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·22. Februar 2026

Das Fell der Wölfe ist verteilt! FC Bayern Frauen vor erneuter Meisterschaft

Artikelbild:Das Fell der Wölfe ist verteilt! FC Bayern Frauen vor erneuter Meisterschaft

Die FC Bayern Frauen gewinnen den Bundesliga-Kracher gegen den VfL Wolfsburg mit 4:1 am heimischen Campus. Nach einem frühen Rückstand drehte man in der zweiten Halbzeit nochmal richtig auf und Damnjanović sorgte mit zwei Treffern für das Comeback der Bayern Frauen.

Nach der kurzfristigen Absage der ursprünglich für letzten Montagabend terminierten Auswärtspartie der FC Bayern Frauen bei Werder Bremen – der Platz war nicht bespielbar wegen starken Schneefalls – nutzten die Doublesiegerinnen die unverhoffte Pause für eine intensive Trainingswoche. Der Fokus richtete sich dabei voll auf das anstehende 50. Bundesliga-Aufeinandertreffen mit dem VfL Wolfsburg.


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Der Start ins neue Jahr verlief für die Münchnerinnen nahezu perfekt: Drei Partien, drei Siege. Ein souveränes 3:0 gegen RB Leipzig, ein überzeugendes 4:1 beim SC Freiburg sowie ein klares 6:0 gegen Carl Zeiss Jena unterstreichen die starke Frühform. Mit entsprechend breiter Brust gingen die Deutschen Meisterinnen in das Gipfeltreffen.

Die Wölfinnen mussten im letzten Bundesligaspiel vor dem direkten Duell mit den Münchnerinnen einen Rückschlag verkraften: Gegen den Tabellenvorletzten aus Essen reichte es für das Team von Stephan Lerch trotz einer Führung in der vierten Minute lediglich zu einem 1:1. In der Tabelle wuchs der Abstand auf die FC Bayern Frauen dadurch auf elf Zähler an – wobei der VfL noch ein Spiel weniger absolviert hat.

International präsentierten sich die Niedersächsinnen hingegen deutlich stabiler. In den Play-offs zur Qualifikation für das Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League traf das Team auf Juventus Turin. Nach einem 0:2 im Hinspiel kämpften sich die Wolfsburgerinnen eindrucksvoll zurück – der späte Ausgleich durch Sarai Linder hielt die Hoffnung am Leben, ehe ein hart erarbeiteter 2:0-Sieg im Rückspiel vergangene Woche den Einzug in die nächste Runde perfekt machte.

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FC Bayern Frauen nach wildem Beginn im Hintertreffen

José Barcala veränderte sein Team im Vergleich zum Duell in Jena auf drei Positionen. Giulia Gwinn rückte wieder rechts in die Innenverteidigung, Magdalena Eriksson verteidigte innen neben Kapitänin Viggósdóttir und Klara Bühl rückte zurück auf ihre etatmäßige Position auf der linken Außenbahn. Für das Trio nahmen Carolin Simon, Vanessa Gilles und Edna Imade auf der Bank Platz.

Das Topspiel, erneut begleitet von Zuschauerprotesten gegen Montagsspiele, begann schwungvoll und intensiv. Man merkte beiden Teams die Bedeutung der Partie an, beide Sturmreihen versuchten sich in einem hohen Pressing.

Ein Fehlpass von Jovana Damnjanović hätte in der neunten Minute beinahe die Führung für die Wolfsburgerinnen eingeleitet. Ein Rückpass auf Torfrau Ena Mahmutovic gerat zu kurz, Ex-Münchnerin Beerensteyn roch den Braten, konnte das Leder aber nicht erreichen. Wenige Minuten später stand die Serbin auf der „richtigen“ Seite im Fokus als sie nach einem Konter und klugem Zuspiel von Pernille Harder die Chance zur Führung hatte. Der Angreiferin fehlte in dieser Situation  zum Leidweisen der Anhänger allerdings das nötige Zielwasser – ihr Abschluss frei vor Johannes war zu unplatziert.

