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·20. März 2026
Das 100. Rheinderby: Kuriose, legendäre Duelle und nun erneut ein Schicksalsspiel

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Simon Bartsch
20 März, 2026
Zum 100. Mal stehen sich der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga gegenüber. Das Duell gab es schon deutlich öfter. Gleich mehrere Geschichten umgeben die Partie und einige Spiele sind einfach nur legendär.

Marcel Risse nach seinem Traumtor (Foto: Maja Hitij/GettyImages)
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Saison 1965/66: Schon in den 50er Jahren lieferten sich die Teams packende Duelle in der Oberliga. In der Bundesliga standen sich die Rivalen dann erstmals in der Spielzeit 65/66 gegenüber. Auf dem Bökelberg gewannen die Kölner 3:2, nachdem Jupp Heynckes die Fohlen früh in Führung gebracht hatte. Kurios wurde es im Rückspiel. Die Borussia sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch Toni Regh hatte noch die letzte Pointe des Spiels auf dem Fuß. Der Abwehrspieler hatte sich in der Begegnung verletzt und da Auswechslungen noch nicht erlaubt waren, schleppte sich Regh nur noch über den Platz. Möglicherweise verloren die Borussen den Kölner auch deswegen kurz vor Spielende aus den Augen, als der Verteidiger den viel umjubelten 2:2-Ausgleich erzielte.
23. Juni 1973: Es ist wohl die berühmteste Einwechslung im deutschen Fußball. Denn Günter Netzer nahm sie bekanntlich selbst vor. Das allerdings im Pokal und nicht in der Meisterschaft. Der Wechsel zu Real Madrid steht längst fest, eigentlich wollte Netzer sich gar nicht erst auf die Bank setzen, nicht mit zum Endspiel reisen. Seine Mitspieler überreden ihn. In der Verlängerung erklärt der spätere Weltmeister seinem Coach Hennes Weisweiler, dass er jetzt spielen werde. Vier Minuten später erzielt Netzer den entscheidenden Treffer.
1. Oktober 1977: Tabellarisch waren die Rivalen weit von einem Topspiel entfernt. Der Tabellenvierte aus Köln traf auf den Neunten. Doch mit dem FC kam der aktuelle Pokalsieger zum amtierenden Meister. Und die beiden sollten sich später, am letzten Spieltag, ein spannendes Fernduell um die Meisterschaft liefern. In Gladbach sorgten Dieter Prestin und Herbert Neumann für die Halbzeitführung. Zwar verkürzte Rainer Bonhof, doch erneut Prestin, Harald Konopka und Dieter Müller stellten auf 5:1 aus Sicht der Geißböcke. Der Treffer von Allan Rodenkam Simonsen hatte nicht mehr so wirklich viel Bedeutung. Der 5:2-Erfolg der Kölner schon. Nie wieder erzielte der FC in Gladbach fünf Tore. Aber noch viel wichtiger. Am Ende der Spielzeit nutzte den Fohlen ein 12:0-Erfolg über Dortmund nichts mehr im Titelkampf. Die Kölner setzten sich aufgrund der Tordifferenz im Rennen durch – die Differenz betrug drei Tore.
31. Januar 1998: Gleich zwei Mal gleich Jörgen Pettersson die Führung durch Karsten Baumann und Dirk Schuster aus. Doch wieder einmal haben die Kölner in der Schlussphase die Antwort. Wieder trifft ein Toni. Dieses Mal Toni Polster und das mit dem Hintern. Der FC gewinnt das Derby 3:2. Das sollte aber kein gutes Omen für das Duell am Samstag sein. Denn trotz des Erfolgs stiegen die Kölner am Ende der Spielzeit bekanntlich ab.
5. Februar 2002: Die Geschichte kann man sich nicht besser ausdenken. Im Jahr vor dem Derby hatte Arie van Lent seine Schuhe für einen guten Zweck versteigert. Doch jener gute Zweck hatte aus Gladbacher Sicht eine ärgerliche Nebenwirkung. Denn der Niederländer wollte einfach nicht mehr so richtig treffen. Fast ein halbes Jahr wollte ihm am Bökelberg kein Treffer mehr gelingen. Der Fan, der die Schuhe ersteigert hatte, hatte eine Idee. Van Lent bekam ein Paket mit den alten Schuhen und dem Wunsch diese zu tragen. Der Stürmer tat wie geheißen und erzielte prompt einen Hattrick beim 4:0-Erfolg der Borussia.
31. Januar 2004: Wie es geht testete Lukas Podolski schon wenige Wochen zuvor in der A-Jugend. Dort traf der Stürmer gegen Gladbach. Nun spielte der 18-Jährige sein erstes Derby bei den Profis und war erneut erfolgreich. Der FC gewann 1:0.
19. Juli 2015: Sieben lange Jahre musste die Kölner Anhänger auf einen Derbysieg warten. Nun aber wurde die Begegnung zum Schicksalsspiel aus Gladbacher Sicht. Denn Anthony Modeste erzielte den einzigen Treffer und brachte den Fohlen so die fünfte Niederlage in Folge bei. Für Lucien Favre zu viel. Der Trainer trat nach dem Derby zurück.
19. November 2016: In Gladbach hatten die Kölner acht Jahre nicht mehr gewonnen. Das sollte sich eine Woche nach dem Karnevalsbeginn ändern. Anthony Modeste gliche die Führung von Lars Stindl aus. Dann kam in der Nachspielzeit der große Auftritt von Marcel Risse. Der Schienenspieler platzierte in der Nachspielzeit einen Freistoß aus 25 Metern im gegnerischen Tor und avancierte zum Derbyhelden. Der Treffer wurde später zum Tor des Monats und anschließend zum Tor des Jahres gewählt.
11. März 2020: Eigentlich hätte die Begegnung bereits im Februar stattfinden sollen und wäre dann nicht zu einem bitteren Meilenstein geworden. Aufgrund einer Orkanwarnung wurde die Begegnung in den März verlegt. Doch auch dort fand sie nicht unter „regulären Bedingungen“ statt. Denn mittlerweile hatte das Corona-Virus viele Teile des öffentlichen Lebens lahm gelegt. Das Derby avancierte damit zum ersten Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte. Der FC unterlag den Fohlen 1:2.
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