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·11. Juni 2026
Deutschlands WM Chancen: Kann der DFB den Titel gewinnen?

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·11. Juni 2026

Wie stehen Deutschlands Chancen bei der WM 2026? Nach den enttäuschenden WM-Endrunden 2018 und 2022 will die deutsche Nationalmannschaft endlich wieder an alte WM-Erfolge anknüpfen.
Nach zwei enttäuschenden WM-Endrunden in Folge ist die Sehnsucht beim DFB nach einer erfolgreichen Weltmeisterschaft groß. Zu den Topfavoriten gehören andere Länder, doch bei einer WM kommt es nicht nur auf die individuelle Qualität, sondern auch auf andere Aspekte an. Wie stehen die Chancen der deutschen Nationalmannschaft im Vergleich zu den anderen Top-Nationen?
Wir analysieren das deutsche Team und werfen einen Blick auf Stärken, Schwächen und Möglichkeiten.
Bevor wir näher auf die Stärken und Schwächen der DFB-Elf eingehen, blicken wir auf den Favoritenkreis für die WM 2026.
Als Topfavorit bei den meisten Buchmachern gilt Spanien. Der Europameister von 2024 hat eine ungeschlagene Qualifikation absolviert und ist, abgesehen vom Nations-League-Finale 2025, seit über zwei Jahren ohne Niederlage.
Aber auch Vize-Weltmeister Frankreich reist mit großen Erwartungen nach Nordamerika und wird entsprechend stark eingeschätzt. Die Les Bleus sind in allen Mannschaftsteilen mit Weltklasse-Spielern besetzt. Vor allem aber die Offensive um Kylian Mbappé, Ousman Dembele oder Michael Olise sucht ihresgleichen.
Danach folgen England, Brasilien, Portugal und Argentinien mit ähnlichen Quoten. Erst mit etwas Abstand wird die deutsche Nationalmannschaft von den Wettanbietern gelistet.
Deutschlands Stärken liegen definitiv in der Offensive. Jamal Musiala und Florian Wirtz gehören beide schon in jungen Jahren zu den besten Offensivspielern weltweit. Hinzu kommt mit Kai Havertz ein erfahrener Offensiv-Allrounder, der sowohl in der Spitze als auch als 10er agieren kann.
Neben diesen Topstars kann Julian Nagelsmann zur Ergänzung auf verschiedene Spielertypen setzen. Im Sturm stehen ihm neben Havertz mit Deniz Undav und Nick Woltemade zwei unterschiedliche Spielertypen zur Verfügung.
Zudem hat Lennart Karl in den letzten Testspielen bewiesen, dass er mehr als nur eine Alternative in der deutschen Offensiv-Reihe ist.
Weltmeisterschaften werden in der Regel über die Defensive gewonnen. Eine gut eingespielte Achse ist der Grundstein für eine erfolgreiche WM-Mission. Zwar stehen mit Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck drei von vier Positionen der Viererkette fest, doch beim Linksverteidiger hat sich der Bundestrainer noch nicht festgelegt.
Gleiches gilt für die Position im zentralen Mittelfeld neben Pavlovic. Hier bringen die Kandidaten Angelo Stiller, Felix Nmecha und Leon Goretzka ebenfalls unterschiedliche Profile mit.
Und auch die Rückholaktion von Manuel Neuer stellt ein gewisses Risiko dar. Schließlich reist der 40-Jährige mit einer Muskelverletzung zur Mannschaft. Fest steht, ein fitter Neuer hat immer noch seine ganz eigene Aura, doch ein angeschlagener Keeper kann auch ein Risiko sein.
Neben individuellen und spielerischen Qualitäten darf der psychologische Faktor nicht unterschätzt werden. Nach dem Titel 2014 folgten zwei Vorrunden-Aus bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Spieler wie Joshua Kimmich oder Leon Goretzka haben in ihrer Karriere noch nie ein K.o.-Spiel bei einer WM absolviert. Entsprechend hoch ist auch der Druck in der Gruppenphase.
Gerade gegen Mannschaften wie Spanien, Frankreich oder Argentinien wird nicht nur die spielerische Qualität entscheiden, sondern auch die Fähigkeit, eben jene Drucksituationen zu kontrollieren. Hier besitzen einige Konkurrenten aktuell mehr Turniererfahrung auf höchstem Niveau.
Ein siegreiches Auftaktspiel kann der Grundstein für ein erfolgreiches Turnier sein. Da kommt es gelegen, dass das DFB-Team das erste Gruppenspiel gegen Curacao bestreitet. Alles andere als ein klarer Sieg Deutschlands wäre eine echte Sensation. Anschließend bekommen es die Nagelsmänner mit der Elfenbeinküste und Ecuador zu tun. In allen drei Gruppenspielen ist die DFB-Elf der Favorit. Doch unterschätzen sollte man weder die Ivorer noch Ecuador.
Als möglicher Gruppensieger der Gruppe E würde es in der K.o.-Runde gegen einen Gruppendritten weitergehen – eine machbare Aufgabe. Allerdings könnte bereits im Achtelfinale mit Frankreich ein ganz schweres Los winken. Sollten die Franzosen ebenfalls ihre Gruppe und das erste K.o.-Spiel gewinnen, gäbe es das frühe Duell Deutschland - Frankreich.
Die DFB-Elf hat auf jeden Fall eine machbare Gruppe erwischt und geht mit guten Chancen auf die K.o.-Runde in das Turnier. Das Weiterkommen ist nach zwei Vorrunden-Aus natürlich das Minimalziel.
Doch spätestens ab dem Achtelfinale entscheidet auch der Turnierbaum und nicht zuletzt die Tagesform über Sieg oder Niederlage. Das Team hat genügend individuelle Klasse, um jeden Gegner zu schlagen. Gleichzeitig ist die Mannschaft noch nicht so komplett und ausbalanciert wie die großen Favoriten aus Spanien oder Frankreich.
Das realistischste Szenario liegt derzeit zwischen Viertelfinale und Halbfinale – mit einer Außenseiterchance auf den Titel.







