In der 16. Minute belohnten sich die Wölfinnen für den guten Start: Wolfsburg kam mit viel Tempo und Bussy scheiterte mit ihrem ersten Abschluss, aber die FCB-Verteidigung konnte den Ball nicht richtig klären. Dadurch kam Kessya Bussy halblinks aus kurzer Distanz wieder zum Ball und schoss zur 1:0 Führung für die Wolfsburgerinnen ein.Im Anschluss sah Stanway nach einem Foul an der Mittellinie bereits früh im Spiel die gelbe Karte. Das Spiel blieb hochintensiv und phasenweise wild. Auf Seiten des FC Bayern fehlte es an der gewohnte Ruhe am Ball und am dominanten Ballbesitzspiel. Die Gäste aus der Autostadt setzten die Münchnerinnen immer wieder früh unter Druck und die dynamische Angriffsreihe ohne Routinier Alexandra Popp sorgte häufig für Chaos und Unruhe in der Münchner Abwehrkette.

Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die FC Bayern Frauen deutlich dominanter und hatten in der 38. Minute die große Chance zum Ausgleich. Bühl tankte sich auf dem linken Flügel durch und Tanikawa konnte nach ihrer Hereingabe zentral im Sechzehner nur noch den Fuß reinstellen, aber kam nicht wirklich zum Schuss. Die Kugel rollte knapp am langen Pfosten vorbei.

Die Münchnerinnen erhöhten immer mehr den Druck auf den Ausgleich, aber kamen nicht mehr zu weiteren Topchancen vor der Pause. So ging es mit einem ungewohnten 0:1-Rückstand in die Halbzeit.

FC Bayern Frauen komplett entfesselt in Hälfte zwei

Beiden Teams kamen unverändert aus der Pause und der FC Bayern blieb am Drücker. In der 54. Minute dann der große Bock von Gäste-Keeperin Stina Johannes! Jovana Damnjanović sprang in den Abstoß der Torfrau hinein, blockte den Ball und konnte anschließend ins leere Tor einschieben.

Wenige Augenblicke später dann der Doppelschlag von Jovana Damnjanović: Kett machte es schnell über den linken Flügel und flankte präzise Richtung zweiten Pfosten, wo Damnjanović freistehend nur noch aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung einschieben musste.

Ein Angriff nach dem anderen rollte nun auf das Tor der Wölfinnen zu. In der 62. Minute brachte Gwinn die Kugel von rechts mit Tempo direkt vor das Tor und Pernille Harder schoss an den rechten Innenpfosten. Der Ball prallte auf die Linie und Huth konnte anschließend in letzter Sekunde klären.

Drei Minuten später hatte Harder die Chance auf die Vorentscheidung! Sie lief komplett allein auf Stina Johannes zu, scheiterte dann aber aus halblinker Position an der VfL-Keeperin. Die Bayern Frauen agierten in dieser zweiten Halbzeit komplett entfesselt und überrollten die Wolfsburgerinnen phasenweise komplett.

So war es dann Georgia Stanway, die in der 70. Minute für die Vorentscheidung sorgte: Tanikawa nahm die Kugel zentral vor den Strafraum mit und bediente dann Stanway, die von halblinks aus zwölf Metern den Ball ins lange Eck jagte. Wolfsburg war völlig von der Rolle und die Bayern blieben auf dem Gaspedal.

Es sollte also noch härter kommen für die Wolfsburgerinnen: Zehn Minuten vor dem Ende scheiterte Stanway scheitert aus spitzen Winkel an Johannes, die den Ball nur abprallen lassen konnte. Bühl nutzte diese zweite Chance und drosch den Ball per Drehschuss ins Tor der Gäste zur 4:1-Führung. Das sollte zugleich auch das letzte Highlight in einem wilden Topspiel sein und die Bayern gewannen am Ende völlig verdient mit 4:1.

Mit diesem Sieg im Topspiel scheint das Meisterschaftsrennen bereits im Februar entschieden und das Fell des Bären ist verteilt. Für die Bayern Frauen stehen nun vier Auswärtsspiele hintereinander an. Am heimischen Campus wird erst wieder in rund fünf Wochen gegen den 1. FC Nürnberg gespielt. Das nächste Spiel für die Münchnerinnen findet am 11. März in Hamburg statt. Dort trifft man dann im Pokal-Viertelfinale auf den HSV.

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