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·11. Juni 2026

Das DFB-Debakel von Katar: So lief die WM 2022

Artikelbild:Das DFB-Debakel von Katar: So lief die WM 2022

Die WM 2022 in Katar war für die deutsche Nationalmannschaft aus mehreren Gründen ein Debakel. Wir blicken zurück auf die umstrittene Weltmeisterschaft 2022.

Die Weltmeisterschaft 2022 in Katar sollte für die deutsche Nationalmannschaft den Neustart nach mehreren enttäuschenden Turnieren markieren. Nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 und dem frühen Achtelfinal-Aus bei der EURO 2021 sollte unter Hansi Flick wieder der Erfolg einkehren. Am Ende kam aber alles ganz anders. Wir blicken auf die letzte WM 2022 und schauen, was beim DFB schief lief.


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Keine WM-Euphorie und Diskussionen im Vorfeld

Nach dem frühen Ausscheiden bei der EURO 2021 endete die Ära Löw beim DFB und Hansi Flick folgte als Cheftrainer. Der einstige Co-Trainer von Löw führte die Mannschaft souverän durch die Qualifikation zur WM-Teilnahme.

Doch schon in den Wochen vor dem ersten Anpfiff stand die Weltmeisterschaft 2022 weniger wegen des Sports als wegen politischer und gesellschaftlicher Debatten im Fokus. Der Gastgeber Katar war aufgrund von Menschenrechtsfragen, der Situation von Gastarbeitern und Meinungsfreiheit international umstritten.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion um die sogenannte „OneLove“-Kapitänsbinde, mit der mehrere europäische Verbände ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen wollten. Kurz vor Turnierbeginn kündigte die FIFA jedoch sportliche Sanktionen gegen Spieler an, die die Binde tragen würden, worauf auch die deutsche Mannschaft verzichtete.

Diese Debatten überschatteten die Vorbereitung und letztlich auch den Turnier-Auftakt.

Führungsspieler bleiben blass

Zwar gehörte Deutschland im Vorfeld nicht zum engsten Kreis der Titelanwärter, doch viele Experten sahen die Mannschaft zumindest auf Augenhöhe mit Nationen wie England, den Niederlanden oder Portugal.

Vor allem die offensive Qualität machte Hoffnung. Spieler wie Kai Havertz, Serge Gnabry, Leroy Sané, Thomas Müller und der junge Jamal Musiala sollten für die nötige Durchschlagskraft sorgen. Gleichzeitig verfügte Deutschland mit Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan über erfahrene Führungsspieler. Aber vor allem die beiden letztgenannten Akteure konnten diese Rolle bei der WM in Katar nur phasenweise ausfüllen.

Von der Auftaktniederlage zum Vorrunden-Aus

Deutschland startete in die WM 2022 mit einer 1:2-Niederlage gegen Japan. Trotz klarer Überlegenheit und früher Führung durch Ilkay Gündogan kippte das Spiel in der Schlussphase, als Japan zwei schnelle Angriffe konsequent ausnutzte. Damit stand die DFB-Elf schon nach dem ersten Spiel unter Druck.

Gegen Spanien hieß es also: Verlieren verboten! Entsprechend zeigte Deutschland in Spiel eine mutigere Leistung gegen die favorisierten Spanier. Nach dem Rückstand durch Álvaro Morata blieb die Mannschaft im Spiel und erkämpfte sich durch Niclas Füllkrug kurz vor Schluss ein 1:1, das die Minimalchance auf das Weiterkommen offenhielt.

Im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica ging es dann um alles – es musste ein Sieg her und Japan durfte nicht gegen Spanien gewinnen. Deutschland gewann zwar mit 4:2, musste jedoch lange zittern. Letztlich reichte der Sieg nicht, da Japan überraschend gegen Spanien gewann. Deutschland landete aufgrund der Tordifferenz auf Rang drei und schied zum zweiten Mal in Folge in der Vorrunde einer WM aus.

Messi krönt seine Karriere mit dem WM-Titel

Während das Turnier für Deutschland schon beendet war, ehe ein Hauch von WM-Euphorie aufkam, sorgten Argentinien und Frankreich für ein spektakuläres Finale.

Das Endspiel entwickelte sich zu einem der dramatischsten WM-Finals der Geschichte. Nach einem 3:3 nach Verlängerung fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen. Argentinien behielt die Nerven und gewann seinen dritten Weltmeistertitel nach 1978 und 1986.

Damit krönte Lionel Messi seine unglaubliche Karriere mit dem wichtigsten Titel im Weltfußball.

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