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·27. September 2026
Deutschland Aufstellung: Vor vier Tagen gestrichen, jetzt in der Startelf: Conté ist Klopps Überraschung für die Heimpremiere

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·27. September 2026

Augsburg. Am Donnerstag war Bambasé Conté der Spieler, der zu viel war. Weil die UEFA pro Partie nur 20 Feldspieler und drei Torhüter zulässt, Klopps erster Kader aber 24 Namen umfasst, musste einer weichen – es traf den Hoffenheimer. Am Sonntag steht er in der Startelf und gibt sein Länderspieldebüt. So schnell kann es gehen in einer Nationalmannschaft, in der vieles gerade neu sortiert wird.
Die deutsche Aufstellung: Nübel – Vagnoman, Tah, Bisseck, Brown – Kimmich – Nmecha, Conté – Adeyemi, Ebnoutalib, Schade.
Gegenüber dem 1:1 in Amsterdam verändert Jürgen Klopp seine Elf auf fünf Positionen. Für Marc-André ter Stegen, Philipp Treu, Nico Schlotterbeck, Nadiem Amiri und den verletzten Kai Havertz beginnen Alexander Nübel, Josha Vagnoman, Yann Aurel Bisseck, Conté und Younes Ebnoutalib.
Zwei der Änderungen hatte Klopp nicht in der Hand: Havertz ist mit einer Muskelzerrung abgereist, Jamal Musiala mit einem Muskelfaserriss. Die übrigen drei sind Entscheidungen.
Nübel hatte Klopp bereits am Samstag angekündigt – und dabei ungewöhnlich deutlich gemacht, dass es keine Degradierung ist. Er sei „nullkommanull kritisch“ mit ter Stegens Leistung in Amsterdam, sagte der Bundestrainer, und verwies darauf, dass selbst der gegnerische Trainer gesagt habe, der Torhüter habe Deutschland „den Arsch gerettet“. Für Nübel, der seit dieser Saison bei Beşiktaş Istanbul spielt, ist es die Gelegenheit, sich in einem Wettbewerb zu zeigen, der seit Manuel Neuers Rücktritt offen ist.
Die auffälligste sportliche Entscheidung betrifft die rechte Abwehrseite. Philipp Treu war in Amsterdam Debütant, bester Deutscher in den Einzelkritiken und Vorlagengeber beim 1:0 durch Felix Nmecha. Klopp hatte seine Leistung als „außergewöhnlich“ bezeichnet. In Augsburg beginnt stattdessen Josha Vagnoman vom VfB Stuttgart.
Im Abwehrzentrum ersetzt Yann Aurel Bisseck den Dortmunder Schlotterbeck, der nicht einmal im Spieltagskader steht – er ist diesmal der Spieler, der der UEFA-Regel zum Opfer fällt. Schlotterbeck war gerade erst von einer Verletzung genesen und einer der drei Spieler, die Klopp bewusst über die gesamte Länderspielphase bei der Mannschaft behalten wollte.
Kimmich spielt als Kapitän auf der Sechs, davor agieren Nmecha und Conté. Für den 21-jährigen Hoffenheimer ist es nach der Streichung am Donnerstag der Sprung direkt in die Anfangsformation.
In der Spitze beginnt Younes Ebnoutalib – vier Tage nach seinem Einwechseldebüt. In Amsterdam war er für den verletzten Havertz gekommen und hatte mit seinem ersten Ballkontakt den ersten deutschen Torschuss des Abends abgegeben, gehalten von Bart Verbruggen. Der Frankfurter spielte vor gut zwei Jahren noch Regionalliga beim FC Gießen.
Die beiden am Freitag vorgezogenen Spieler beginnen nicht. Florian Wirtz traf laut fussballnationalmannschaft.net erst am Vorabend in Augsburg ein; Klopp sieht offenbar keinen Anlass, ihn ohne Vorbereitung ins Spiel zu werfen. Jonathan Burkardt sitzt ebenfalls zunächst draußen.
Auf der Tribüne sitzt bereits der zweite Kader. Für die Spiele am Donnerstag gegen Serbien in München und am folgenden Sonntag in Thessaloniki plant Klopp weitere Wechsel – die frischen Kräfte sind schon angereist.
Griechenland kommt als Tabellenführer der Gruppe A2 nach Augsburg, nach dem 2:1 in Belgrad mit einem Kopfballtreffer in der fünften Minute der Nachspielzeit. Für Klopp gibt es ein Wiedersehen mit Kostas Tsimikas, der unter ihm beim FC Liverpool spielte und in Belgrad die Flanke zum Siegtor schlug.
Die WWK Arena ist mit rund 29.000 Zuschauern ausverkauft, die ARD überträgt ab 20.15 Uhr, Anpfiff ist um 20.45 Uhr. Erstmals seit 25 Jahren wird ein deutsches Länderspiel wieder von Stehplätzen aus verfolgt.







































