecuadorianischen Klub in der fünften Minute in Führung. Den frühen Schock ließ Santos nicht auf sich sitzen und wurde proaktiver. So brachte Neymar den Ex-Inter-Stürmer Gabriel Barboas, Spitzname "Gabigol", erfolgreich in der 44. Minute in Szene. In der 76. Minute drehte Santos durch eine Neymar-Ecke ins Spiel, die von Mittelfeldspieler Willian Arao verwandelt wurde.
Im ríoplatensischen Derby traf Argentiniens CA Tigre auf Uruguays Montevideo City Torque, ebenfalls ein Partnerklub der City Football Group. Tigre empfing die Nachbarn ohne Topstürmer David Romero, der auf dem Weg in die Serie A war. Parma sicherte sich die Dienste des Argentiniers. Montevideo City entschied das Spiel mit 1:0 für sich.
Im brasilianischen Derby traf Red Bull Bragantino auf Atlético Mineiro. Die Gäste, die sich kürzlich mit Ex-ManUnited-Mittelfeldspieler Fred verstärkten, entführten einen Punkt beim Ligakonkurrenten. Für den letzten brasilianischen Klub Vasco da Gama ging es unter dem neuen Trainer Pedro Emanuel nur für torloses Unentschieden. Der Portugiese vermied damit zwar die Niederlage im siebten Spiel in Folge, gewann dabei aber auch nur zweimal.
Aufgrund des schweren Erdbebens in Kolumbien wurde die Partie zwischen Independiente Santa Fe und River Plate verschoben.







































