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·18. September 2026
Deutschland U21 im Fokus | Fünf Erkenntnisse zur aktuellen Nominierung

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·18. September 2026

Antonio Di Salvo hat seinen neuesten deutschen U21-Kader für die letzten drei Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft gegen Lettland, Malta und Georgien benannt. Wie gewohnt freut sich Get German Football News, einen „Talking Points“-Artikel zu liefern, der die interessantesten Entwicklungen auf Deutschlands höchster Jugendebene beleuchtet. In diesem speziellen Fall gibt es weiterhin viel zu besprechen.
Die Nominierung erfolgt nur einen Tag nach Jürgen Klopps Bekanntgabe seines ersten deutschen A-Nationalkaders und trägt deutliche Spuren von der expansiven Herangehensweise des neuen Bundestrainers. Die etablierten U21-Spieler Finn Jeltsch, Brajan Gruda und Said El Mala sind allesamt in den A-Kader aufgerückt, während Verletzungen von Dennis Seimen, Nnamdi Collins und Nelson Weiper Di Salvos Optionen zusätzlich eingeschränkt haben.
Das Ergebnis ist ein deutlich aufgefrischter Kader mit sieben U21-Neulingen: Frank Feller (Heidenheim), Noahkai Banks (Augsburg), Laurin Ulrich (Paderborn), Francis Onyeka (Elversberg), Wael Mohya (Gladbach), Louey Ben Farhat (Karlsruhe) und Paris Brunner (AS Monaco).
Deutschland geht mit einem klaren Ziel in dieses Länderspielfenster. Di Salvos Team führt die Qualifikationsgruppe F an und weiß, dass drei Siege den ersten Platz und die direkte Qualifikation für das Turnier im kommenden Sommer in Serbien und Albanien garantieren würden.
Hier sind die wichtigsten Talking Points zur neuesten Nominierung.
Die schiere Größe von Klopps erstem Deutschland-Kader musste fast zwangsläufig Folgen für die U21 haben. Finn Jeltsch (VfB Stuttgart), Gruda (RB Leipzig) und Said El Mala (Köln) gehörten allesamt regelmäßig zu Di Salvos Aufgebot und werden die Länderspielpause stattdessen mit der A-Nationalmannschaft verbringen. Ihre Beförderungen nehmen einer Gruppe, die sich auf die entscheidende Phase der EM-Qualifikation vorbereitet, drei wichtige Bausteine.
Der 20-jährige Jeltsch trug im vergangenen September die Kapitänsbinde für Di Salvos Mannschaft. Auf Gruda (22) war als Torgefahr Verlass. El Malas Dynamik sorgte dafür, dass er auf U21-Niveau immer Einfluss nahm. Klopp verriet gestern auf seiner Pressekonferenz, dass – in enger Abstimmung mit Di Salvo – bestimmte Spieler, die grundsätzlich bereit für den Sprung in die A-Nationalmannschaft sind, bis zur gesicherten Qualifikation bei der U21 bleiben werden.
Der aktuelle U21-Kapitän Tom Bischof bleibt bei der Juniorenmannschaft, obwohl er Deutschland bereits auf A-Niveau vertreten hat und in Klopps Überlegungen eine Rolle spielt. Der gebürtige Aschaffenburger kämpft in seinem Bundesliga-Verein weiterhin um Spielminuten, nachdem er in diesem Jahr zwar in allen sechs Pflichtspielen der Bayern eingesetzt wurde, aber nur zweimal in der Startelf stand. Klopp machte dennoch deutlich, dass Bischof letztlich zur A-Nationalmannschaft stoßen wird, um beim zweiten Spielpaar zum Kader zu gehören.
Im Moment gilt das nicht für den Stuttgarter Stürmer Dzenan Pejcinovic, den viele als wichtigen künftigen Bestandteil der Nationalmannschaft sehen, oder für Club-Brügge-Angreifer Nicolò Tresoldi, der weiterhin mit der Option spielt, Italien zu vertreten. Pejcinovic lief auf U15-Niveau zudem einmal für Montenegro auf, bevor er sich für Deutschland entschied. Beide Spieler sind weiterhin für eine andere A-Nationalmannschaft spielberechtigt, weshalb ihre Länderspielzukunft aufmerksam beobachtet werden sollte.
Vorerst ist ihre Aufgabe jedoch simpel: den Job zu Ende bringen.
Noahkai Banks liefert einen weiteren großen Talking Point. Der Verteidiger aus der Augsburger Akademie wurde auf Hawaii geboren und hat die Vereinigten Staaten bereits auf Jugendebene vertreten. Banks erhielt im September 2025 sogar eine Nominierung für die US-amerikanische A-Nationalmannschaft, debütierte jedoch nicht. Seine Länderspielzukunft auf A-Niveau gehört deshalb weiterhin zu den interessantesten Fragen rund um junge Bundesliga-Spieler mit mehreren Optionen.
Nach seinem Durchbruch in der vergangenen Saison hat der Verteidiger seine Position in Augsburg gefestigt und geht als etablierter Bundesliga-Stammspieler in diese Länderspielpause. Banks absolvierte in allen Pflichtspielen von Augsburg die maximale Einsatzzeit und leistete einen wichtigen Beitrag zum überraschend erfolgreichen Start der Fuggerstädter.
