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·26. April 2026

Deutschlands Geschichte bei Fußball-Weltmeisterschaften – Team, Siege, Qualifikation & die größten Spieler

Artikelbild:Deutschlands Geschichte bei Fußball-Weltmeisterschaften – Team, Siege, Qualifikation & die größten Spieler

Die deutsche Fußballnationalmannschaft geht mit reichlich WM-Geschichte in das Turnier 2026 in Kanada, Mexiko und den USA. Es ist die 19. WM in Serie und insgesamt bereits die 21. Teilnahme, dazu kommt ein neues Kapitel unter Julian Nagelsmann. Nach den frühen Aus in der Gruppenphase 2018 und 2022 will die DFB-Elf in Nordamerika wieder Stabilität und Spitzenpräsenz herstellen. Bisher wurde Deutschland vier Mal Fußball-Weltmeister.

Bundestrainer Julian Nagelsmann verfolgt aufmerksam das Geschehen vor dem Freundschaftsländerspiel zwischen der Schweiz und Deutschland am 27. März 2026 im St. Jakob-Park in Basel. (Alexander Hassenstein / Getty Images)


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Nagelsmann und der Weg zur Endrunde

Julian Nagelsmann übernahm im September 2023 nach der Trennung von Hansi Flick und hatte vor der Heim-Europameisterschaft 2024 nur wenig Vorlaufzeit. Zunächst war sein Vertrag bis zum Turnierende befristet, doch noch vor dem Start der EURO verlängerte er bis 2026. Inzwischen hat er bereits seinen dritten DFB-Kontrakt unterschrieben, der bis einschließlich der EURO 2028 läuft.

Der 38-Jährige ist der jüngste Bundestrainer der deutschen Geschichte. Vor seinem Engagement beim Verband arbeitete er erfolgreich bei Hoffenheim, RB Leipzig und Bayern München. Seine Teams stehen für hohe taktische Variabilität, beim Nationalteam setzt er bisher meist auf kontrolliertes, aggressives Pressing. Unter Nagelsmann agiert Deutschland im Ballbesitz mit etwas weniger Risiko als unter Flick, steht defensiv stabiler und bleibt bei Umschaltmomenten weiter brandgefährlich.

Die Qualifikation für die WM 2026 sicherte sich Deutschland erst im letzten Spiel im November 2025. Am Ende stand Platz eins in Gruppe A vor der Slowakei, Nordirland und Luxemburg mit fünf Siegen aus sechs Partien, 16 Treffern und nur drei Gegentoren. Nach einem überraschenden 0:2 in Bratislava steigerte sich die Mannschaft deutlich und setzte mit dem 6:0 im letzten Heimspiel gegen die Slowakei ein Ausrufezeichen.

Während der Qualifikation musste Nagelsmann mehrfach auf potenzielle Stammkräfte verzichten. Jamal Musiala, Kai Havertz, Niclas Füllkrug, Tim Kleindienst, Benjamin Henrichs und Antonio Rüdiger fehlten ganz oder über längere Phasen verletzungsbedingt, ebenso Torhüter Marc-André ter Stegen.

Spielplan, Bilanz und große Turniermomente

Der deutsche WM-Startschuss 2026 ist für den 14. Juni gegen Curaçao im Houston Stadium terminiert. Am 20. Juni folgt das Duell mit Côte d’Ivoire im Toronto Stadium, ehe es am 25. Juni in New York New Jersey Stadium gegen Ecuador geht.

Deutschland tritt bei der FIFA-WM als UEFA-Nation an, blickt auf vier Titel zurück und hält mit acht Viertelfinalteilnahmen den Rekord in dieser Runde. Der beste WM-Erfolg sind die Titelgewinne 1954, 1974, 1990 und 2014. Die letzte Endrunde in Katar 2022 endete dagegen erneut schon in der Gruppenphase. Die erste WM nahm Deutschland 1934 in Italien mit Platz vier auf, insgesamt stehen 21 Turnierteilnahmen zu Buche, von 1934 bis 2026. In der Gesamtbilanz kommt die Nationalmannschaft auf 112 Spiele, 68 Siege, 21 Remis und 23 Niederlagen bei 232:130 Toren.

