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Moritz Oppermann·2. August 2026

De Bruyne 2.0?! Die Bundesliga bekommt einen neuen Zauberer

Artikelbild:De Bruyne 2.0?! Die Bundesliga bekommt einen neuen Zauberer

Perfekte Ballannahme, ein kurzer Blick nach oben, dann den Ball mit links am heranstürmenden Gegenspieler vorbeilegen, um nach zwei schnellen Schritten genügend Raum zu haben, um seine Mitspieler perfekt in Szene zu setzen.

Konstantinos Karetsas spielte für den KRC Genk in der vergangenen Saison mit seinem Signature-Move die gesamte belgische Liga schwindelig. Wird er das in wenigen Wochen auch mit der Bundesliga machen und dabei zum neuen Kevin De Bruyne avancieren?


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Einen 18-Jährigen mit dem wohl besten Premier-League-Assistgeber aller Zeiten zu vergleichen, scheint auf den ersten Blick vermessen. Jedoch nur auf den ersten Blick. Denn: Ganz sicher legt Borussia Dortmund laut 'Sky“ und den 'Ruhr Nachrichten“ nicht ohne Grund 32 Millionen Euro für den Teenager hin, der beim BVB bereits seinen Medizincheck absolviert haben soll. Laut den ‘Ruhr Nachrichten‘ soll sogar der Vertrag schon unterschrieben sein und die Verkündung sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. 

Karetsas bereitete in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend 18 Tore für Genk vor. Allein in der Jupiler Pro League legte er 13-mal auf und landete damit ligaweit auf dem zweiten Platz. Das schaffte nicht einmal ein Kevin De Bruyne, der in der Saison 2010/11 als 19-Jähriger wettbewerbsübergreifend „nur“ auf 17 Assists kam. Genau wie Karetsas spielte De Bruyne damals übrigens ebenfalls für Genk, ehe es ihn in die Bundesliga zog.

Als der belgische Superstar dann 2012 zu Werder Bremen wechselte, wurde er prompt zum Stammspieler und übernahm Verantwortung im grün-weißen Mittelfeld. Ähnliches verspricht sich der BVB von Karetsas.

„Er ist ein hochtalentierter junger Spieler, bei dem wir auch gar nicht extrem perspektivisch denken – auch, aber nicht nur. Mit seiner Qualität kann er sofort einen sportlichen Input bringen“, betonte BVB-Boss Lars Ricken gegenüber den 'Ruhr Nachrichten'.

Die angesprochene Qualität spiegelt sich beim Zehner ähnlich wie bei De Bruyne vor allem durch die enorme Übersicht, hohe Spielintelligenz, die Passgenauigkeit und eine starke Schusstechnik wider. Ganz identisch sind die beiden jedoch nicht.

Anders als der robuste und physisch starke De Bruyne hat Karetsas einen enorm tiefen Schwerpunkt. Mit gerade mal 1,71 Metern ist er deutlich wendiger und explosiver im Antritt. Genau das könnte laut seinem Ex-Trainer Thorsten Fink zum Problem werden.

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📸 JOHAN EYCKENS

„Er muss körperlich noch ein wenig drauflegen, denn in Dortmund muss man auch fighten können. Ich bin gespannt, wie er sich in der Bundesliga durchsetzt“, erklärt Fink im Gespräch mit dem 'kicker', angesprochen auf seinen Ex-Schützling.

Nahezu im selben Atemzug betonte er dann aber auch, wer da auf die Bundesliga zukommt: „Er hat die Qualitäten, um ein Top-Star zu werden.“ Das sehen die griechischen Fans bestimmt ganz ähnlich.

Der in Belgien geborene Karetsas entschied sich 2025, für das Heimatland seiner Eltern aufzulaufen. Am 20. März 2025 wurde er im Hinspiel der Nations-League-Playoffs gegen Schottland zum jüngsten griechischen Nationalspieler aller Zeiten.

Im Rückspiel schlenzte Karetsas die Galanolefki dann auch noch sehenswert weiter und löste Lamine Yamal als jüngster Nations-League-Torschütze der Geschichte ab. Stark.

Die Bundesliga scheint sich also wirklich auf einen verdammt talentierten Ball-Zauberer freuen zu dürfen. Wie effektiv und langfristig er sie verzaubert, wird die Zukunft zeigen


📸 JILL DELSAUX - Belgaimage

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