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Helge Wohltmann·11. April 2026

Der Trainer oder ich? Buli-Shootingstar lernt Profigeschäft im Schnellkurs

Artikelbild:Der Trainer oder ich? Buli-Shootingstar lernt Profigeschäft im Schnellkurs

"Wenn ich ehrlich bin, schon viel", sagte Can Uzun unlängst darüber, wie viel Einfluss der Wohlfaktor bei seiner Entscheidung gehabt habe, vor zwei Jahren zu Eintracht Frankfurt zu wechseln. Blöd nur, dass seinem Coach dieses Thema kaum egaler sein könnte. Heißt es deshalb in diesem Sommer der Trainer oder ich? Oder gehen sogar beide?

Aktuell soll Uzun nämlich äußerst schlecht auf Albert Riera zu sprechen sein. Dieser hatte ihn beim letzten Spiel gegen Köln 90 Minuten auf der Bank schmoren lassen und ihn dann auch noch öffentlich angezählt: "Dass einige nicht gespielt haben, liegt daran, dass man mit Ball super sein kann, aber ohne Ball eben nicht gut ist. Bei Albert wirst du dann nicht spielen. Da bin ich sehr klar. Ich will komplette Spieler. Sie müssen beide Aufgaben erledigen."


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Uzun verteidige also nicht gut genug und stelle sich nicht genug in den Dienst der Mannschaft. Eine klare Ansage des SGE-Trainers, der noch nie um eine klare Ansage verlegen war und der mit seinen rücksichtslosen Personalentscheidungen nicht nur Uzun irritiert haben soll, wie 'hr-sport' berichtet. Auch Jonathan Burkardt und Mario Götze traf zwischenzeitlich bereits der Bannstrahl Rieras.

Nun soll er der 'Bild' zufolge jedoch zu weit gegangen sein. Uzun überlege, die Eintracht im kommenden Sommer zu verlassen. Einer der Hauptgründe: Der neue Trainer. Eine Entscheidung werde aber erst nach Saisonende fallen.

Und bis dahin könnte sich noch einiges ändern, denn Riera sitzt nach durchwachsenen Ergebnissen und aufgrund seiner aneckenden Art nicht mehr fest im Sattel. Seine Amtszeit werde "keine lange sein", orakelte Phil Hofmeister vom 'Hessischen Rundfunk' auf sein "Bauchgefühl" hörend im Podcast von 'Fever Pit'ch'.

Bekommt Uzun also einen neuen Trainer, der wieder den richtigen Ton trifft? Könnte das seine Entscheidung beeinflussen? Im Videoformat '069 Homies' von Eintracht Frankfurt hatte er vor kurzem erzählt, wie wichtig ihm beispielsweise auch diese weichen Faktoren seien. Der Fakt, dass Nathaniel Brown bei der SGE spielte, als sich Uzun vor zwei Jahren entschloss zu SGE zu wechseln, habe durchaus eine Rolle gespielt. Beide kannte sich vorher aus ihrer Zeit bei Nürnberg. Brown war ein halbes Jahr vor Uzun zu den Adlern gewechselt.

"Ich dachte mir: Erstens, super Verein. Zweitens kenne ich dann schon wen; und nicht nur irgendwen, sondern den, mit dem ich mich am besten verstanden habe. Das ist ja super für mich", so Uzun.

Letztlich könnte es aber auch sein, dass zum kommenden Saisonstart weder Riera noch Uzun in Frankfurt sein werden. Wie der 'kicker' berichtet, müsse Sportvorstand Markus Krösche einen hohen Transferüberschuss erwirtschaften. Einer der möglichen Verkaufskandidaten ist dabei natürlich Uzun, der trotz Verletzungen auf acht Tore und fünf Vorlagen in 22 Pflichtspielen kommt und immer noch erst 20 Jahre alt ist.

Laut 'Bild' habe Frankfurt die Ablöseforderung von 80 auf nur noch 40 bis 45 Millionen Euro heruntergeschraubt. AC Mailand gehöre zu den Interessenten.

Am Ende könnte es also sogar Druck vom Klub geben, dass Uzun sich einen neuen Verein suchen soll. Spätestens dann wäre es vorbei mit dem Wohlfühlen und Uzun würde einen Schnellkurs darin bekommen, wie aus einem von allen gepuderten Toptalent ein Budgetposten wird, der doch bitte nur noch schnell den nötigen Profit abwerfen soll.

Immerhin hat Uzun bei all den Unwägbarkeiten, die ihn die nächsten Monate erwarten, seinen guten Freund Nathaniel Brown an seiner Seite. Zumindest, wenn dieser nicht vorher schon verkauft wird. Der 22-Jährige zählt schließlich ebenfalls zum Tafelsilber der SGE. 


📸 Christian Kaspar-Bartke - 2026 Getty Images

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