Deutschland gegen Paraguay: Pressekonferenz mit Nagelsmann & Havertz vor WM-2026-Sechzehntelfinale | OneFootball

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·28. Juni 2026

Deutschland gegen Paraguay: Pressekonferenz mit Nagelsmann & Havertz vor WM-2026-Sechzehntelfinale

Artikelbild:Deutschland gegen Paraguay: Pressekonferenz mit Nagelsmann & Havertz vor WM-2026-Sechzehntelfinale

Deutschland geht mit viel Selbstvertrauen, aber auch mit klarer Selbstkritik ins WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Vor dem Duell in Boston stellte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann gemeinsam mit Kai Havertz den Fragen der Medien und zeichnete ein Bild des kommenden Gegners, der sich vor allem über Kompaktheit, Defensivarbeit und zweite Bälle definiert. Havertz wiederum sprach offen über die besondere Bedeutung seines ersten WM-K.o.-Spiels, über die Erwartungen an sich selbst und über die Abstimmung mit Jamal Musiala und Florian Wirtz. Das Sechzehntelfinale zwischen Deutschland und Paraguay steigt am Montag, 29. Juni 2026, um 22:30 Uhr MESZ im Boston Stadium in Foxborough bei Boston. Übertragen wird die Partie live im ZDF und bei MagentaTV.

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Mo 29.06. · 22:30 Uhr · ZDF

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Blick auf die offizielle Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft vor dem WM-2026-Sechzehntelfinale gegen Paraguay mit Julian Nagelsmann und Kai Havertz in Boston. (Screenshot: sportschau.de)

Havertz freut sich auf das erste WM-K.o.-Spiel

Für Kai Havertz ist das Duell mit Paraguay eine ganz besondere Station. Der Angreifer betonte, dass er erstmals in seiner Karriere ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft bestreitet und damit einen Moment erlebt, von dem viele schon als Kind träumen. Entsprechend groß sei die Vorfreude auf die Partie, zumal die Stimmung im Team in den vergangenen Tagen klar auf Angriff gestellt gewesen sei.

In der teilweise auf Englisch geführten Fragerunde erklärte Havertz zudem, dass ihm große Spiele grundsätzlich liegen. Er könne selbst nicht genau benennen, warum das so sei, fühle sich in solchen Momenten aber besonders wohl. Gleichzeitig verwies er darauf, dass dieser Eindruck immer auch mit harter Arbeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Selbstüberzeugung zusammenhänge.

Auch das Zusammenspiel mit Musiala und Wirtz war ein Thema. Havertz stellte heraus, dass sich die drei sehr eng austauschen und gemeinsam daran arbeiten, ihre Abläufe zu verbessern. Dass noch nicht alles reibungslos laufe, sei ihnen bewusst. Die Umstellung zwischen Vereinsfußball und Nationalmannschaft brauche immer eine gewisse Zeit, weil andere Laufwege, andere Gewohnheiten und andere Rollen zusammenfinden müssten. Für das Spiel gegen Paraguay gehe er aber davon aus, dass es wieder besser anlaufe und die Offensive einen neuen Startschuss setzen könne.

Nagelsmann warnt vor paraguayischer Härte und Disziplin

Julian Nagelsmann zeichnete vor dem Sechzehntelfinale das Bild eines unangenehmen Gegners. Als prägend hob er die frühe Phase von Paraguays erstem Gruppenspiel hervor, in der die Südamerikaner mit viel Selbstvertrauen und großer Aggressivität auftraten, auch mit klarer Wucht in Richtung gegnerisches Tor. Erst mehrere Gegentreffer hätten sie damals aus dem Rhythmus gebracht. Gerade dieser Abschnitt sei für Deutschland wichtig, weil er zeige, wozu Paraguay imstande sei.

Der Bundestrainer verwies außerdem auf die starke Qualifikation der Paraguayer in einer schweren südamerikanischen Gruppe. Dort habe das Team nur sehr wenige Gegentreffer kassiert und sich schon in der WM-Qualifikation stark über den Defensivfußball definiert. Nach Nagelsmanns Einschätzung setzen die Paraguayer offensiv meist auf Geradlinigkeit, viel Kampf um den zweiten Ball und eine hohe körperliche Präsenz. Vor allem genau das mache den Gegner so unbequem.

