Der nächste "Kids Mistake"? Barca tobt wegen Schiedsrichter und dem VAR | OneFootball

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·9. April 2026

Der nächste "Kids Mistake"? Barca tobt wegen Schiedsrichter und dem VAR

Artikelbild:Der nächste "Kids Mistake"? Barca tobt wegen Schiedsrichter und dem VAR

Es war ein Abend zum Vergessen für den FC Barcelona. Mit 0:2 verloren die Katalanen das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atlético Madrid. Als wäre das nicht schon schlimm genug, holte sich Innenverteidiger Pau Cubarsi kurz vor der Pause auch noch eine Rote Karte ab und wird damit im Rückspiel kommende Woche fehlen.

Doch die größte Wut bei Hansi Flick löste nicht das Ergebnis oder der Platzverweis von Cubarsi aus. Nein, es war vor allem eine Szene in der 54. Minute, die Flick und ganz Barcelona auf die Palme brachte – und die Erinnerungen an eine ähnliche Situation weckte.


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Barca tobt wegen Dingert

"Der VAR war sehr auf Atlético ausgerichtet. Es war ein Deutscher, danke Deutschland."Barca-Coach Hansi Flick

Denn in der 54. Minute spielte Atlético-Keeper Juan Musso beim Abstoß zu Innenverteidiger Jordi Pubill, der innerhalb des Fünfmeterraums stand. Der Abstoß war damit faktisch ausgeführt, Pubill nahm den Ball jedoch in die Hand und legte ihn auf die Kante des Fünfmeterraums.

Barca forderte vehement einen Handelfmeter, die Pfeife von Schiedsrichter Istvan Kovacs blieb allerdings stumm – und auch Video-Schiedsrichter Christian Dingert meldete sich wegen der Szene nicht.

Nach dem Spiel zeigte sich Flick bei Movistar darüber sehr irritiert. "In der Situation, in der sie den Ball im Strafraum mit der Hand spielen, verstehe ich nicht, warum der VAR nicht eingreift. Komm schon, das ist klar“, monierte der 61-Jährige.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel legte er weiter nach: "Der VAR war sehr auf Atlético ausgerichtet. Es war ein Deutscher, danke Deutschland."

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Flick bekommt Unterstützung

Flick erklärte, dass es zwar "normal sei, Fehler zu begehen", sein Unverständnis blieb jedoch: "In solchen Situationen... – wozu haben wir denn den VAR? Ich kann das nicht verstehen. Denn normalerweise ist es ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also ein Platzverweis."

Unterstützung bekam Flick dabei vom ehemaligen spanischen Schiedsrichter Eduardo Iturralde González. In seiner Funktion als Experte für die AS und Cadena SER erklärte er: "Das ist ein riesiger Fehler. Ein klarer Elfmeter. Und dann reden sie über die spanischen Schiedsrichter… Das ist ein Skandal!"

Erinnerungen werden wach

Die Szene weckte Erinnerungen an das Duell zwischen Bayern München und dem FC Arsenal im April 2024. Damals passte Gunners-Torhüter David Raya den Ball zu Gabriel, der ihn ebenfalls mit der Hand stoppte – Elfmeter gab es auch hier nicht.

Der damalige Bayern-Trainer Thomas Tuchel sagte nach dem Spiel, der Schiedsrichter hätte den Spielern auf dem Platz erklärt, dass es ein "Kids Mistake", also zu deutsch ein "Kinderfehler" gewesen sei, weshalb er den Elfmeter nicht gepfiffen hatte.

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