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·4. Oktober 2026
„Das scheiß Tor nicht gemacht“: Wirtz bringt den DFB-Frust auf den Punkt

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Die deutsche Nationalmannschaft hat beim 0:0 in Thessaloniki trotz klarer Spielkontrolle den nötigen Treffer verpasst. Der Viertelfinaleinzug bleibt möglich, doch gegen die Niederlande ist Deutschland nun auf einen Sieg angewiesen.
Florian Wirtz (Nummer 17) im Zweikampf mit Griechenlands Christos Zafeiris beim Nations-League-Spiel am 4. Oktober 2026 im Toumba-Stadion in Thessaloniki. (Copyright AFP/Sakis Mitrolidis)
Jürgen Klopp setzte zum zweiten Mal in Folge auf Jonas Urbig im Tor. Einen Stammplatz bedeutete das nicht, wie der Bundestrainer vor dem Anpfiff betonte: „Das hat mit dem Nummer-eins-Status nichts zu tun.“ Der Bayern-Keeper empfahl sich dennoch früh: Nach 63 Sekunden parierte er einen Kopfball von Georgios Masouras und verhinderte so den Rückstand.
Griechenland verteidigte meist kompakt und tief. Deutschland fand wiederholt Räume, kam aber zu selten in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Florian Wirtz hatte in der achten Minute seine erste auffällige Szene, spielte zunächst jedoch häufig weit entfernt vom gegnerischen Tor. Auch Lennart Karl, Jonathan Burkardt und David Raum, die neu in die Mannschaft rückten, taten sich gegen den Abwehrblock schwer. Karl blieb insgesamt unter seinen Möglichkeiten.
Für mehr Zug nach vorn sorgte Derry Scherhant. Der Angreifer hielt auf der linken Seite die Breite und setzte sich mit Dribblings und Abschlüssen in der 22. und 43. Minute in Szene. Wirtz kam nach einer Spielverlagerung zum Kopfball, traf in der 20. Minute aber Burkardt am Kopf. Raum verfehlte fünf Minuten später nach einem einstudierten Freistoß.
Deutschland fehlte häufig der letzte präzise Pass. Als Scherhant Burkardt schließlich in aussichtsreicher Position bediente, schien die Führung gefallen. Der Treffer wurde jedoch wegen eines Handspiels von Tom Bischof im Mittelfeld aberkannt.
Zur Pause hatte Deutschland bei den Torschüssen mit 13:1 klar die Nase vorn – auf der Anzeigetafel stand trotzdem ein 0:0. Florian Wirtz brachte den Frust nach dem Spiel bei RTL auf den Punkt: „Wir haben ziemlich viel Druck aufgebaut, aber das scheiß Tor nicht gemacht. Das ist ärgerlich.“ Zugleich verwies er darauf, dass die Mannschaft erst seit einer Woche zusammen sei: „Es ist wirklich nicht alles schlecht.“
Auch nach dem Seitenwechsel kam Griechenland zunächst zu einer Kopfballchance. Danach wurde das Spiel körperlicher und ausgeglichener. Die deutsche Führung blieb dennoch möglich.
Philipp Treu hatte sie in der 56. Minute auf dem Fuß, entschied sich aus kurzer Distanz aber gegen den direkten Abschluss und für den Querpass. Auch Scherhant nutzte seine Gelegenheit in der 64. Minute nicht. Klopp brachte mit Said El Mala und Nick Woltemade weitere Offensivkräfte. Eine späte Chance Treus in der 86. Minute blieb ebenfalls ungenutzt. Mit jeder vergebenen Möglichkeit wuchs die Anspannung, während Griechenland den Punktgewinn verteidigte.
Griechenland und die Niederlande liegen damit weiterhin jeweils drei Punkte vor Deutschland. Im November stehen für die DFB-Auswahl die Partien in Serbien am 13. November in Belgrad und gegen die Niederlande am 16. November in Berlin an. Für den Viertelfinaleinzug wird das Duell mit den Niederlanden zum Schlüsselspiel.
Die umfangreichen personellen Tests dürften vorerst enden. Das Casting mit zwei Aufgeboten und insgesamt 44 Nominierten soll eine Ausnahme bleiben. Im November will Klopp mit einem engeren Kader arbeiten und Rollen sowie Stammplätze klarer festlegen.
Von verfrühter Euphorie hält der Bundestrainer wenig. Sie sei wie eine Wunderkerze, sagte Klopp: „Schön, aber auch schnell wieder aus.“
Fakten zum Spiel:







