Banks ist nicht der einzige Neuling, dessen Nominierung einen internationalen Bezug bei der Spielberechtigung hat. Karlsruhe-Angreifer Louey Ben Farhat – der kürzlich bei Freiburg unterschrieben hat, bevor er auf Leihbasis zum KSC zurückkehrte – hat sich ebenfalls für Deutschland und gegen einen anderen möglichen Nationalmannschaftsweg entschieden; Tunesien war eine Alternative. Der 19-Jährige stößt nun erstmals zu Di Salvos Kader.
Zusammengenommen zeigen die Nominierungen von Banks und Ben Farhat einen weiteren Aspekt des Wettbewerbs um herausragende junge Spieler. U21-Berufungen sind längst nicht mehr nur Entwicklungsauszeichnungen. Sie können Verbänden auch die Möglichkeit geben, Talente mit doppelter Staatsangehörigkeit enger an das eigene Programm zu binden.
Deutschland hat sich in ein und demselben Kader zwei solche Chancen gesichert.
Paris Brunners Nominierung ist unter den sieben Debütanten vielleicht die am wenigsten überraschende. Der 20-Jährige zählt schon seit Langem zu den auffälligsten Talenten seines deutschen Jahrgangs. Brunner spielte eine zentrale Rolle, als Deutschland 2023 sowohl die U17-Europameisterschaft als auch die U17-Weltmeisterschaft gewann, und hat dieses Versprechen inzwischen mit AS Monaco in den Herrenfußball übertragen.
Fünf Tore in seinen ersten sechs Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison machten seine Beförderung in die U21 kaum noch zu ignorieren. Auch Klopp schaute genau hin. Der neue Bundestrainer verriet am Donnerstag, dass Brunner in den Gesprächen rund um den riesigen 44-Mann-Kader der A-Nationalmannschaft Thema war. Am Ende war kein Platz für ihn, doch Klopp bezeichnete das frühere Borussia-Dortmund-Talent dennoch als Spieler mit enormem Potenzial.
Einen Tag später bestätigte Di Salvo das. Brunner geht daher in einer interessanten Lage in diese Länderspielpause. Technisch gesehen macht er gerade seinen ersten Schritt in Deutschlands höchste Jugendmannschaft, während der A-Nationaltrainer öffentlich eingeräumt hat, dass er in seinen Überlegungen bereits irgendwo am Rand eine Rolle spielt.
Die übrigen erstmalig Nominierten sind Heidenheim-Torhüter Frank Feller, Paderborn-Mittelfeldspieler Laurin Ulrich, Elversberg-Angreifer Francis Onyeka und Borussia-Mönchengladbach-Talent Wael Mohya. Ihre Nominierungen spiegeln sowohl Chance als auch Notwendigkeit wider. Onyeka (Nigeria) und Mohya (Marokko) sind zudem zwei Deutsche, die über ihre familiäre Herkunft auch für andere Länder auflaufen könnten.
Für eine längere Eingewöhnungsphase wird kaum Zeit bleiben. Deutschland bereitet sich nicht auf Freundschaftsspiele vor. Die Qualifikation zur U21-Europameisterschaft hat ihre entscheidende Phase erreicht. Deutschland geht als Tabellenführer der Gruppe F in die letzten drei Spiele. Griechenland ist zwar punktgleich, doch die DFB-Junioren haben im direkten Vergleich die Nase vorn.
Drei Siege gegen Lettland, Malta und Georgien würden Deutschland daher Platz eins und die direkte Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Sommer sichern. Los geht es am 26. September auswärts gegen Lettland, ehe vier Tage später das nächste Auswärtsspiel gegen Malta ansteht. Deutschland beschließt die Kampagne dann am 6. Oktober in Bielefeld gegen Georgien.
Torhüter: Mio Backhaus (SC Freiburg), Max Weiß (Burnley), Frank Feller (1. FC Heidenheim)
Verteidiger: Elias Baum (Eintracht Frankfurt), Lukas Ullrich (Borussia Mönchengladbach), Linus Gechter (Hertha BSC), Joshua Quarshie (Sturm Graz), Tom Rothe (Union Berlin), Karim Coulibaly (Racing Straßburg), Noahkai Banks (FC Augsburg)
Mittelfeldspieler: Tom Bischof (Bayern München), Arijon Ibrahimović (FC Augsburg), Mert Kömür (FC Augsburg), Noel Aseko (Eintracht Frankfurt), Aljoscha Kemlein (Union Berlin), Noah Darvich (SV Elversberg), Francis Onyeka (SV Elversberg), Laurin Ulrich (SC Paderborn), Wael Mohya (Borussia Mönchengladbach), Louey Ben Farhat (Karlsruher SC)
Stürmer: Nicolò Tresoldi (Club Brügge), Dženan Pejčinović (VfB Stuttgart), Paris Brunner (AS Monaco)
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































