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·7. Februar 2026
"Damit habe ich ein Problem": Ende unzufrieden mit Münsters Spielweise

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Auch im siebten Spiel in Folge blieb der SC Preußen Münster sieglos. Nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum lobte Trainer Alexander Ende die Anpassungsfähigkeit seiner Spieler, bemängelte aber die spielerischen Lösungen.
Mit viel Kampf und einem starken Johannes Schenk zwischen den Pfosten brachte Preußen Münster das Unentschieden nach Hause. "Wir haben heute einen Punkt geholt. Aber in einer Art und Weise, wo ich sage, das kann und wird nicht der Weg der nächsten Wochen für uns sein", machte Trainer Ende deutlich, dass er mit dem Auftritt seines Teams nicht zufrieden war. Denn Preußen wirkte nicht wie der Herr im eigenen Haus, sondern gab die Spielkontrolle ab und lief oft nur hinterher.
Ein ungewohntes Bild für eine Mannschaft, die unter Trainer Ende auf Ballbesitz und spielerische Lösungen ausgerichtet ist. Stattdessen flogen viele lange Bälle in Richtung des neuen Stürmers Imad Rondic. "Wir haben jetzt einen körperlich starken Stürmer in der Front, der auch in der Lage ist, einen hohen Ball festzumachen. Aber wenn dieser Ball die erste Option ist, dann habe ich da ein Problem mit", stellte Ende ausdrücklich klar. Auch wenn Rondic nach einem langen Ball das 1:0 erzielte, soll dieses Mittel eine Ausnahme bleiben. "Wenn dieser lange Schlag die erste Idee ist, dann ist das nicht die Art und Weise, die am Ende zum Erfolg führt. Das können andere Mannschaften besser."
Die veränderte Spielweise war auch darauf zurückzuführen, dass Münster wieder in einer völlig verändern Formation auflief. Aufgrund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle und zweier Rotsperren mussten einige Spieler ungewohnte Positionen einnehmen. Dadurch wirkten die Preußen verunsichert und kamen nicht in ihre gewohnten Abläufe. "Es hilft natürlich nicht, dass wir seit Wochen immer wieder umstellen müssen", räumte Ende ein. Aus der Not versuchten die Spieler, das Bestmögliche zu machen. Dies erkannte der Trainer an: "Es ist eine schwierige Situation, dass wir immer wieder improvisieren müssen. Hut ab vor der Mannschaft."
Trotz der Umstände wolle Ende das Abrücken von seiner Spielidee nicht akzeptieren. "Das wird, solange ich hier Trainer bin, niemals ein dauerhafter Weg unseres Spiels sein. Strategisch wird das nicht dazu führen, dass wir die Anzahl der Spiele gewinnen, die wir gewinnen können in einer anderen Facette." Denn im Abstiegskampf helfen Unentschieden auf Dauer nicht weiter. Schon seit sieben Spielen warten die Adler auf einen Sieg. Im Verlauf des Spieltags könnte Münster erstmals in dieser Saison auf einen der letzten drei Plätze rutschen. Am kommenden Freitag steht dann ein Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf auf dem Programm.
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