Nur die Raute
·30. Juni 2026
Costa über HSV-Abgang von Reis: „Hat auch mal geknistert“

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·30. Juni 2026

Nur wenige HSV-Spieler erfreuten sich in den letzten Jahren einer derart großen Beliebtheit wie Ludovit Reis. Jetzt hat Sportdirektor Claus Costa erstmals ausführlicher über dessen Abgang zum FC Brügge gesprochen.
Im Interview mit der Mopo blickte Costa auf seine fast siebenjährige Zeit beim HSV zurück und nannte die Verhandlungen mit dem einstigen Publikumsliebling als sein intensivstes Gesprächserlebnis. Kein Wunder: Reis war nicht irgendein Spieler. Der Niederländer absolvierte 116 Pflichtspiele für die Rothosen, entwickelte sich zum Führungsspieler und hatte großen Anteil am Bundesliga-Aufstieg 2025.
Entsprechend schwer fiel den Verantwortlichen die Entscheidung, den Mittelfeldmann ziehen zu lassen. „Wir wollten ihn nach dem Aufstieg behalten, aber er war klar in seinem Wechselwunsch“, erklärte Costa. „Brügge hatte ebenfalls klare Ideen – aber wir auch.“
Die Verhandlungen entwickelten sich deshalb zu einem echten Kraftakt. Costa verriet: „Emotional, rational und inhaltlich alles unter einen Hut zu bekommen, war hart.“ Besonders der Austausch mit den Verantwortlichen aus Belgien habe ihn gefordert. „Es hat auch mal geknistert“, sagte der HSV-Sportdirektor offen. Am Ende sei jedoch eine Lösung gefunden worden, „die für alle gepasst“ habe.

Foto: Getty Images
Für den HSV zahlte sich der Deal zumindest finanziell aus. Rund sieben Millionen Euro flossen für Reis nach Hamburg. Durch etwaige Bonuszahlungen kann sich der Betrag noch auf bis zu acht Millionen Euro erhöhen. Dieses Geld verschaffte den Hanseaten bei ihrer Kaderplanung für das erste Bundesliga-Jahr wichtige Möglichkeiten.
Dass Costa diesen Transfer dennoch nicht als gewöhnlichen Geschäftsvorgang betrachtet, wurde in seinen Aussagen deutlich. Schließlich war er es selbst, der Reis im Sommer 2021 von einem Wechsel nach Hamburg überzeugte. „Ich habe ihm den HSV und unsere Pläne mit ihm vorgestellt, als er zum allerersten Mal hier war, und habe ihn bis zum letzten Tag begleitet“, sagte Costa.







































