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·28. September 2026

Cuesta muss gehen: Parma zieht trotz Genoa-Sieg die Reißleine

Artikelbild:Cuesta muss gehen: Parma zieht trotz Genoa-Sieg die Reißleine

Parma Calcio hat sich in der Länderspielpause überraschend von Cheftrainer Carlos Cuesta getrennt. Der 31 Jahre alte Spanier hatte den Klub im Sommer 2025 übernommen und in seiner ersten Saison zum Klassenerhalt geführt. Besonders überraschend kommt der Schritt durch das Timing: Erst eine Woche zuvor hatte Parma mit einem 2:1 (1:0) gegen den Genoa CFC den ersten Saisonsieg gefeiert.

Die Trennung im Detail

Nach fünf Spieltagen stand Parma mit vier Punkten nur auf Platz 15 der Serie A. Der Klub begründete die Entscheidung damit, dass die notwendigen Voraussetzungen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des sportlichen Projekts nicht mehr gegeben gewesen seien. Laut übereinstimmenden Medienberichten habe es zudem Differenzen zwischen Cuesta und der Vereinsführung über Kaderplanung und Transfers gegeben.


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Kritiker bemängelten vor allem die offensive Ausrichtung der Mannschaft, die zuletzt nur selten Tore abwarf. Cuesta selbst verabschiedete sich über Instagram und sprach von eineinhalb intensiven Jahren, in denen er sich bis zum Schluss vollständig für Verein und Mannschaft eingesetzt habe. Das Training leitet vorerst interimistisch der bisherige Trainerstab, während der Klub nach einem Nachfolger sucht.

Cuestas Weg und seine Bilanz

Cuesta hatte sich ohne nennenswerte Spielerkarriere über Stationen in Spanien und Italien zum Co-Trainer von Mikel Arteta beim FC Arsenal hochgearbeitet, wo er fünf Jahre lang tätig war. Mit nur 29 Jahren übernahm er im vergangenen Jahr das Cheftraineramt bei Parma – der jüngste Chefcoach der Serie A und einer der jüngsten der Nachkriegszeit. Der Klassenerhalt wurde frühzeitig gesichert, mit Rang 13 erreichte Parma die beste Platzierung seit der Saison 2019/20. In 48 Pflichtspielen für alle Wettbewerbe stehen unter Cuesta 14 Siege, 14 Unentschieden und 20 Niederlagen zu Buche.

Schwieriger Saisonstart trotz hoher Verkaufserlöse

Der Saisonstart 2026/27 verlief deutlich holpriger, auch weil mit den Verkäufen mehrerer Leistungsträger hohe Einnahmen erzielt wurden: Zion Suzuki wechselte für rund 35 Millionen Euro zu Aston Villa, Mateo Pellegrino für 22,5 Millionen Euro zur Fiorentina und Alessandro Circati für rund 20 Millionen Euro zu Benfica. In der Serie A verlor Parma gegen Cagliari Calcio (0:1), Juventus Turin (0:2) und Como 1907, dazu kam ein Remis gegen Aufsteiger AC Monza. In der Coppa Italia schied man bereits in der zweiten Runde gegen Zweitligist US Cremonese mit 0:2 aus.

Die Nachfolgersuche

In italienischen Medien werden bereits erste Namen als mögliche Nachfolger gehandelt. Neben Ex-Stürmer Alberto Gilardino, der bis Anfang Februar beim Pisa Sporting Club tätig war, wird auch eine Rückkehr von Roberto D’Aversa thematisiert. Der 51-Jährige stand von Dezember 2016 bis August 2020 bereits einmal bei Parma an der Seitenlinie und führte den Verein von der 3. Liga in die Serie A. In einer zweiten, deutlich kürzeren Amtszeit von Januar bis Mai 2021 übernahm er die Mannschaft im Tabellenkeller und konnte den Abstieg nicht mehr verhindern. Zuletzt war der gebürtige Stuttgarter bis zum Saisonende 2025/26 beim FC Turin im Amt, wo er den Klub nach der Übernahme im Tabellenkeller ebenfalls in der Liga hielt.

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