DFB-Frauen
·7. März 2026
DFB-Frauen schlagen Norwegen deutlich

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·7. März 2026

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel in der WM-Qualifikation gewonnen. Das Team von Bundestrainer Christian Wück besiegte Norwegen in Stavanger mit 4:0 (3:0). Vor 8500 Zuschauern in der Lyse Arena erzielten Elisa Senß (18.), Carlotta Wamser (45.+1), Vivien Endemann (45.+3) und Jule Brand (57.) die Treffer des Tages.
Im Vergleich zum 5:0-Auftakt gegen Slowenien am Dienstag wechselte Wück in seiner Startaufstellung auf drei Positionen. Im 4-2-3-1-System setzte der Bundestrainer wieder auf Ann-Katrin Berger im Tor. Davor formierten Kapitänin Giulia Gwinn, Janina Minge, Rebecca Knaak und Franziska Kett die verteidigende Viererkette. Im defensiven Mittelfeld zogen Elisa Senß und Sjoeke Nüsken gemeinsam die Fäden. Auf dem Flügel begannen Carlotta Wamser (rechts) und Vivien Endemann (links), Jule Brand startete auf zentraler Position. In der Spitze durfte Nicole Anyomi von Beginn an ran.
Die Zuschauer in Stavanger sahen ausgewogene, erste fünf Minuten, in denen sich beide Mannschaften abtasteten, ehe Deutschland zunächst das Zepter übernahm. Das deutsche Duo Anyomi und Endemann sorgte innerhalb weniger Augenblicke gleich doppelt für Gefahr: Erst setzte Anyomi ihren Körper stark ein und ließ Endemann so an den Ball, die jedoch an Norwegens Keeperin Fiskerstrand scheiterte. Wenig später setzte Anyomi die Wolfsburgerin erneut in Szene: Endemann traf aus halblinker Position von der Sechzehnerkante aus den rechten Pfosten (7.). In der 12. Minute lieferten die Norwegerinnen ihren ersten nennenswerten Abschluss, als es Maanum nach deutschem Ballverlust flach aus der Distanz versuchte, doch etwas verzog.
In der 18. Minute schickte Knaak Franziska Kett über links in die Tiefe. Die Linksverteidigerin lief bis zur Grundlinie durch und gab flach in den Strafraum herein. Die norwegische Abwehr klärte unzureichend an die Strafraumkante, wo Elisa Senß lauerte und den Ball schließlich mit links stramm rechts im Netz versenkte - zum 1:0. Im Anschluss vereitelte die deutsche Hintermannschaft eine postwendende Antwort der Skandinavierinnen. Schiedsrichterin Stéphanie Frappart zeigte in der 23. Minute die erste gelbe Karte des Spiels: Sjoeke Nüsken wurde verwarnt.
In der Folge beruhigte sich das Spiel zunächst etwas, dann ging es wieder auf und ab. Nach einer guten halben Stunde forcierten die Gastgeberinnen mehrere Offensivaktionen und zwangen Berger in der 34. Minute zu einer sehenswerten Doppeltat: Die deutsche Torhüterin parierte einen Abschluss von links sowie den Nachschuss aus wenigen Metern. Dann erhöhte das deutsche Team zum optimalen Zeitpunkt gleich zweifach: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit steckte Endemann sehenswert in die Strafraumspitze durch, wo die einlaufende Carlotta Wamser nur noch den Fuß reinhalten musste (45.+1). Endemann legte wenige Augenblicke später selber nach: Von Anyomi in Szene gesetzt, hob sie den Ball über Fiskerstrand zur 3:0-Halbzeitführung ins norwegische Tor (45.+3).
Beide Mannschaften kamen unverändert aus den Kabinen. Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen mit wenigen, ungenauen Abschlüssen. In der 56. Minute zeichnete sich Berger erneut aus, als sie einen Abschluss von Norwegens Maanum aus gut fünf Metern mit einem starken Reflex noch über die Latte lenkte. Im Anschluss leitete die deutsche Keeperin den Konter ein: Endemann steckte durch auf Jule Brand, die ab der Mittellinie allen davon eilte und den Ball durch die Beine von Fiskerstrand spitzelte - zum 4:0 (57.).
Nach einer guten Stunde unternahm Bundestrainer Wück seinen ersten Wechsel, als Linda Dallmann für die Torschützin zum 2:0, Carlotta Wamser, ins Spiel kam (61.). In der 69. Minute erzielte Endemann ihren nächsten Treffer, der jedoch aufgrund einer Abseitsposition nicht zählte. Im Anschluss kamen Lea Schüller für Anyomi und Debütantin Jella Veit für Janina Minge in die Partie (70.). Dann agierten die Norwegerinnen entweder zu ungenau oder fanden in Berger ihre Meisterin, das Wück-Team zeigte sich kompakt. In der 79. Minute tankte sich Brand über rechts durch, doch der Versuch ging scharf am linken Pfosten vorbei.
Für die Schlussphase kamen Sarai Linder und Laura Freigang positionsgetreu für Kett und Brand auf den Platz (80.). Norwegen konnte auch zum Ende des Spiels nichts Zählbares mehr entgegenbringen. Tief in der Nachspielzeit klärte Linder auf der Torlinie (90.+5), zuvor scheiterte Endemann noch auf der anderen Seite an Fiskerstrand. So blieb das deutsche Team erneut ohne Gegentreffer.
Damit führt die deutsche Auswahl Gruppe A4 der WM-Qualifikation nach den ersten beiden Spielen mit sechs Punkten an. Die nächsten beiden Qualifikationsspiele stehen am 14. April (ab 18.15 Uhr) in Nürnberg und am 18. April (ab 18 Uhr) in Ried jeweils gegen Österreich auf dem Programm.









































