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·29. Mai 2026
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Ziemlich emotional reagierte Malick Thiaw, als er von seinem WM-Ticket durch Bundestrainer Julian Nagelsmann erfuhr. Ihm standen sogar Tränen in den Augen.
Das erzählte der Verteidiger jetzt der finnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ‘Yle‘.
Dabei ließ er auch durchblicken, dass es zu diesem emotionalen Moment beinahe gar nicht gekommen wäre. Zumindest dann nicht, wenn er sich auf die zahlreichen Abwerbungsversuche eines anderen Landes eingelassen hätte. Dann würde er jetzt womöglich gar nicht zur WM fahren.
Thiaw besitzt nämlich sowohl den deutschen als auch den finnischen Pass. Und die Finnen hatten lange versucht, den Verteidiger davon zu überzeugen, dass der Fußball auf Nationalmannschaftsebene für ein nordisches Land doch eigentlich cooler ist.
Spätestens seit November ist das Thema allerdings vom Tisch: Damals setzte Nagelsmann Thiaw in den letzten beiden Länderspielen ein und band ihn damit endgültig an die deutsche Nationalmannschaft.
Und das scheint auch genau die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Zwar bedankte sich Thiaw im Interview mit ‘Yle‘ beim finnischen Verband und erzählte, dass vor allem Lukas Hradecky immer wieder versucht habe, ihn per WhatsApp zu überzeugen. Auf alle diese Nachrichten habe er auch geantwortet. Sein großes Ziel sei aber immer gewesen, den Sprung ins DFB-Team zu schaffen.
„Ich habe dem Verband immer gesagt, dass ich Finnland liebe und Finne bin, aber zuerst versuchen möchte, in die deutsche Nationalmannschaft zu kommen. Wenn ihr warten wollt, ist das gut. Wenn nicht, verstehe ich das. Die deutsche A-Nationalmannschaft war immer ein großer Traum für mich“, so der Newcastle-Star.
Auch wenn der Durchbruch noch nicht gelungen wäre, hätte der 24-Jährige die Hoffnung offenbar nicht aufgegeben: „Ich bin kein Junior mehr, aber immer noch jung. Ich wusste, dass mein Niveau reicht, und war zuversichtlich. Vom Trainer bekam ich auch die Rückmeldung, dass sich meine Chancen erhöhen würden, wenn ich mich in der Premier League etabliere.“
Jetzt ist die Entscheidung gefallen und genau das habe er immer gewollt.
Trotzdem blickt man im Hause Thiaw dem Spiel gegen Finnland am Sonntag mit gemischten Gefühlen entgegen: „Ein interessantes, aber auch schwieriges Spiel.“

Wir dürfen gespannt sein, ob Thiaw im Spiel zum Einsatz kommt, in dem er theoretisch auf beiden Seiten hätte landen können.
📸 Ian MacNicol - 2026 Getty Images
📸 Alexander Hassenstein - 2026 Getty Images
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