come-on-fc.com
·17. März 2026
Der 1. FC Köln und die fehlende Torgefahr bei Ballbesitz-Spielen

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·17. März 2026


Simon Bartsch
17 März, 2026
Zwar waren die Geißböcke dem Hamburger SV am Samstagabend überlegen, das schlug sich aber nicht in den ganz großen Chancen nieder. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Die Einordnungen der Kölner Akteure klangen am Samstagabend nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV überall doch sehr ähnlich. Am Ende könnte dieser eine Punkt dann doch für die Kölner noch sehr wichtig werden. Bei den Fans gab es da durchaus auch andere Meinungen. In den Sozialen Medien klang der Tenor eher nach, wieder ein paar Punkte liegen lassen. Denn – und auch das hatten die Kölner Spieler und der Trainer durchklingen lassen – der FC war im Volksparkstadion die bessere Mannschaft, hatte mehr Spielanteile, kam auf mehr Ecken und war auch im Abschluss einen Hauch gefährlicher. Und doch stand am Ende des Tages eben nur ein Punkt auf dem Konto. Wie schon mehrfach in dieser Saison wäre mehr drin gewesen, als am Ende herausspringt.
Tatsächlich blieben die ganz großen Chancen am Samstagabend nahezu komplett Mangelware. Mal abgesehen von den beiden Toren gab es in der Schlussphase noch zwei dicke Kopfballchancen – jeweils eine auf beiden Seiten. Ansonsten hatten die Keeper recht wenig zu tun. So verwunderte es nicht, dass sich der xGoals-Wert lange Zeit im 0,0- bis 0,1-Bereich bewegte. Der Geniestreich von Fabio Vieira fiel aus dem Nichts, der Ausgleich durch Said El Mala nach einem Standard und mehr nicht. Nun wäre es falsch anzunehmen, die Kölner können grundsätzlich keine Torgefahr erzeugen. Tatsächlich kommen die Kölner auf einen xGoals-Wert von 36,7, der beste der unteren Tabellenhälfte. Demnach ließ die Qualität der FC-Chancen knapp 37 Tore erwarten. Bislang sind es 35.
Damit liegt der FC zwar knapp zwei Tore unter den Erwartungen, aber auch dieser Wert, der sogenannte Abschluss-Effizienz-Wert ist der neuntbeste der Liga. Die Geißböcke sind also durchaus als kaltschnäuzig zu bezeichnen. Und auch die 35 erzielten Treffer sind wahrlich alles andere als die eines Abstiegskandidaten. Gegen den HSV war es dennoch nicht die große Torgefahr. „Es gab schon Situationen, wo wir in Überzahl- oder Gleichzahlsituationen in den Strafraum eingedrungen sind und dann wurde es unsauber“, sagte Lukas Kwasniok und sprach von „falschen Entscheidungen“ und der Tendenz es zu viel über Flanken zu versuchen. „Bei uns gibt es schon die Tendenz, dass wenn du Ragnar in der Box hast, dass du dann Flanken willst“, so der Coach weiter. Es gäbe dann aber auch schon „andere Elemente“.
Die fielen dem FC aber nicht ein. Und so stellt sich schon die Frage, wie die doch für einen Abstiegskandidaten viele Tore mit der Schwierigkeit, Chancen zu kreieren zusammenpasst. Vielleicht gibt eine Beobachtung ein wenig Aufschluss. Sieben Treffer erzielten die Kölner, wenn sie mehr Ballbesitz als der Gegner hatten – der FC gewann nur eine dieser acht Begegnungen. Heißt, in den Partien, in denen der FC das Spiel machte, sammelten die Kölner weniger als einen Zähler und erzielten weniger als einen Treffer im Schnitt. 28 Tore erzielten die Kölner in den restlichen 18 Partien. Dort gab es dann im Schnitt mehr als 1,5 Tore. Könnte bedeuten, dass die Umschaltmomente auch einfach mehr Gefahr bedeuten. Dazu passt, dass Said El Mala und Jakub Kaminski ihre Torgefahr eben in den Begegnungen entfalten konnten, in denen sie über ihre Geschwindigkeit eingesetzt wurden.
Und so steht der FC in den kommenden Wochen vor einer nicht gerade kleinen Herausforderung. Denn es warten gleich mehrere Gegner, die dem FC sicherlich gerne den Ball übergeben werden. Und die Hinspiel-Partien gegen St. Pauli, Bremen und Union Berlin gehörten ganz sicher nicht zu den attraktivsten Spielen der Geißböcke.









































