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·5. Juni 2026
Defensivstarker DFB-Gegner: WM-Guide Ecuador

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·5. Juni 2026

Als eines der Dark Horses geht Ecuador in seine WM-Runde und gilt als eine der besten Defensivmannschaften. Wie weit kommt La Tri dieses Mal?
In den letzten Jahren erlebte der Fußball in Ecuador einen Aufschwung. Schon vor der WM 2022 erarbeitete sich das Land den Status als Talenteschmiede, was vor allem auf den Klub Independiente del Valle zutrifft, der unter anderem Ex-Leverkusener Piero Hincapie, Chelsea-Star Moises Caicedo sowie Talente wie Kendry Paez oder BVB-Neuzugang Justin Lerma hervorbrachte.
Seit dem Amtsantritt des Argentiniers Sebastian Beccacece, der als intelligenter Trainer gilt, nach der Copa America 2024 erlebte Ecuador neue Höhen. Der 45-Jährige verzeichnet in seiner gesamten Amtszeit nur eine Niederlage, sein Debüt gegen Brasilien (0:1), und zeichnet sich vor allem durch die defensive Stärke aus. Nur fünf Gegentreffer nahm La Tri in der WM-Qualifikation hin und landete damit auf Platz zwei hinter Argentinien, die man am letzten Spieltag mit 1:0 schlug.
Unter Beccacece kassierte Ecuador nur sieben Treffer, doch zur Wahrheit gehört auch, dass elf der 19 Spiele mit einem Remis endeten, drei davon gegen alle drei WM-Gastgeber sowie im März gegen Marokko und die Niederlande.
Mit großem Selbstvertrauen geht Ecuador in seine fünfte Endrunde und hat nun wohl die besten Chancen, wieder in die KO-Phase einzuziehen.
Torhüter: Hernan Galindez (Huracan), Moises Ramirez (AE Kifisias), Gonzalo Valle (LDU Quito)
Verteidigung: Willian Pacho (PSG), Piero Hincapie (Arsenal), Joel Ordonez (Club Brügge), Felix Torres (Internacional), Pervis Estupinan (AC Milan), Yaimar Medina (KRC Genk), Angelo Preciado (Atletico Mineiro) Jackson Porozo (Tijuana)
Mittelfeld: Alan Minda (Atletico Mineiro), Moises Caicedo (Chelsea), Jordy Alcivar (Independiente), Denil Castillo (Midtjylland), John Yeboah (Venezia), Alan Franco (Atletico Mineiro), Pedro Vite (Pumas UNAM), Kendry Paez (River Plate), Nilson Angulo (Sunderland), Gonzalo Plata (Flamengo)
Angriff: Kevin Rodriguez (Union Saint-Gilloise), Anthony Valencia (Royal Antwerpen), Enner Valencia (Pachuca), Jordy Caicedo (Huracan), Jeremy Arevalo (Stuttgart)
Ecuador gegen die Elfenbeinküste, 14. Juni, 01:00 MESZ, Lincoln Financial Field, Philadelphia
Ecuador gegen Curacao, 21. Juni, 02:00 MESZ, Arrowhead Stadium, Kansas City
Ecuador gegen Deutschland, 25. Juni, 19:00 MESZ, MetLife Stadium, East Rutherford
La Tri erwischte keine leichten Gegner in Gruppe E. So musste sich erst kürzlich Frankreich gegen die Elfenbeinküste geschlagen geben, während auch Curacao nicht zu unterschätzen ist. Der Auftakt gegen das westafrikanische Land wird gleich der erste Härtetest und wohl auch tonangebend für Ecuador. Mit einem Remis wäre eine gute Grundlage gesetzt, um gegen Curacao voll zu punkten, denn nichts anderes wird erwartet. Julian Nagelsmanns DFB-Elf ist die schwierigste Aufgabe, aber Ecuador hat gezeigt, dass man sich gegen große Teams beweist.
Mit vier Punkten dürfte zumindest das Weiterkommen als einer der besten Gruppendritten drinnen sein, wobei es im Sechzehntelfinale mehrere mögliche Gegner gäbe. Als Gruppenzweiter würde man auf den Zweiten aus Gruppe I mit Frankreich, Senegal, Norwegen und Irak treffen. Ob das Abwehrbollwerk dann noch hält, ist fraglich.
Der Star der Mannschaft ist Mittelfeldspieler Moises Caicedo, doch auch mit Paris Saint-Germains Champions-League-Sieger Willian Pacho und seinem Finalgegner Piero Hincapie steckt Qualität in der Abwehr. Als größter Breakout-Spieler gilt Brügge-Verteidiger Joel Ordonez. Die Offensive ist wohl die größte Schwäche, gibt es außer dem mittlerweile 36-jährigen Sturmveteran Enner Valencia weiterhin keinen wirklichen Goalscorer für das Nationalteam.
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