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·29. August 2026
Das Spiel gegen Würzburg offenbart, was dem FC zurzeit so richtig fehlt

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Erik Stalleicken
29 August, 2026
Lange tat sich der 1. FC Köln gegen die Würzburger Kickers schwer. Gegen den tief stehenden Drittligisten fand der FC vor allem in der ersten Halbzeit nur wenig Lösungen, um die kompakte Defensive zu überwinden. Erst nach der Pause gelang es den Kölnern, insbesondere durch Doppelpacker Isak Johannesson, die Partie zu drehen. Dass die Kickers kurz vor Schluss nur das Aluminium trafen und dem FC damit das Weiterkommen ermöglichten, passte zu einem Abend, an dem der Bundesligist lange eher Kontrolle als echte offensive Durchschlagskraft zeigte. Das Pokalspiel offenbarte damit eine Qualität, die dem FC gegen einen tiefen Block derzeit noch fehlt: Kreative Qualität im letzten Drittel.
René Wagner hat in der Offensive den richtigen Schlüssel noch nicht gefunden
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Eine Entwicklung, die nicht erst seit Montag zu beobachten ist. Bereits im Verlauf der vergangenen Saison zeigte sich immer wieder, dass der FC nur schwer zu klaren Chancen kam. Oftmals beschränkte sich das Offensivspiel auf lange Bälle und Einzelaktionen von Said El Mala. Aktionen, die zwar einzelne Situationen auflösten, sich jedoch nur begrenzt als dauerhaftes Mittel eigneten. Sobald die Räume rund um den Strafraum enger wurden, mangelte es den Domstädtern an kreativen Momenten, die eine kompakte Defensive aus ihrer Ordnung bringen konnten. Besonders gegen einen tiefen Block braucht es deshalb Spieler, die im letzten Drittel kreative Lösungen finden.
Das gesuchte Profil lässt sich dabei ziemlich klar skizzieren. Ein solcher Offensivspieler müsste selbst Räume schaffen können, anstatt ausschließlich bereits vorhandene zu bespielen. Dazu gehören Fähigkeiten im Eins-gegen-eins, Dynamik mit Ball und progressive Läufe, aber auch nach einem erfolgreichen Dribbling oder Raumgewinn die richtige Entscheidung zu treffen. Er sollte selbst in gefährliche Räume vorstoßen, gleichzeitig aber auch seine Mitspieler in Szene setzen können. Besonders gegen tief stehende Gegner ist so ein Spielertyp essenziell, da ein gewonnener Zweikampf oder gefährlicher Pass den Defensivverbund zu einer Reaktion zwingt und so die Struktur auflöst. Gesucht ist also nicht zwangsläufig ein Zehner, sondern vielmehr ein Offensivspieler, der durch Einzelaktionen Chancen kreiert.
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Ein Spieler, der genau diese Fähigkeiten mitbringt, ist seit Wochen Gesprächsthema rund ums Geißbockheim. Mikey Moore von Tottenham Hotspur zeigte in der vergangenen Saison bei den Glasgow Rangers, dass er besonders im letzten Drittel auf verschiedenen Wegen gefährliche Situationen kreieren kann. 5,16 Dribblings pro 90 Minuten stehen für einen Spieler, der regelmäßig das direkte Duell sucht und dieses mit 2,52 erfolgreichen Dribblings auch häufig gewinnt. Auch gegen einen tiefen Block kann Moore so die gegnerische Defensivreihe vor Probleme stellen. Dazu gewann er 4,00 seiner 11,49 Offensivduelle und kam auf 3,42 progressive Läufe pro 90 Minuten. Seine Qualität liegt also insbesondere darin, mit und ohne Ball am Fuß Raum zu gewinnen. Gegen einen tiefen Block kann genau das ein entscheidendes Mittel sein um Räume zu schaffen und den gegnerischen Defensivverbund aus der Reserve zu locken.
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Seine weiteren Werte untermauern, dass er regelmäßig selbst in den gefährlichen Raum kommt aber auch den entscheidenden Pass spielen kann. 3,73 Ballberührungen im gegnerischen Strafraum pro 90 Minuten zeigen, dass seine Aktionen insbesondere in den entscheidenden Räumen stattfinden. Gleichzeitig spielte er 1,94 erfolgreiche Pässe in den Strafraum und 1,98 erfolgreiche Zuspiele ins letzte Drittel. Seine Kreativität beschränkt sich also nicht darauf selbst an dem Gegenspieler vorbeizukommen. Der Youngster kann den gewonnen Raum auch nutzen um seine Mitspieler in Szene zu setzen. Ein Gesamtpaket, das insbesondere in diesem jungen Alter extrem selten ist.
Das Profil könnte also genau das liefern, was der FC gegen Würzburg schmerzlich vermisste. Ob es am Ende allerdings tatsächlich Moore wird, steht auf einem anderen Blatt. Die grundsätzliche Einigung über eine Leihe nach Köln soll bereits seit Wochen bestehen. Nach wie vor fehlt die Freigabe von Spurs-Coach Roberto De Zerbi. Ein Blick auf die Optionen im Kader zeigt: Eine externe Verstärkung wäre durchaus sinnvoll.
Auch wenn Spieler wie Linton Maina, Isak Johanneson, Jan Thielmann, Said El Mala und auch Neuzugang Reigan Heskey einen Teil der Attribute abdecken können, gehört zur Wahrheit auch, dass abgesehen von El Mala keiner der genannten in diesem Bereich bislang überzeugen konnte. Das könnte durchaus ein Argument dafür sein, sich noch einmal nach einer Verstärkung umzusehen. Nicht zwingend nach Moore – aber definitiv nach einem Spieler, der dem FC genau das geben kann, was gegen Würzburg erneut sichtbar fehlte.
Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.
Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.
Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.







































