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·13. Juli 2026
Das macht Leverkusen-Fans Mut: Martínez bringt Sorgenkind das Lachen zurück

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·13. Juli 2026

Nur die wenigsten Experten hätten wohl vor wenigen Wochen noch darauf gewettet, dass Victor Boniface in der Saison 2026/27 noch einmal eine ernsthafte Rolle im Kader von Bayer 04 Leverkusen spielen könnte. Doch der 25-jährige Nigerianer scheint fest entschlossen zu sein, das Ruder noch einmal herumzureißen. Bereits seit über drei Wochen – und damit deutlich früher als der Rest der Mannschaft – schuftet der wuchtige Mittelstürmer unterm Bayer-Kreuz im Einzeltraining an seiner Fitness. Pünktlich zum offiziellen Start der Leistungstests kam es nun zum ersten persönlichen Aufeinandertreffen zwischen dem Sturm-Rückkehrer und dem neuen Leverkusener Cheftrainer Carles Martínez. Die Bilder des Tages sprachen Bände: Eine herzliche Umarmung zur Begrüßung und ein strahlender Boniface, der nach schweren Monaten endlich wieder sein Lachen gefunden zu haben scheint.
Dass die gute Laune auf dem Trainingsplatz mehr als nur eine Momentaufnahme ist, bestätigt auch Geschäftsführer Sport Simon Rolfes. Gegenüber der Bild zeigte sich der 44-Jährige angetan vom Einsatzwillen seines Sorgenkinds: "Ich spüre bei Boni eine große Motivation. Er hat nach der Knie-OP im Januar wieder Vertrauen in seinen Körper gefunden. Das ist die Grundvoraussetzung, um sich wieder in eine sehr gute Form zu bringen – und das ist erst mal für ihn das Wichtigste.“Diese harte Arbeit an der Basis ist nach den extrem bitteren vergangenen zwei Jahren auch dringend nötig. Nach der historischen Meistersaison 2023/24, in der Boniface die Liga phasenweise nach Belieben dominierte und in 23 Spielen überragende 14 Tore beisteuerte, folgte ein rasanter sportlicher Absturz, der von enorm viel Pech begleitet wurde. Ein Autounfall im Herbst 2024 bremste ihn nach einem eigentlich starken Saisonstart unsanft aus. Im darauffolgenden Jahr scheiterten zudem gleich zwei anvisierte Transfers zu Al-Nassr und der AC Mailand. Den bisherigen fußballerischen Tiefpunkt erlebte der Angreifer schließlich während seiner Leihe zum SV Werder Bremen in der abgelaufenen Saison 2025/26. Diese war von anhaltenden Knieproblemen, einer Operation im Januar 2026 und deutlichen Gewichtsproblemen überschattet. Für die Hanseaten stand Boniface am Ende lediglich in elf Spielen in der Bundesliga auf dem Rasen und blieb dabei komplett ohne eigenen Torerfolg.
Trotz des aktuellen Trainingseifers bleibt die sportliche Perspektive von Boniface in Leverkusen ungewiss. Sein Vertrag läuft zwar noch bis zum Sommer 2028, doch im Sturmzentrum plant die Werkself derzeit primär mit Patrik Schick. Ein endgültiger Abschied in dieser Transferperiode ist daher keinesfalls vom Tisch. Simon Rolfes hält sich bezüglich einer Prognose bewusst bedeckt, lässt die Tür für ein sensationelles Comeback aber einen Spaltbreit offen: "Wir alle wissen, was Boni in der Meistersaison für uns geleistet hat. Ich wünsche ihm, dass er schnell wieder bessere Tage erlebt. Mit jeder Trainingswoche soll Boni in der Vorbereitung Schritt für Schritt vorankommen. Alles Weitere werden wir dann sehen.“
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