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·1. September 2026
Der Druck ist vom Kessler – beruhigt, aber mit klarem Ziel in den Deadline Day

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Simon Bartsch
1 September, 2026
Mit der Verpflichtung von Mikey Moore ist Thomas Kessler ein weiterer Geniestreich gelungen. Wenn am Abend das Transferfenster schließt, sind viele Lücken geschlossen worden. Allerdings nicht alle.
Thomas Kessler hat dem FC erneut einen anderen Anstrich verliehen
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Die Erinnerungen an die letzten Deadline Days sind nicht wirklich die allerbesten. Mal rechneten alle Fans mit einem torgefährlichen Angreifer, der wurde nicht gefunden und am Ende hieß es, man vertraue den Angreifern, die da sind. Das Ergebnis ist bekannt – nicht einer der damaligen Angreifer spielt noch beim FC, aus Gründen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde Nikola Soldo verpflichtet, der nach einer doch längeren vereinslosen Zeit mittlerweile in Bulgarien spielt. Der sportliche Erfolg von Imad Rondic ist ebenfalls bekannt, der am Deadline Day im Winter 25 kam. Thomas Kesslers Bilanz fällt da doch besser aus. Der aktuelle Geschäftsführer verpflichtete im vergangenen Sommer Alessio Castro-Montes am Deadline Day, der in Topform eine Verstärkung sein kann. Im Winter kam Felipe Chavez, der sein Talent aber nie so richtig zeigen durfte.
Mehr zum Thema:>> Der 1. FC Köln verpflichtet Mikey Moore>> Ist Borna Sosa der gesuchte Linksverteidiger?
In diesem Sommer ist der große Druck frühzeitig vom Kessel. Kessler hat die ganz wichtigen Baustellen bereits geschlossen. Eine Nacht- und Nebel-Aktion ist nicht notwendig, der Schnellschuss aus der Hüfte eigentlich auch nicht. Der Sportchef hat mit Mikey Moore am Montagabend sogar noch ein Stück Kür hinzugefügt (ein erstaunlich großes), nachdem der Großteil der Pflicht abgearbeitet ist. Von den anderthalb gesuchten Positionen, die Wagner vor einigen Wochen noch ausgemacht hatte, ist der Engländer sicherlich die halbe Stelle, obwohl die Bezeichnung der Qualität und dem Potenzial des Youngsters nicht ansatzweise gerecht wird. Offen ist noch immer die Alternative für Gideon Mensah. Der Linksverteidiger der Kölner kam ebenfalls im Sommer, hinterließ bislang aber einen insgesamt wackligen Eindruck. Mensah deutete gegen Hoffenheim sein Können an, ein „Schritt in die richtige Richtung“, wie Kessler nach dem Spiel befand.
Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass der Abwehrspieler gerade in der Anfangsphase gegen die Sinsheimer auch noch erhebliche Probleme hatte, sich den ein oder anderen Fehlpass erlaubte und auch in den Zweikämpfen nicht immer sicher erschien. Vollends hat Mensah auch mit dem Auftritt gegen die TSG nicht überzeugt. Dabei darf man den schwierigen Start nicht außer Acht lassen. Der Linksverteidiger hatte nach der Teilnahme an den WM noch Sonderurlaub, holte sich dort einen massiven Infekt und konnte erst später als erhofft ins Mannschaftstraining einsteigen. Die möglicherweise fehlende Form ist also verständlich. Es zeigt aber auch, dass es ein riskantes Spiel sein könnte, genau aus solchen Gründen ohne ein Backup in die Saison zu gehen. So ist der ganz große Druck weg, doch wird Kessler auch am Dienstag ganz sicher noch das ein oder andere Telefonat führen.
Dass die Kölner noch aktiv suchen, bestätigten die FC-Verantwortlichen mehrfach. Und es werden auch Namen gehandelt. Zuletzt brachte „Sky“ den kroatischen Nationalspieler Borna Sosa ins Gespräch. Auch Kilann Sildillia sowie Eric-Junior Bocat sollen im Fokus stehen. Doch so wirklich heiß sind die Gerüchte alle nicht. Zur Not hätte der FC mit Jonathan Friemel und David Fürst auch noch junge eigene Spieler im Verein, die ein Backup geben könnten – auch wenn dies sicherlich nicht die beste Lösung wäre. Und auch auf der Abgangsseite kann noch einiges passieren. So sind Leihen von Elias Bakatukanda oder Julian Pauli durchaus noch möglich. Bei Letzterem ist gerüchteweise Energie Cottbus aktuell ein möglicher Interessent. Unabhängig davon, was am letzten Tag der Sommer-Transferperiode 2026 im Geißbockheim noch eingetütet wird, die Kaderplanung verlief bis dato durchaus positiv – und der Druck ist erst einmal vom Kessel.
In Deutschland schließt das Transferfenster am 1. September um 20 Uhr. Allerdings haben noch andere Märkte geöffnet. In die kann der FC Spieler noch abgeben.
Der Offensivspieler ist vor allem auf dem linken Flügel zu Hause. Kann aber auch im offensiven Mittelfeld und auf der rechten Außenbahn spielen. Der 19-Jährige ist polyvalent einsetzbar.
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