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·19. Juni 2026
Deutsche Nationalmannschaft & Manuel Neuer: Weltmeisterschaft ein „absolutes“ Geschenk

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Manuel Neuer ist zurück und fühlt sich in seiner Rolle als WM-Rückkehrer sichtbar wohl. In Winston-Salem sprach der 40-Jährige locker über Vaterpflichten, den Frieden mit Ersatzmann Oliver Baumann und die nächste Bestmarke, die schon im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste wartet. Für den Schlussmann des DFB ist diese Weltmeisterschaft 2026 ein besonderes Kapitel, das er selbst als „ein absolutes Geschenk“ beschreibt.

Torhüter Manuel Neuer wärmt sich vor dem WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe E zwischen Deutschland und Curaçao im Houston Stadium in Houston, Texas, am 14. Juni 2026 auf. Alexander Hassenstein / Getty Images
Auch in Nordamerika kommt Neuer den Pflichten als Vater nicht aus. „Ich habe den Kleinen gerade ins Bett gebracht“, erzählte er im deutschen WM-Quartier mit einem Schmunzeln über ein Telefonat mit daheim. „der war noch in der Badewanne und vorher beim Kinderturnen. Also es läuft alles.“ Während seine Ehefrau Anika das zweite gemeinsame Kind erwartet, hat der frühere Rücktritt vom Nationalteam für Ruhe gesorgt. Die viel diskutierten Nebengeräusche seiner Rückkehr sind verflogen, das Verhältnis zum zunächst verdrängten Oliver Baumann sei nach einem langen Gespräch mit „offenen Worten“ wieder „sehr gut“, sagte Neuer.
Im deutschen Tor bleibt der Bayern-Profi damit klar die Nummer eins. Nur im Training gibt er seinen Platz gelegentlich ab, am Donnerstag etwa, als Bundestrainer Julian Nagelsmann selbst im Kasten stand. Nagelsmann zeigte dabei zwar durchaus Talent, doch eine „Aura“ wie der „ewige“ Manu brachte der frühere Innenverteidiger nach Neuers Einschätzung natürlich nicht mit. Als Neuer im Hörsaal der Universität Winston-Salem ankam, warteten dort rund 20 Fans auf Selfies mit ihm. Dort erklärte er auch, was ihn auszeichnet: Er gebe seinen Vorderleuten „ein vertrauensvolles Gefühl, da ist noch jemand, auf den ich mich verlassen kann“.
WM Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste am 20.6.2026
Sportlich rückt am Montag schon die nächste historische Marke näher. Sollte Neuer im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste zum Einsatz kommen, würde er mit dann 21 WM-Partien den bisherigen Rekordtorhüter Hugo Lloris aus Frankreich ablösen. Den Status als ältester deutscher Nationalspieler hält er ohnehin bereits seit seinem 125. Länderspiel gegen Curaçao, das der DFB mit 7:1 gewann. Bei einer Weltmeisterschaft war zudem noch nie ein deutscher Kicker älter als Neuer.
Ganz loslassen will er trotz aller Ausnahmewerte noch nicht von der Gegenwart, wohl aber von der Zukunft. Mit 42 will er nach eigenen Worten nicht mehr bei der EM 2028 zwischen den Pfosten stehen. „Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen.“ Diese WM sei für ihn „im Prinzip“ die letzte. Auf Nachfrage ließ er die kleinste Hintertür offen, machte aber zugleich klar, dass er seine Entscheidung sehr ernst meint.
Neuer hatte nach der „tollen“ Heim-EM 2024 aus „gutem Grund“ seinen Rücktritt erklärt, weil die hohe Belastung damals die „richtige Entscheidung“ gewesen sei. Den Kontakt zu Julian Nagelsmann habe er aber nie verloren. Als der Bundestrainer schließlich nachfragte, ob er sich das XXL-Turnier zutraue, sagte Neuer zu. Die Aufgabe nimmt er nach eigener Aussage so an, „als wenn es das erste wäre“.
Für die große Bühne fühlt er sich bereit. Der Schlaf, die Ernährung und das richtige Verhalten seien entscheidend, erklärte der 40-Jährige. Auch das Problem mit der „Wade der Nation“ habe er inzwischen in den Griff bekommen. Ob es am Ende für den ganz großen Wurf reicht, beantwortete Neuer mit Überzeugung: „Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu, sonst würde ich nicht hier sitzen.“ Die DFB-Auswahl verfüge über eine „gesunde Mischung“ aus „frechen jungen Spielern“, die teils so jung sind, dass er ihr Vater sein könnte, und erfahrenen Kräften, die bereits vieles erlebt haben. Wie Papa Manu.







































