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·2. März 2026

Darum sollte Kölns kreative Krise gegen den FC Augsburg niemanden überrascht haben

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Darum sollte Kölns kreative Krise gegen den FC Augsburg niemanden überrascht haben

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Hendrik Broschart

2 März, 2026

Gegen Augsburg wurde wieder einmal eine Schwäche der Geißböcke deutlich: Der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok fällt gegen tief stehende Gegner nur wenig ein. Die Niederlage am Freitag war dabei nicht der erste ideenlose Auftritt. Der 1. FC Köln verzweifelt gegen tief stehende Gegner.

Die Schlappe gegen Augsburg zeigte auf, was die Geißböcke eigentlich schon die gesamte Saison über verfolgte. Gegen tief stehende Gegner fehlen den Kölnern die Mittel.

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Said El Mala vom 1. FC Köln im Zweikampf gegen den FC Augsburg (Foto: Sebastian Widmann /Getty Images)

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Nach der Niederlage gegen Augsburg hielt FC-Mittelfeldmann Tom Krauß wenig von Ausreden. Der 24-Jährige kritisierte die spielerische Leistung seiner Mannschaft: „Augsburg war in den entscheidenden Momenten besser. In solchen Spielen musst du punkten“, stellte er fest und führte aus: „Wir waren sehr statisch und haben wenig mit dem Ball kreieren können. Das müssen wir uns ganz klar ankreiden, dass wir viel zu wenig nach vorne gemacht haben. Wenn das nicht klappt, muss die Null hinten stehen.“ Krauß genügten zudem die zahlreichen Ausfälle auf Kölner Seite nicht als Begründung für den schwachen Auftritt gegen die Fuggerstädter. Er forderte eine Reaktion: „Man sieht, dass die Teams von unten auch mal gegen die Großen gewinnen können. Das müssen wir auch. Die Mannschaften unten schlafen nicht. Wir müssen nächste Woche auf jeden Fall liefern.“ Krauß‘ Kritik am Mangel kreativer Lösungen trifft ins Schwarze. Betrachtet man Spiele oder Spielphasen der Kölner, in denen sie über hohe Ballbesitzanteile verfügen, fällt insbesondere eines auf: Die spielerischen Mittel der Kölner sind schnell ausgereizt.

Die Geißböcke tun sich in Ballbesitz schwer

Das schärfste Schwert der Offensive der Domstädter ist die Umschaltbewegung nach gegnerischem Ballbesitz mit Said El Mala oder Jakub Kaminski, die durch ihre Geschwindigkeit schnell viel Raum überbrücken können und somit in gefährliche Abschlusspositionen kommen. Das ist mal mehr und mal weniger von Erfolg gekrönt. Der Ausgleichstreffer von El Mala zum 2:2 gegen Hoffenheim dürfte etwa noch in frischer Erinnerung sein. Damals legte der Offensivspieler einen Befreiungsschlag von Cenk Özkacar mit dem Kopf auf Kaminski, der die Hoffenheimer Restverteidigung mit einem hohen Ball aushebelte und den durchgestarteten El Mala fand, der zum ersehnten Ausgleich traf.

Über dieses durchaus wirksame Mittel hinaus wird es allerdings dünn. Zu sehen im Spiel gegen Augsburg: Für El Mala war am vergangenen Spieltag nicht mehr als eine halbe Stunde drin. So musste Kwasniok auf Marius Bülter umschwenken, der auf dem Flügel keinen guten Tag erwischte. Im Umschaltspiel mangelte es den Geißböcken an Tempo, sodass sie nach alternativen Lösungen suchten. Gegen tief stehende Augsburger bestand diese dann in erster Linie darin, den Stürmer Ragnar Ache über den Aufbau-Spieler Jahmai Simpson-Pusey mit langen Bällen zu beliefern, der den Ball wiederum seinen Kollegen servieren sollte. Diese Idee zerschellte jedoch an Augsburgs Hintermannschaft, bestehend aus Noah Kai Banks, Keven Schlotterbeck und Cedric Zesiger, die Ache in Schach hielten.

Wird dem FC die Ideenlosigkeit zum Verhängnis?

Gegen Augsburg wurde deutlich, was sich im bisherigen Saisonverlauf bereits mal mehr, mal weniger deutlich abgezeichnet hat. Wenn gegnerische Teams den Kölnern die Initiative überlassen, ist ihr offensiver Ideen-Baukasten nur spärlich gefüllt. Kwasnioks Spielidee ist nicht darauf ausgerichtet, viel Ballbesitz zu verwalten. Man erinnere sich an die erste Hälfte der schwer verdaulichen Niederlage gegen Union Berlin. Abgesehen von Rav van den Bergs unglücklichem Handspiel und weiteren individuellen Fehlern, die den Ausgang der Begegnung maßgeblich beeinflusst hatten, fiel den Kölnern gegen die Köpenicker, die wie keine andere Mannschaft der Bundesliga für das Spiel mit wenig Ballbesitz stehen, nichts ein. Gleiches galt für das Last-Minute-Unentschieden gegen St. Pauli am 13. Spieltag. Auch hier bot sich zunächst eine extrem chancenarme Partie, bis El Mala fünf Minuten nach Wiederanpfiff einen von Luca Waldschmidt geklärten Ball ersprintete und an Kiezkicker-Keeper Vasilj vorbei ins Tor legte.

Kwasniok: „Dann ist das nicht ganz so einfach“

Lukas Kwasniok bemühte sich nach der Schlappe gegen Augsburg um eine Erklärung, weshalb seine Mannschaft derart harmlos war: „Es war schon so, dass beide Mannschaften versucht haben, eine Lücke im gegnerischen Abwehrverbund zu finden. Aber beide spielen dann im 5-2-3/5-4-1, das ist dann nicht ganz so einfach“, argumentierte der 44-Jährige. „Mit dem 0:1 haben wir dann immer offensiver gewechselt, auch schon zur Halbzeit […], haben mit Johannesson nochmal einen guten Fußballer auf den Platz gebracht und danach eigentlich nur noch offensiv gewechselt. Aber am Ende hat es leider nicht sollen sein“, fügte der Coach hinzu. Am Samstag startet der Countdown für die letzten zehn Spiele bis zum Saisonende. Zu Gast ist Niko Kovacs Dortmund. Es bleibt abzuwarten, ob die Geißböcke gegen den Tabellenzweiten wieder für mehr Torgefahr sorgen können. Mehr Ballbesitz werden sie gegen den BVB nicht unbedingt haben.


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