Auf die Frage, wie er mit den vielen Ratschlägen und Diskussionen aus der Heimat umgeht, blieb Nagelsmann gelassen. Er orientiere sich vor allem an dem, was er im Training sehe. Seit seiner Zeit als Nationaltrainer habe er keine schlechte Einheit erlebt, betonte er. Auch vor dem Abschlusstraining habe noch einmal spürbar Spannung im Turnier gesteckt. Aus seiner Sicht habe die Mannschaft nie den Willen zum Sieg vermissen lassen, auch nicht die eingewechselten Spieler gegen Ecuador, die in einer schwierigen Spielphase ein anderes Profil hätten einbringen müssen.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann äußert sich vor dem WM-2026-Sechzehntelfinale zwischen Deutschland und Paraguay auf der offiziellen Pressekonferenz in Boston. (Screenshot: sportschau.de)

Taktische Überlegungen und Suche nach der richtigen Balance

Mehrfach ging es in der Pressekonferenz um die Frage, ob Nagelsmann die Startelf verändern wird. Der Coach wollte sich nicht festlegen, ließ aber durchblicken, dass es taktische Überlegungen gebe, morgen etwas anzupassen. Gleichzeitig sei es ebenso denkbar, alles unverändert zu lassen. Eine Entscheidung gebe es natürlich nur im Austausch mit dem Team und dem Trainerstab, verraten werde er sie erst mit der offiziellen Aufstellung.

Dass er dem gegnerischen Trainer keine unnötige Vorarbeit leisten wolle, machte Nagelsmann ebenfalls deutlich. Bei der Bewertung der personellen Lage schwinge immer ein Mix aus mehreren Faktoren mit. Einerseits schaue das Team auf den Gegner, andererseits auf die eigenen Defizite aus dem letzten Spiel und auf mögliche Hilfen für einzelne Spieler, damit sie besser in ihre Stärken kommen. In einem Turnier mit wenig Zeit zwischen den Partien sei dieser Gesamtblick besonders wichtig.

Sportlich sieht Nagelsmann vor allem eine Frage im Zentrum: Deutschland müsse die passende Balance finden zwischen mutigem Spiel ins letzte Drittel und der Absicherung gegen Ballverluste. Gegen Ecuador habe die Mannschaft phasenweise zu wenig Kontrolle gehabt, weil die Positionierung nicht sauber genug gewesen sei. Wenn die DFB-Auswahl die richtige Mischung aus Geduld, Höhe und Risiko finde, könne sie aus seiner Sicht deutlich gefährlicher auftreten. Kai Havertz lobte der Bundestrainer dabei als fleißigen Tiefenläufer, wünschte sich aber noch mehr Spieler, die mit Tempo in die Tiefe gehen und den Gegner in die Rückwärtsbewegung zwingen.

Druck, Kritik und der Blick auf die eigenen Standards

Auch der Umgang mit Erwartungshaltung war ein großes Thema. Ein Reporter aus Brasilien fragte nach dem Druck, als Deutschland in einer K.o.-Phase automatisch als Favorit zu gelten. Nagelsmann entgegnete, dass das für ihn nichts an der Grundlogik des Wettbewerbs ändere. Es gehe immer darum zu gewinnen, unabhängig davon, ob andere Nationen wie Frankreich oder Spanien im Favoritenkreis gesehen würden. Ein gutes Konzept und das Vertrauen der Spieler in ihre Rolle seien für ihn der Schlüssel, damit die Mannschaft auf dem Platz Sicherheit entwickle.

Auf die Frage, ob er sich als Bundestrainer in Deutschland noch stärker beweisen müsse, antwortete Nagelsmann, dass ihn nur der sportliche Erfolg und das Miteinander innerhalb der Mannschaft interessierten. Eine persönliche Rechtfertigungspflicht sehe er nicht, außer gegenüber den Spielern, denen er an der Seitenlinie emotional und in der Vorbereitung helfen wolle. Unterstützung von den Fans sei willkommen, Lob der Experten natürlich auch. Im Kern zähle aber nur, dass das Team gut vorbereitet sei und ein starkes Spiel abliefere.

