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·23. Juli 2026
Del Bosque: Spaniens Trainerqualität wichtiger Faktor

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Vicente del Bosque sieht in der Ausbildung spanischer Trainer einen entscheidenden Baustein für den Erfolg des spanischen Fußballs und traut seinem Heimatland deshalb auch den zweiten WM-Titel zu. Der Weltmeistercoach von 2010 verweist dabei auf die schiere Anzahl spanischer Übungsleiter, die international auf höchstem Niveau arbeiten.

Rodri hebt den WM-Pokal neben US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino, nachdem Spanien das Finale 2026 gegen Argentinien gewonnen hat. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)
„Spaniens Fußball ist in dem Maße gewachsen, wie es großartige Trainer hervorgebracht hat“, erklärte del Bosque gegenüber dem Kicker. Er habe kürzlich nachgezählt: Fast 20 spanische Chefcoaches seien derzeit in anerkannten Ligen rund um den Globus tätig. Ein Beleg dafür lieferte zuletzt das Champions-League-Finale, in dem sich mit Luis Enrique beim Titelgewinner Paris Saint-Germain und Mikel Arteta als Verantwortlichem des FC Arsenal gleich zwei spanische Fachleute gegenüberstanden. Auch in der Bundesliga schlägt sich dieser Trend nieder, wenn auch bislang nur in einem Fall. Carles Martínez wird in der kommenden Saison bei Bayer Leverkusen an der Seitenlinie stehen. Deutlich präsenter ist die spanische Trainergilde in England. Neben Arteta arbeiten dort mit Unai Emery bei Aston Villa, Xabi Alonso beim FC Chelsea, Andoni Iraola beim FC Liverpool und Álvaro Arbeloa beim FC Fulham gleich vier weitere Landsleute in der Premier League. Ein Kuriosum bleibt dabei die Situation bei den beiden spanischen Spitzenklubs selbst. Sowohl der FC Barcelona als auch Real Madrid setzen aktuell nicht auf heimische Trainer, sondern vertrauen mit Hansi Flick und José Mourinho auf einen deutschen sowie einen portugiesischen Chefcoach.
Für den jüngsten WM-Triumph in Nordamerika zeichnete Luis de la Fuente verantwortlich, der von seinem Vorgänger im Amt viel Anerkennung erhielt. Del Bosque hob dabei besonders die Kaderführung und den Umgang mit dem gesamten Spielerpool hervor. „De la Fuente hat wirklich ein Team geschaffen, bestehend aus 26 Spielern. Mit Ferran Torres und Nico Williams hat er im Finale den Sieg eingewechselt“, sagte der 75-Jährige. Auch die Geduld im Umgang mit angeschlagenen Akteuren strich del Bosque heraus: „Und er stand auch zu seinen Spielern, als sie verletzt waren, er geriet nicht in Panik, er hat gewartet, bis sie wieder gesund waren. Um eben mit ihnen weiterzuarbeiten. Stichwort Konstanz.“







































