RB Leipzig
·17. August 2026
„Davon habe ich geträumt“ – Maartens Geduld zahlt sich aus

In partnership with
Yahoo sportsRB Leipzig
·17. August 2026

Was macht einen großen Torwart aus? Schnelle Reflexe, ein gutes Stellungsspiel und der nötige Mut, sich selbst in die härtesten Schüsse hineinzuwerfen – das dürften einige der häufigsten Antworten sein. Doch eine Qualität gerät dabei schnell in Vergessenheit: Geduld.
Davon bringt Maarten Vandevoordt reichlich mit. Schon als RB Leipzig im April 2022 seine Verpflichtung bekannt gibt, weiß der Belgier, dass bis zu seinem Wechsel an den Cottaweg noch mehr als zwei Jahre vergehen werden. Erst im Sommer 2024 verlässt er seinen Ausbildungsclub KRC Genk und schließt sich den Roten Bullen an.
Auch in Leipzig muss Maarten zunächst warten. Mit Péter Gulácsi steht eine RBL-Legende vor ihm, gleichzeitig sammelt der Belgier seine ersten Einsätze und arbeitet an seiner Chance.

In diesem Sommer wechselt Pete zum FC Villarreal. Mit Ørjan Nyland kommt ein international erfahrener Keeper zurück nach Leipzig – und für Maarten beginnt ein neues Kapitel.
„Das ist es, wofür du arbeitest und dich quälst. Davon habe ich geträumt, als ich ein kleiner Junge war. Ich wollte es, und ich will es nun festhalten“, sagt der 24-Jährige im Interview mit dem kicker über seine neue Rolle.
Zwei gemeinsame Jahre mit Pete hinterlassen dabei Spuren. Maarten nimmt nicht nur dessen Ruhe und Erfahrung mit, sondern arbeitet mit dem Ungarn auch an den kleinen Details seines Spiels.
„Etwa, wann ich bei welchen Schüssen welche Hand nehmen sollte, damit die Chance, den Ball zu halten, noch größer ist. Da hat mir Pete einiges gezeigt“, erzählt Maarten. Eine weitere Lektion seines langjährigen Teamkollegen passt perfekt zu seinem bisherigen Weg: Ein Torwart braucht Geduld.

Dass Maarten überhaupt im Tor landet, ist lange nicht selbstverständlich. In seiner Jugend spielt er zunächst auf dem Feld, ehe er ein Probetraining als Keeper beim KRC Genk absolviert. Als der belgische Proficlub ihn anschließend verpflichten möchte, darf er sogar selbst entscheiden: Feld oder Tor?
Mit zwölf Jahren fällt die Wahl endgültig auf die Handschuhe.
Seine Vergangenheit als Feldspieler passt zu der Art, wie Maarten seine Position heute interpretiert. Er liebt es nach eigener Aussage, „mit dem Fuß hinten rauszuspielen, hoch zu stehen und so meinen Kollegen als Anspielstation zu dienen.“
Ein Keeper prägt ihn dabei besonders: Manuel Neuer.
„Sein Torwart-Stil, die Art, wie er mitspielt und Situationen liest, ist unglaublich“, schwärmt Maarten über sein großes Vorbild.

Auch zu einem anderen der besten Keeper seiner Generation hat Maarten bereits einen direkten Bezug. Gemeinsam mit Thibaut Courtois gehört er schon zum Aufgebot der belgischen Nationalmannschaft, auf sein Debüt für die Red Devils wartet der 24-Jährige allerdings noch.
Bei der Weltmeisterschaft 2026 verpasst Maarten den Sprung in den finalen Kader. Nun möchte er sich mit seinen Leistungen bei RBL wieder für sein Heimatland empfehlen.
Und falls es dafür noch etwas Zeit braucht? „Wenn ich Geduld brauche, dann werde ich sie haben.“
Passender könnte Maarten Vandevoordt seine Geschichte wohl kaum zusammenfassen.
Mehr entdecken







































