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·5. März 2026

"Deutlicher Hörverlust": Wienand derzeit "nicht spielfähig"

Artikelbild:"Deutlicher Hörverlust": Wienand derzeit "nicht spielfähig"

Nachdem RWE-Keeper Felix Wienand beim Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim am Mittwochabend nach einer Böller-Explosion im Gästeblock nicht mehr weiterspielen konnte, gaben die Essener nun bekannt, dass der 23-Jährige derzeit "nicht spielfähig" sei.

Weitere Untersuchungen stehen an

Demnach habe er durch die Detonation in der 52. Minute ein Knalltrauma mit einem "deutlichen Hörverlust" erlitten. Nach der Partie wurde Wienand in ein Krankenhaus gebracht, am Donnerstagmorgen wurde er zudem von einem Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten untersucht. Wienand bleibe weiter in ärztlicher Betreuung und könne derzeit nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen, teilte RWE mit. Ein Einsatz am Samstag in der Partie bei der TSG Hoffenheim II sei ausgeschlossen. Ob der 23-Jährige Folgeschäden davontragen wird und wann er auf den Platz zurückkehren wird, ist noch offen. "Er bekommt in jeder Hinsicht vom Verein weiter volle Unterstützung", so RWE.


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Nach der Böller-Explosion wurde die Partie zunächst für 45 Minuten unterbrochen und "entgegen der Erwartung von Rot-Weiss Essen" fortgesetzt. Die RWE-Verantwortlichen zeigen sich aber "stolz und dankbar", dass sich die Mannschaft dieser "belastenden Situation" gestellt und das Spiel sportlich zu Ende geführt habe. Auch die Fans hätten "das richtige Gespür" bewiesen, indem sie geschlossen hinter Mannschaft und Verein standen.

Kein Protest gegen die Spielwertung

Protest gegen die Spielwertung wird RWE nicht einlegen, die Verantwortlichen hätten sich "nach intensiver Abwägung" dagegen entschieden, heißt es. Im Raum stand, dass RWE Protest einlegen könnte, weil der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat durch die Auswechslung von Wienand ein Wechselfenster verloren gegangen war. Das Sportgericht hätte die Partie am grünen Tisch womöglich mit 2:0 für RWE werten können, allerdings waren die Erfolgsaussichten ungewiss.

Für den Verein stehe wieder das Sportliche im Fokus, kurzfristig vor allem das Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstag. Im Tor wird erneut Reservekeeper Toni Casali stehen, der bereits am Mittwochabend für Wienand in die Partie gekommen war und damit sein Debüt für RWE gefeiert hatte.

Unverständnis über Zuber-Aussagen

Die öffentlichen Äußerungen von Waldhofs Sportchef Gerhard Zuber zu den Vorfällen von Mittwochabend hat Rot-Weiss Essen derweil "mit Unverständnis zur Kenntnis" genommen. Zuber hatte sich verwundert über die Folgen der Detonation gezeigt, da einige Mannheimer Fans näher am Knall gestanden hätten und "keine Probleme mit dem Gehörgang" gehabt hätten. Zudem merkte er an, es könne auch sein, dass Wienand schon in der ersten Halbzeit "von eigenen Fans ein paar Donner abgekriegt hat". Denn auch RWE-Fans hatten zwei Böller gezündet.

Der Fan, der den Böller im Waldhof-Block gezündet hatte – ein 50-Jähriger aus Ludwigshafen -, konnte indes identifiziert werden. Die Polizei ermittelt nun. Auch der DFB hat sich inzwischen eingeschaltet. Die Mannheimer müssen mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen, da sie beim DFB als Wiederholungstäter gelten.

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