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·4. Juli 2026
Deutschland ist raus! Aber: Warum wir die Fußball-WM 2026 weiterhin schauen sollten!

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Deutschland ist schon wieder früh aus dem WM-Turnier geflogen, doch die Endrunde hat sportlich noch einiges zu bieten. Gerade in der heißen Phase warten Geschichten, die weit über den deutschen Blickwinkel hinausgehen. Deutsche Coaches, mögliche Bundesliga-Entdeckungen, Abschiede von Ikonen und Rekordzahlen sprechen dafür, dranzubleiben. Heute am Samstag geht es ins Achtelfinale, es warten einige spannende Duelle.

Diese Bildkombination zeigt zwei der größten Stars der WM 2026: Links Argentiniens Superstar Lionel Messi, rechts Frankreichs Kapitän Kylian Mbappé. Beide wollen beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ihre Torjäger-Bilanz weiter ausbauen. (Copyright AFP/Sameer Al-Doumy, Juan Mabromata)
Julian Nagelsmann ist nicht der einzige deutsche Name, der bei dieser WM im Fokus steht. Auch Thomas Tuchel trägt die Sehnsucht einer titelhungrigen Fußballnation mit sich und arbeitet mit England an der Mission, den ersten großen Triumph seit 1966 nach Hause zu holen. Für manche ist es wegen der alten Rivalitäten schwer, den Three Lions von der Couch aus die Daumen zu drücken. Wer sich damit schwertut, findet im zweiten verbliebenen deutschen Übungsleiter vielleicht leichter ein Team zum Mitfiebern: Ralf Rangnick zog mit Österreich in letzter Minute ins Sechzehntelfinale ein und ging nun als klarer Außenseiter in das Duell mit Europameister Spanien. Und ist auch raus. Aber immerhin gegen Spanien raus, nicht gegen zweitklassige Südamerikaner.
Bislang prägen vor allem große Namen wie Kylian Mbappé, Lionel Messi und Erling Haaland das Turniergeschehen. Die drei führenden Torschützen haben der WM ihren Stempel aufgedrückt. Trotzdem ist die Bühne längst nicht nur den etablierten Stars vorbehalten. Gerade in K.o.-Spielen werden bei Weltmeisterschaften immer wieder Helden geboren, und mehrere mögliche Gesichter von morgen stehen bereits bereit.

Marokkos Ismael Saibari (Nummer 11) bejubelt das erste Tor seiner Mannschaft im WM-Gruppenspiel der Gruppe C gegen Brasilien. Die Partie fand am 13. Juni 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford statt. Dan Mullan / Getty Images
Johan Manzambi von der Schweiz, der beim SC Freiburg unter Vertrag steht, gehört dazu. Dazu kommen Ismael Saibari und Ayyoub Bouaddi aus Marokko sowie Folarin Balogun aus den USA. Saibari geht nach München, bei Bouaddi sollen die Bayern ebenfalls bereits angeklopft haben. Und Borussia Dortmund sieht Balogun offenbar als möglichen Nachfolger für Serhou Guirassy.
Für zwei Weltstars läuft die Zeit auf der größten Bühne sichtbar ab. Lionel Messi und Cristiano Ronaldo absolvieren wohl ihre letzten WM-Auftritte. Für die Zuschauer ist das die letzte Gelegenheit, sich von dieser aussterbenden Spezies der überlebensgroßen Superstars zu verabschieden.
Beide gehen dabei mit unterschiedlichen Vorzeichen in ihre späten Turniermomente. Messi, inzwischen 39 Jahre alt, stellt weiter Bestmarken auf und greift mit Argentinien nach dem nächsten Titel. Ronaldo dagegen spürt in Portugals Offensive stärker den Wandel und kämpft immer öfter mit den Zeichen der Zeit sowie mit einem schwindenden Stellenwert.

Diese Bildkombination zeigt zwei der größten Stars der WM 2026: Links Argentiniens Superstar Lionel Messi, rechts Frankreichs Kapitän Kylian Mbappé. Beide wollen beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ihre Torjäger-Bilanz weiter ausbauen. (Copyright AFP/Sameer Al-Doumy, Juan Mabromata)
Auch die Gastgeber tragen ihren Teil zum Reiz dieser WM bei. Mexikaner und Kanadier haben ihre Teams bislang leidenschaftlich begleitet, und in den USA erlebt der „Soccer“-Boom eine neue Stufe. Der Sender Fox, der mit Thierry Henry und Zlatan Ibrahimovic als Experten auftritt, meldet Rekordwerte. Schon das Auftaktspiel der USA gegen Paraguay, das 4:1 endete, sahen rund 28 Millionen US-Haushalte. Damit fiel der elf Jahre alte Bestwert für ein Fußballspiel im US-Fernsehen.
Den Aufschwung tragen vor allem die US-Boys um Christian Pulisic, die in ihrer Heimat inzwischen große Träume auslösen. Parallel dazu bricht die FIFA in diesen Tagen auf ihrem X-Account eine Serie von Rekorden. Es geht um den höchsten Zuschauerschnitt einer WM, um die meisten Tore bei einer Endrunde und um die bislang größte Zahl afrikanischer Nationen in einer K.o.-Runde. Im Schnitt fallen zudem drei Treffer pro Partie, so viele wie nie zuvor.
Bei der auffälligen Torflut rückt auch der neue Ball in den Mittelpunkt. Der aus Deutschland stammende „Trionda“ wird von vielen Torhütern kritisch gesehen und für zahlreiche Distanztreffer mitverantwortlich gemacht. Englands früherer Nationalkeeper Joe Hart sagt dazu: „Die Torhüter scheinen bei diesem Ball einfach nicht das richtige Timing zu finden“. Für neutrale Zuschauer ist genau das allerdings eher ein Gewinn.


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