DFB
·16. April 2026
DFB, DFL Stiftung und Profiklubs: Gemeinsam für mehr Sport in der Schule

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·16. April 2026

Schluss mit Stillstand! Mehr Bewegung und Sport in der Schule! Dafür machen sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB), seine Landesverbände, die DFL Stiftung und die Klubs aus dem deutschen Profifußball gemeinsam stark. Mit dem im kommenden Schuljahr bundesweit greifenden gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung steigt die Relevanz von Sportangeboten im Schulalltag. Um sowohl Kinder und Jugendliche als auch Schulen und den organisierten Breitensport mit seiner einzigartigen Vereinslandschaft fit für die Zukunft zu machen, engagiert sich der deutsche Fußball mit vielfältigen Maßnahmen zur Bewegungsförderung.
Im Jahr der Schule, das der DFB gemeinsam mit seinen Landesverbänden als Schwerpunkt ausgerufen hat, werden die Aktivitäten stärker zusammengeführt, intensiviert und weiter ausgebaut. Ein wichtiger inhaltlicher Baustein ist die "Schule des Kleinfeldfußballs". Das Konzept, das auf der Trainingsphilosophie Deutschland aufbaut, soll einen vereinfachten Zugang zu Ballsportangeboten ermöglichen, passend zugeschnitten auf die Bedingungen im schulischen Alltag. Bei geringem Material- und Platzbedarf verbindet die "Schule des Kleinfeldfußballs" im Drei-gegen-Drei auf kleinen Spielfeldern hohe Intensität und maximale Beteiligung. Alle Kinder spielen mit und sind in Bewegung.
Hannes Wolf, DFB-Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung, betont: "Gute Sportangebote in unserer Gesellschaft sind ein wichtiger Teil des Großwerdens. Die Kinder müssen mehr spielen, wir Erwachsenen weniger reden. Einfachheit ist an Schulen der Schlüssel, vor allem in der Organisation, damit die Umsetzung leicht möglich ist. Das Drei-gegen-Drei ist kein Zaubermittel, aber es ist die beste Möglichkeit für Kinder, Sport zu treiben. Nur Spielen bildet Ganzheitlichkeit ab."
In Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, der DFL Stiftung, den Klubs der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und Regionalliga der Männer sowie der Google Pixel Frauen-Bundesliga hat der DFB in diesem Zuge eine Fortbildungsoffensive gestartet. Neben zahlreichen Trainer*innen aus Amateurvereinen schult das DFB-Kompetenzteam um Hannes Wolf nun auch bundesweit Lehrkräfte in der Trainingsphilosophie Deutschland und der "Schule des Kleinfeldfußballs".
Beim Start in Stuttgart im Rahmen des Futsal-Länderspiels waren es mehr als 300 Lehrer*innen. Auch in Hamburg hat das DFB-Kompetenzteam in den vergangenen Tagen Station gemacht, in Zusammenarbeit mit dem Landesverband und den örtlichen Profiklubs. Weitere Schulungstermine sind terminiert. Parallel führen der DFB und seine 21 Landesverbände eine Schulfußball-Tour durch, die im Laufe des Jahres in allen Bundesländern Halt machen soll, ebenfalls in enger Abstimmung mit den Klubs vor Ort.
Die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga engagieren sich über "Bundesliga bewegt" schon seit vielen Jahren verstärkt an Schulen und Kitas. Es handelt sich um ein sozialraumorientiertes Sport- und Bewegungsprogramm, das 2022 von der DFL Stiftung, dem SC Freiburg und dem SV Werder Bremen initiiert wurde. Aktuell beteiligen sich 22 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga - Tendenz steigend.
Das Angebot richtet sich gezielt an benachteiligte Kinder und schafft niedrigschwellige, hochwertige und regelmäßige Bewegungsmöglichkeiten direkt im Lebensumfeld. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Qualifizierung von Fachkräften, um Bewegung noch stärker in Bildungseinrichtungen zu verankern. Eine aktuelle Analyse der DFL Stiftung belegt: Jeder Euro, der in das Programm "Bundesliga bewegt" und gute Bewegung investiert wird, erzielt mehr als den doppelten gesellschaftlichen Mehrwert. Auch abseits von "Bundesliga bewegt" sind die meisten Klubs der Profiligen in verschiedenen Formen an Schulen tätig, von AG-Angeboten bis zu offiziellen Vereins-Schul-Kooperationen.
Franziska Fey, Vorstandsvorsitzende der DFL Stiftung, sagt: "Sport und Bewegung sind für junge Menschen unverzichtbar. Sie fördern die körperliche, soziale sowie geistige Entwicklung und schaffen gleichzeitig Räume für Teilhabe, Begegnung und gegenseitiges Verständnis. Mit ihrem Engagement, ihrer Reichweite, und ihren großen Netzwerken sind die Profiklubs geschätzte Partner vor Ort, übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und sichern gleichzeitig die sportliche Basis von morgen."
Der DFB und die Landesverbände wollen Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen auch im Amateurbereich deutlich ausbauen, um die Potenziale der Schulen und des organisierten Breitensports mit seinen knapp 24.000 Fußballvereinen bestmöglich zu verknüpfen und zu aktivieren. Im Rahmen des DFB-Programms "Gemeinsam am Ball" sind aktuell mehr als 1000 Fußball-AGs offiziell registriert. Auch hier ist die Tendenz steigend.
Das verstärkte Engagement des Fußballs hat einen konkreten gesellschaftlichen Hintergrund. Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO sollten sich Kinder und Jugendliche mindestens eine Stunde am Tag sportlich bewegen. Tatsächlich erfüllen laut Robert-Koch-Institut in Deutschland nur 22,4 Prozent der Mädchen und 29,4 Prozent der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren diese Vorgabe. Eine Krankenkasse-Studie hat herausgearbeitet, dass mehr als 300.000 der Sechs- bis 18-Jährigen motorische Entwicklungsstörungen aufweisen - ein Anstieg um 64 Prozent seit dem Jahr 2008.
Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Verbände und Profiklubs sind sich einig: Bewegung ist Bildungsgrundlage. Sie stärkt Konzentration, Lernfähigkeit, mentale und körperliche Gesundheit sowie soziale Kompetenzen - und ist damit kein Zusatz, sondern Voraussetzung für Bildungserfolg.









































