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Philipp Overhoff·26. September 2026
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Philipp Overhoff·26. September 2026
Spanien ist ohne jeden Zweifel DIE dominierende Fußballnation der letzten Jahre. Die Iberer sind Europameister im U19-Bereich sowie Europa- und Weltmeister im Herrenbereich. Nach einer Dürreperiode zwischen 2012 und 2024 haben sich die Spanier ihren Status als ultimatives Powerhouse des 21. Jahrhunderts eindrucksvoll zurückgeholt.
Fast noch beeindruckender ist die Tatsache, dass der Furia Roja dieses Kunststück ohne einen absoluten Top-Stürmer gelang. Beim EM-Titel 2024 spielte ein etwas in die Jahre gekommener Álvaro Morata in vorderster Front, bei der vergangen WM war es Mikel Oyarzabal – ein falscher Neuner von Real Sociedad, der in seiner Karriere noch nie außerhalb des Baskenlandes gekickt hat.
Um das klarzustellen: Sowohl Morata als auch Oyarzabal sind unterschätzte Spieler von internationalem Format. Zu den Besten auf ihrer Position gehören sie allerdings nicht.
Für das ultradominante spanische Spiel war das auch gar nicht nötig. Zu ballsicher ist das spanische Mittelfeld, zu perfekt das Gegenpressing strukturiert. So manch ein Beobachter dürfte sich dennoch gefragt haben, wie verdammt gut diese Mannschaft eigentlich wäre, wenn sie einen Angreifer wie Erling Haaland in ihren Reihen hätte.
Nun ja, von der Wahrwerdung dieses Gedankenspiels sind wir noch ein gutes Stück weit entfernt. Trotzdem geht am spanischen Stürmer-Himmel aktuell ein Stern auf, der heller scheinen könnte als seine Vorgänger der vergangenen Jahre. Die Rede ist dabei von Roberto Fernández.
Der 24-Jährige steht aktuell bei Espanyol Barcelona unter Vertrag und startete dort brandheiß in die neue Saison. In bislang sieben Ligaspielen erzielte er für den kleinen katalanischen Klub satte sechs Tore. Seine sieben Treffer aus der Vorsaison dürfte Fernández schon kurz nach der Länderspielpause knacken.
📸 Alex Caparros - 2026 Getty Images
Apropos Länderspielpause: In der aktuellen Abstellungsperiode geht der Senkrechtstarter zum allerersten Mal für die spanische Nationalelf an den Start. In der Nations League trifft die Mannschaft von Luis de La Fuente zweimal auf Kroatien sowie auf England und Tschechien. Fernández wird sich dort ein erstes Mal beweisen und um einen Platz in der Sturmspitze konkurrieren dürfen.
Klar ist auch: Im Duell mit Oyarzabal und dem WM-Final-Helden Ferran Torres ist der Newcomer erst einmal der klare Herausforderer. Trotzdem hat er einen potenziell entscheidenden Vorteil auf seiner Seite: Er besitzt mit 1,86m ein durchaus stattliches Gardemaß und ist damit größer und zudem kompakter als seine Angreiferkollegen. Spanien kommt damit zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder in den Genuss, einen "klassischen Neuner" in seinen Reihen zu haben. Einen Neuer, der über ein solides Kopfballspiel verfügt und auch nach Flanken eine Gefahr darstellen kann.
"Was Roberto angeht, so macht er sich hervorragend und entspricht genau dem Typ Mittelstürmer, den wir suchen", erklärte ein begeisterter de La Fuente bei der Nominierung. "Er passt zu unserem Spielstil und unserer Spielphilosophie."
Sollte Fernández seine starke Form aus dem Verein also auch im Nationaldress konservieren und sich außerdem in das bereits bestens funktionierende Teamgefüge einfinden, könnte der amtierende Welt- und Europameister tatsächlich um eine weitere Waffe reicher werden. Das ist doch einfach nur unfair...
📸 Alex Caparros - 2026 Getty Images







































