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·31. Juli 2026

db24-Tippexperte Gebhart: "Ich schaue nicht zurück, sondern hoffe..."

Artikelbild:db24-Tippexperte Gebhart: "Ich schaue nicht zurück, sondern hoffe..."

VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)

Als db24 Timo Gebhart (37) am Handy erreicht, sagt er scherzhaft – vermutlich in Anspielung darauf, dass die Löwen den einen oder anderen Ehemaligen zurückgeholt haben: „Ich warte noch auf den Anruf von 1860. Bei mir müssen noch 20 Kilo runter, dann bin ich wieder der Alte. Zum 5. Spieltag bin ich fit...“


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Dass die Sechzger unter anderem Aufstiegskapitän Felix Weber von der DJK Vilzing zurückgeholt haben, findet der frühere U21-Nationalspieler gut: „Ich denke, das ist eine geile Aktion. Er weiß wenigstens, wie man mit 1860 aus der Regionalliga aufsteigen kann.“

Gebhart selbst gehört zu den Aufstiegshelden von 2018. Seine Klasse und Erfahrung waren nach dem Jahrhundertabstieg wichtig, um die Löwen sofort zurück in den Profifußball zu führen. „Wir hatten eine sehr gute Regionalliga-Mannschaft. Sascha Mölders, Jan Mauersberger und auch ich haben der Mannschaft gerade in der Anfangsphase einen gewissen Halt gegeben. Dann wurde es irgendwann zum Selbstläufer.“ Einen großen Anteil daran hatte für Gebhart auch Trainer Daniel Bierofka: „Er hat uns viel gegeben – wir haben als Mannschaft für ihn gekämpft.“

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Die Regionalliga-Premiere im Sommer 2017 hat der gebürtige Memminger bis heute nicht vergessen. Sie fand ausgerechnet in seiner Heimatstadt statt – 1860 gewann mit 4:1, Gebhart erzielte das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0. „Das war schon ein besonderes Spiel“, erinnert sich der frühere Mittelfeldstratege. „Das Stadion ist von meiner Haustür nur fünf Minuten entfernt. Wir haben damals die ganze Euphorie im Verein aufgesaugt – die Fans konnten sich mit jedem Spieler identifizieren.“

Ausschlaggebend für die spätere Meisterschaft und den erfolgreichen Relegationskrimi gegen Saarbrücken war für Gebhart tatsächlich der Auftakt in Memmingen: „Das erste Spiel zu gewinnen, ist verdammt wichtig. Das ist wie bei einem Turnier: Wenn du eine starke Saison spielen willst, brauchst du gleich ein Erfolgserlebnis zum Start. Jeder im Verein ist davon ausgegangen, dass wir aufsteigen. Auch wir.“

Die Mannschaft von Alper Kayabunar will das Team von 2017/18 nun nachahmen – mit einem erfolgreichen Start in Schweinfurt (Samstag, 14.03 Uhr, db24-Ticker). Gebhart tippt für die db24-Allstars auf einen 2:1-Auswärtssieg der Löwen.

Dass 1860 derzeit ohne den Löwen auf dem Trikot aufläuft, bedauert Gebhart: „Sechzig verbindet man immer mit dem Löwen. Die Situation ist jetzt so, wie sie ist. Ich schaue nicht zurück, sondern hoffe einfach, dass alles gut wird. Auch wenn der Löwe jetzt fehlt, bleibt es trotzdem mein Verein. Ich werde in dieser Saison auf jeden Fall mal vorbeischauen.“Dass der Zuspruch für die Löwen trotz aller Turbulenzen ungebrochen ist, überrascht Gebhart nicht: „Das war schon immer so. Wenn es dem Klub am schlechtesten geht, dann waren die Fans immer da. 7.000 Dauerkarten – daran sieht man, wie stark 1860 ist. Und das alles, obwohl man sich in den vergangenen Jahren immer wieder selbst im Weg gestanden ist.“

Heute Abend um 19 Uhr spielt Gebhart für den guten Zweck in Möttingen (bei Nördlingen). Mit dabei sind unter anderem Sascha Mölders, Christian Träsch, Ailton, Naldo und Kevin Kuranyi. Eine aktive Rolle im Profifußball spielt Gebhart inzwischen nicht mehr. Stattdessen hat er mit „Zehners Merch“ ein Unternehmen für Werbeartikel gegründet.

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