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·17. September 2026

Debüt mit Titel: Kily González gewinnt sein erstes Spiel mit Inter Miami und erklärt Messi zum Ballon-d’Or-Sieger

Artikelbild:Debüt mit Titel: Kily González gewinnt sein erstes Spiel mit Inter Miami und erklärt Messi zum Ballon-d’Or-Sieger

Ein Trainer, der in seinem ersten Spiel einen Titel gewinnt, hat allen Grund zur Euphorie. Christian „Kily“ González hat sie am Mittwochabend in Miami voll ausgelebt. Nach dem 2:0 gegen Cruz Azul in der Campeones Cup erklärte der neue Coach von Inter Miami, Lionel Messi habe ihm versprochen, ihn zum Meister zu machen, und Wort gehalten. Und er legte nach: Der Ballon d’Or müsse in diesem Jahr an Messi gehen, es gebe niemanden wie ihn.

Das 100. Tor, der 48. Titel

Die Zahlen des Abends sind selbst für Messi-Verhältnisse bemerkenswert. In der 24. Minute köpfte der 39-Jährige eine Flanke von Luis Suárez zum 1:0 ein, sein 100. Tor für Inter Miami im 115. Spiel, schneller als je zuvor in seiner Karriere, bei Barcelona hatte er dafür 188 Partien gebraucht. In der 81. Minute legte er per Ecke für Casemiro auf, der ebenfalls per Kopf traf. Es war Messis 929. Karrieretor, sein 36. in einem Finale und am Ende sein 48. Titel, der vierte mit Miami. Die Campeones Cup, das jährliche Duell zwischen den Meistern der MLS und der Liga MX, hatte der Klub noch nie gewonnen.


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Für González kam der Erfolg zur rechten Zeit. Inter Miami hatte ihn Ende August als Nachfolger von Guillermo Hoyos verpflichtet, Probleme mit der Arbeitserlaubnis verzögerten seinen Amtsantritt jedoch bis zu diesem Spiel. Die Mannschaft war zuvor drei Partien ohne Sieg geblieben, in der CONCACAF Champions Cup und im Leagues Cup ausgeschieden und liegt in der Eastern Conference als Zweiter neun Punkte hinter der Spitze. Der Titel, so González, sei ein enormer Schub für die Moral.

Die Ballon-d’Or-Forderung

Auf Messi angesprochen, ließ der Argentinier keinen Zweifel. Man müsse sein Alter bedenken, die WM, die er gespielt habe, und das, was er über den Fußball hinaus verkörpere, es sei nur gerecht, wenn er gewinne. Rodrigo De Paul, Messis langjähriger Mitspieler in Klub und Nationalteam, schlug in dieselbe Kerbe: Was Messi liefere, sei zur Normalität geworden, sei es aber nicht, man müsse ihn genießen, solange man könne.

Messi steht tatsächlich auf der 30er-Shortlist, die France Football am 8. September veröffentlicht hat, es ist seine 17. Nominierung, eine weniger als Cristiano Ronaldos Rekord. Die Argumente sind da: MLS-Cup-Sieg im Dezember, zweiter MVP-Titel in Folge mit 29 Toren und 19 Vorlagen in 28 Ligaspielen, dazu bei der WM acht Tore und vier Vorlagen auf dem Weg ins Finale, das Argentinien verlor. Und eine Geschichte, wie Jurys sie mögen: ein 39-Jähriger bei seinem achten Turnier, der sich am 6. Oktober gegen Benin von der Nationalmannschaft verabschiedet.

Warum es trotzdem schwer wird

Bei den Buchmachern rangiert Messi trotzdem hinter mindestens drei Kandidaten. Harry Kane führt die Quoten an, 73 Tore für Klub und Land, Double mit den Bayern, WM-Dritter mit England. Dahinter Lamine Yamal, der mit Spanien Weltmeister wurde und mit 19 der jüngste Preisträger der Geschichte wäre, und Rodri, Kapitän des Weltmeisters und bereits Sieger von 2024. Kylian Mbappé war mit zehn Treffern WM-Torschützenkönig und ist inzwischen erfolgreichster WM-Torschütze aller Zeiten. Der Preis geht fast immer an einen Champions-League- oder WM-Sieger. Messi ist in diesem Jahr keines von beidem.

Dass die Jury dem Gefühl folgt statt der Statistik, hat es allerdings schon gegeben: 2018 gewann Luka Modrić nach einem verlorenen WM-Finale. Verliehen wird der Preis am 26. Oktober im London Palladium, zum 70. Jubiläum erstmals außerhalb von Paris. Bis dahin hat Messi noch ein paar Spiele, um Argumente nachzuliefern. Am Sonntag gegen San Diego geht es weiter.

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