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Selina Eckstein·15. März 2026

Der Yamal seines Landes? 10-Mio-Bubi lässt Weltmeister alt aussehen

Artikelbild:Der Yamal seines Landes? 10-Mio-Bubi lässt Weltmeister alt aussehen

Ein Sprint über den halben Platz und plötzlich steht nur noch ein Verteidiger vor ihm. Es ist niemand geringeres als Nicolas Otamendi. Mit 38 Jahren hat der Benfica-Star einen großen Rucksack an Erfahrung, doch auch der argentinische Weltmeister kann Portos Youngster nicht stoppen. Stattdessen landet der Oldie auf seinem Hintern.


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Verantwortlich für den Ausrutscher war ein Wirbelwind, dessen Namen man sich merken sollte: Oskar Pietuszewski. Der 17-Jährige, dem in Porto gerade alle zujubeln, schockte Benfica eiskalt. Die Portugiesen waren diesen Winter bereit, zehn Millionen Euro für den jungen Flitzer auszugeben und dieser Mut zahlt sich bereits aus. Denn er traf nicht nur am vergangenen Spieltag gegen Benfica, sondern auch in der Woche zuvor beim 3:1-Sieg gegen Arouca. Für diesen Premierentreffer brauchte er nur 13 Sekunden Spielzeit.

Dazu kommen zwei Assists, einer direkt in seinem ersten Spiel im Januar gegen Vitória Guimarães, als er einen Elfmeter heraus holte, den Alan Varela zum 1:0-Sieg verwandelte. Eine lange Eingewöhnungszeit brauchte er also nicht, denn schon im fünften Spiel stand er in der Startelf. 

Ein Raketenstart, bei dem man sich in der Bundesliga heute wohl die Augen reibt. Einige deutsche Klubs dürften sich nämlich ärgern, im Winter nicht selbst zugegriffen zu haben. Denn nicht nur der FC Porto hatte das polnische Juwel auf dem Zettel. Auch Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und der 1. FC Köln schienen interessiert gewesen zu sein. Zumindest sollen laut dem polnischen Portal 'weszlo.com' Scouts dieser Klubs beim Conference-League-Spiels seines Ex-Klubs Jagiellonia Białystok gegen Rayo Vallecano (1:2) gewesen sein. 

Dort und in der polnischen U21-Nationalmannschaft machte der Linksaußen auf sich aufmerksam. Auch Topklubs wie Arsenal, Barça, Chelsea und Manchester City sollen dran gewesen sein, heißt es in polnischen Medienberichten.

Stattdessen entschied sich Pietuszewski, der laut 'transfermarkt.de' bereits zwölf Millionen Euro wert ist, bewusst für den Weg in den Süden. Ein Wechsel mit Kalkül, wie sein Berater Mariusz Piekarski gegenüber 'TVP Sport' bestätigt: "Es wurde über Bayern und so weiter gesprochen, aber ich glaube nicht, dass das die beste Lösung für den Anfang seiner Karriere ist."

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Er unterschrieb bis 5. Januar 2029, sein Vertrag endet also Mitten in der Saison. Das liegt daran, dass Minderjährige nur Verträge über drei Jahre abschließen dürfen. Im Mai wird er volljährig. Seine Ablöseklausel liegt bei 60 Millionen Euro.

Bei seiner Vorstellung hieß es, der Youngster besteche vor allem durch Schnelligkeit und Dribbelstärke. Er übernehme Verantwortung in engen Räumen, suche aktiv den Ball und sei ein kreativer, technisch sehr feiner Offensivspieler.

Dass er für sein Alter schon so reif ist, bewies er in den polnischen U-Nationalmannschaften. Mit nur 15 Jahren wurde er schon für die U17 nominiert und im vergangenen September hatte er großen Anteil an der erfolgreichen Qualifikationsphase der Polen zur U21-EM. In den sechs gewonnen Spielen erzielte er vier Tore und steuerte zwei Assists bei. Sein Teamkollege Jan Bednarek traut dem jüngsten Porto-Profi im Kader sogar die A-Nationalmannschaft zu. 

"Er hat keine Angst. Wenn er mit derselben Persönlichkeit in die Nationalmannschaft kommt, die er hier beim FC Porto hat, werden wir denselben Oskar sehen", sagte der Nationalspieler in einem gemeinsamen Interview mit Pietuszewski, das der polnische Fußballverband auf Youtube veröffentlichte. Auch der 17-Jährige selbst weiß, dass seine mögliche Nominierung ein viel diskutiertes Thema in Polen ist, "und ich arbeite daran, dass die Berufung kommt. Aber auch die U-21-Nationalmannschaft ist wichtig."

Damit rückt ein Szenario näher, das viele Fans träumen lässt: Bekommt Robert Lewandowski bald nicht nur bei Barça einen Lamine Yamal an die Seite gestellt, sondern auch in der polnischen Nationalmannschaft? Deren Coach Jan Urban hält sich dazu aktuell noch bedeckt. "Egal, wie oft mich Journalisten nach der Nominierung von Oskar Pietuszewski für die WM-Playoffs fragen, das ändert nichts an seiner Situation. Die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen", so der Nationaltrainer mit Blick auf das Halbfinal-Duell gegen Albanien (Zitat via 'kicker'). 

Gut möglich also, dass es statt Playoffs erst einmal U21 heißt. Doch egal, für wen er im März spielt: Die gegnerischen Verteidiger sollten gewarnt sein. Denn wenn ein 17-Jähriger kein Problem damit hat, einen abgezockten Weltmeister wie Otamendi sprichwörtlich "auf den Hintern" zu setzen, wird ihm vor der albanischen Abwehr erst recht nicht bange sein. Ob in Porto oder für Polen, Oskar Pietuszewski ist gerade erst dabei, so richtig Anlauf zu nehmen.


📸 PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP or licensors

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