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·24. September 2026
„Damit hat keiner gerechnet“: Thomas Müller blickt gespannt auf Klopp-Debüt

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Jürgen Klopp sorgt bereits vor seinem ersten Spiel als Bundestrainer für reichlich Gesprächsstoff. Mit der Nominierung von gleich 44 Spielern für die anstehenden Nations-League-Partien hat der 59-Jährige einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen. Selbst Thomas Müller zeigt sich von Klopps XXL-Kader überrascht.
„Kloppo hat gleich mal etwas Ungewöhnliches gemacht: 44 Spieler für eine Länderspielmaßnahme zu nominieren, das hat es noch nie gegeben. Damit hat keiner gerechnet“, schreibt Müller in einem Beitrag auf LinkedIn.
Der Weltmeister von 2014 sieht in der ungewöhnlichen Maßnahme aber durchaus Vorteile. „So kann er gleich zu Beginn seiner Amtszeit vielen Spielern die Chance geben, sich in der Nationalmannschaft zu präsentieren“, betont der ehemalige Bayern-Star.
Klopp hat seinen großen Kader bewusst zusammengestellt, um in den kommenden Spielen möglichst viele Akteure persönlich kennenzulernen und sich einen umfassenden Eindruck vom vorhandenen Spielermaterial zu verschaffen.

Foto: IMAGO
Für Müller ist Klopps Einstieg beim DFB auch aus einem persönlichen Grund interessant. Noch während der Weltmeisterschaft 2026 standen beide gemeinsam für MagentaTV vor der Kamera. Nun verfolgt der 37-Jährige seinen früheren Experten-Kollegen in einer völlig neuen Rolle.
„Jetzt schaue ich ihm ab morgen zu, wenn er als Bundestrainer am Spielfeldrand steht. Und ich bin vor allem eines – neugierig, wie er die Sache angehen wird“, schreibt Müller mit Blick auf das Auswärtsspiel gegen die Niederlande am Donnerstagabend.
Dabei hat der langjährige Nationalspieler eine klare Vorstellung davon, worauf es unter dem neuen Bundestrainer ankommen wird.
„Was ich grundsätzlich von Trainern erwarte, ist, dass eine klare Handschrift sichtbar ist. Die eine gefällt mir besser, die andere vielleicht weniger. Das ist normal und sagt auch erst einmal nichts über die Erfolgschancen einer Mannschaft aus.“
Entscheidend sei vielmehr, dass die Spieler genau wissen, was von ihnen verlangt wird. „Aber ein Trainer mit einer eindeutig zu erkennenden Spielidee ist für Spieler eine wichtige Orientierungshilfe“, erklärt Müller.
Aus seiner eigenen langen Karriere weiß Müller, dass eine erfolgreiche Mannschaft trotz klarer taktischer Vorgaben auch Freiheiten benötigt.
Dafür findet der ehemalige Nationalspieler eine typisch Müller’sche Beschreibung: „Gemeinsames, geordnetes Chaos beschreibt für mich am besten, wie man auf dem grünen Rasen langfristig erfolgreich ist.“
Ob Klopp dieses Prinzip bereits in kurzer Zeit auf die Nationalmannschaft übertragen kann, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Spiele sein.
Sein Debüt als Bundestrainer feiert Klopp am Donnerstagabend um 20:45 Uhr auswärts gegen die Niederlande. Müller wird dabei ganz genau hinschauen – vor allem darauf, ob bereits beim ersten Auftritt eine klare Handschrift des neuen Bundestrainers zu erkennen ist.























