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·23. Januar 2026
Der Toppmöller-Nachfolger bei der Eintracht - Warum eigentlich nicht...

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·23. Januar 2026

Im Sommer 2023 stellte Markus Krösche Dino Toppmöller als neuen Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt vor. Am 18. Januar dieses Jahres entband er ihn nach 121 Pflichtspielen wieder von seinen sportlichen Aufgaben bei den Adlern. Wer den entlassenen Cheftrainer interimsweise vertreten soll, war schnell klar, doch wer soll langfristig der neue starke Mann auf dem Trainerstuhl der Hessen werden?
Die Spekulationen über die Nachfolge von Dino Toppmöller in Frankfurt laufen auf Hochtouren. Ex-BVB-Coach Edin Terzic soll bereits aus dem Rennen sein, der Name Marco Rose geistert noch immer durch die Medien- und Fanlandschaft, wird aber teils kritisch gesehen. Die Königslösung wäre wohl der Spanier Xabi Alonso, der vor allem als Cheftrainer von Bayer 04 Leverkusen Eindruck machen konnte - allerdings wäre seine Verpflichtung auch ein kleines Meisterstück.
Ob sich der Baske nach seinem Aus bei Real Madrid überhaupt eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen kann oder auf einen weiteren internationalen Topklub wartet, ist derzeit ungewiss. Krösche soll nachhaken wollen, der Ausgang ist aber mehr als offen. Es bräuchte sicherlich jede Menge Überzeugungskunst und Verhandlungsgeschick, um mit Alonso die ganz große Lösung an den Main zu holen – da muss man sich nichts vormachen. Es scheint, Stand jetzt, eher unwahrscheinlich. Welche anderen Namen diskutiert werden - vollkommen offen.
Es ist also durchaus sinnvoll, sich neben den bereits genannten Namen mit weiteren Trainern zu beschäftigen, die zur SGE passen könnten - auch als Außenstehender kann man dieses Spiel gerne mitspielen. Ob man in Frankfurt Zeit für weitere Experimente mit unerfahrenen bzw. unverdienten Trainern hat, scheint fraglich. Gut möglich, dass es tatsächlich ein gestandener Mann sein soll, der die Frankfurter wieder in die Erfolgsspur führt. Doch auch hier gibt es nicht sonderlich viele Namen, die einem einfallen. So mancher leidenschaftlicher Adlerträger unter dem Frankfurter Anhang dürfte dabei vielleicht schon an einen alten Bekannten gedacht haben.

Ex-Eintracht-Coach Adi Hütter / DeFodi Images/GettyImages
Auch der Österreicher Adi Hütter stand in der jüngeren Vergangenheit als einer der Architekten des Aufstiegs der SGE in Frankfurt am Main unter Vertrag und hinterließ auch dank eines besseren Punkteschnitts als Toppmöller so manche schöne Erinnerung und treuen Fan in Frankfurt. Der 55-Jährige, der von 2018 bis 2021 an der Seitenlinie der SGE stand, ist nach seiner Entlassung bei der AS Monaco im Oktober des vergangenen Jahres derzeit vereinslos und könnte vielleicht eine durchaus interessante Option darstellen. Selbst als etwaige Notlösung oder Plan B, wenn andere Ideen nicht funktionieren.
Im Gegensatz zu seinem Landsmann Oliver Glasner, der mit der SGE die Europa League gewann, konnte Adi Hütter nach seinem Abschied aus Frankfurt nicht auf ganzer Linie überzeugen. Während Glasner mit Crystal Palace auch einen Underdog von der Insel bereits zu Titeln führte, je einmal den FA Cup und den englischen Supercup gewann und mittlerweile bei Top-Teams gehandelt wird, tauchten bei Hütter in Gladbach und später auch bei den Monegassen mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen auf und beendeten die jeweiligen Zusammenarbeiten mit unerfüllten Hoffnungen.
Ob Adi Hütter tatsächlich Thema bei den Adlern ist oder werden könnte, ist unklar - auch, ob er sich selbst ein Comeback am Main vorstellen könnte. Selbst wenn, sollte man sich von der Vergangenheit lösen. Die Zeiten haben sich geändert, ebenso die Ansprüche bei der SGE - was aber letztlich nicht zum Nachteil eines erneuten Engagements werden müsste.

Adi Hütter zurück zu Eintracht Frankfurt? Ein zumindest spannender Gedanke / picture alliance/GettyImages
Unter Hütter war die Eintracht noch mehr wachsender Underdog, mittlerweile fliegt sie in Sachen Anspruch in höheren Sphären, was letztlich auch Dino Toppmöller zum Verhängnis wurde. Sowohl Hütter als auch die Eintracht haben sich weiterentwickelt, neue Erfahrungen gemacht und neue Erkenntnisse gewonnen. Ob Hütter die auferlegte Flughöhe erreichen könnte, ist mit Sicherheit für viele fraglich, doch das ist bei jedem anderen Kandidaten ehrlich gesagt auch der Fall. Der Vorteil des Österreichers wäre jedoch, dass er den Verein und der Verein ihn bereits kennt. Man wüsste also zumindest, was man zu erwarten hätte. Letztlich bleibt aber auch dieser Name nur reine Spekulation und ein Vorschlag derer, die sich Gedanken darüber machen, wie es weitergehen könnte.
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