Auch die Diskussion um Leon Goretzka nahm Nagelsmann auf. Er bestätigte, dass der Mittelfeldspieler gut trainiere und seinen Kurzeinsatz ordentlich absolviert habe. Die Wechsel gegen Ecuador hätten stark vom Spielverlauf abgehangen und auch damit zu tun gehabt, dass in dieser Phase mehr Körperlichkeit gefragt gewesen sei. Dass Goretzka derzeit nicht regelmäßig von Beginn an spielt, sei kein Zeichen gegen ihn, sondern vielmehr Folge des jeweiligen Konstruktionsplans und der Frage, welches Profil gerade gebraucht werde. Für alle Reservisten gelte deshalb vor allem, dranzubleiben.

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Kai Havertz beantwortet vor dem WM-2026-Sechzehntelfinale gegen Paraguay die Fragen der Medien, während Bundestrainer Julian Nagelsmann an der Pressekonferenz in Boston teilnimmt. (Screenshot: sportschau.de)

Die Lehren aus Ecuador und der Blick auf Paraguay

Inhaltlich verband Nagelsmann mehrere Stränge miteinander, als er über die Lehren aus dem Ecuador-Spiel sprach. Die DFB-Elf müsse künftig besser erkennen, wann sie selbst aktiv in den Abschluss gehen könne und wann sie den Ball lieber sichern solle, um geordnet ins letzte Drittel zu kommen. Gerade gegen Gegner mit viel Druck brauche es saubere Entscheidungen bei der Passwahl und in der Staffelung.

Auf eine weitere Nachfrage beschrieb der Bundestrainer Paraguay nochmals als Team mit hoher Kompaktheit, starkem Defensivverhalten und klarer Bereitschaft zum Zweikampf. Die Südamerikaner versuchten, Bälle zu gewinnen und danach schnell über tiefe Zuspiele nach vorne zu kommen, um sofort wieder in die zweiten Bälle zu gehen. Mit guten Spielern, sehr solider Defensive und viel Physis werde die Partie für Deutschland nur mit einer nahezu perfekten Leistung zu bestehen sein.

Havertz ergänzte, dass die Mannschaft aus der Niederlage gegen Ecuador vor allem mitnehmen müsse, in kritischen Momenten konsequenter und klarer zu werden. Er machte zudem deutlich, dass die Gruppe eng zusammenrücke und intern offen über Verbesserungen spreche. Die Überzeugung, dass morgen ein guter Auftritt möglich sei, war bei beiden Protagonisten deutlich spürbar.

FAQ: WM-Sechzehntelfinale Deutschland gegen Paraguay

Wann findet Deutschland gegen Paraguay statt?

Das Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen Deutschland und Paraguay wird am Montag, 29. Juni 2026, um 22:30 Uhr MESZ angepfiffen.

Wo wird Deutschland gegen Paraguay ausgetragen?

Spielort ist das Boston Stadium in Foxborough bei Boston in den USA.

Wer überträgt Deutschland gegen Paraguay live?

Das Sechzehntelfinale wird live im ZDF und bei MagentaTV übertragen. Zudem bietet das ZDF einen kostenlosen Livestream an.

Wie haben sich Deutschland und Paraguay für das Sechzehntelfinale qualifiziert?

Deutschland erreichte die K.o.-Runde als Sieger der Gruppe E. Paraguay qualifizierte sich als Gruppendritter der Gruppe D für das Sechzehntelfinale.

Wer ist der Schiedsrichter der Partie?

Geleitet wird das WM-Sechzehntelfinale von Schiedsrichter Jalal Jayed.

Was passiert bei einem Unentschieden nach 90 Minuten?

Steht es nach der regulären Spielzeit unentschieden, folgt zunächst eine Verlängerung. Sollte danach weiterhin kein Sieger feststehen, wird die Partie im Elfmeterschießen entschieden.

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