Die größte deutsche WM-Geschichte bleibt das Wunder von Bern. 1954 in der Schweiz führte Sepp Herberger eine Mannschaft um Kapitän Fritz Walter überraschend zum ersten Titel. Im Finale gegen Ungarn lag Deutschland nach zehn Minuten bereits 0:2 zurück, glich aber durch Max Morlock und Helmut Rahn aus. Trotz des anhaltenden Drucks der Ungarn hielt die DFB-Auswahl stand, ehe Rahn in der 84. Minute den entscheidenden fünften Treffer erzielte.

Die WM 1954 (Foto AFP)

Auch 2014 schrieb Deutschland ein historisches Kapitel, als das Team im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien mit 7:1 gewann. In Belo Horizonte fiel bereits nach weniger als 30 Minuten das 5:0, ein neuer Halbfinal-Rekord. Weitere unvergessene Partien sind das sogenannte Spiel des Jahrhunderts 1970 in Mexiko-Stadt, das Italien nach Verlängerung mit 4:3 gewann, sowie die Nacht von Sevilla 1982, als Westdeutschland im Halbfinale gegen Frankreich einen 1:3-Rückstand in der Verlängerung ausglich und im ersten WM-Elfmeterschießen der Geschichte die Oberhand behielt.

7:1 gegen Brasilien im Halbfinale 2014 – (Foto AFP)

Die WM 2006 im eigenen Land bleibt als Sommermärchen im kollektiven Gedächtnis. Das Turnier lebte von vollen Fanmeilen und drückender Hitze, sportlich reichte es für Deutschland bis ins Halbfinale, wo Italien die Mannschaft in einem packenden Spiel stoppte. Immerhin gab es im Match um Platz drei mit der Bronzemedaille noch einen versöhnlichen Abschluss.

Rekorde der DFB-Elf und prägende Namen

Den deutschen Torrekord bei Weltmeisterschaften hält seit 2014 Miroslav Klose. Der heutige Nürnberger Chefcoach erzielte in vier WM-Turnieren 16 Treffer, holte 2014 den Titel und löste damit den bisherigen Bestwert von Gerd Müller mit 14 Toren. Gleichzeitig zog er an Brasiliens Ronaldo vorbei und wurde zum alleinigen WM-Rekordtorschützen aller Zeiten. Dazu kommt die adidas Goldene Schuh für die Torschützenkrone, die er 2006 mit fünf Treffern bei der Heim-WM gewann.

Miro Klose bei der Ankunft in Berlin nach dem Gewinn der WM 2014 (FOTO AFP)

Lothar Matthäus ist Deutschlands Rekordspieler bei Weltmeisterschaften. Der Mittelfeldmann kam auf 25 Einsätze, bestritt fünf Turniere 1982, 1986, 1990, 1994 und 1998 und war bei seinem WM-Debüt 1982 erst 21 Jahre alt. 1990 führte er seine Mannschaft in Italien als Kapitän zum Titel, sein letztes WM-Spiel absolvierte er 1998 im Alter von 37 Jahren. Mit seinen 25 Einsätzen hielt er lange auch den weltweiten Rekord, bis Lionel Messi ihn 2022 übertraf.

Der bisher deutlichste deutsche WM-Sieg datiert aus der Vorrunde 2002. Beim 8:0 gegen Saudi-Arabien zum Auftakt traf Klose dreimal per Kopf, auch Michael Ballack trug sich in die Torschützenliste ein. Der Kantersieg setzte den Ton für die starken individuellen Turnierläufe und legte den Grundstein für den späteren Finaleinzug.

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