Fussballnationalmannschaft.net
·15. September 2026
DFB-Kader von Klopp: Wen nimmt der Bundestrainer mit? Die komplette Kaderliste in Grün, Gelb & Rot

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·15. September 2026

Am Donnerstag um 10 Uhr nominiert Jürgen Klopp in der DFB-Zentrale in Frankfurt seinen ersten Kader als Bundestrainer. BILD hat dazu am Dienstag einen kompletten Kandidaten-Check veröffentlicht und jeden Namen mit einer Farbe versehen: Grün heißt sicher dabei, Gelb gute Chancen, Rot eher nicht dabei. 53 Spieler stehen auf dieser Ampel-Liste, 19 davon leuchten grün. Hier ist die komplette Übersicht Position für Position, dazu die Einordnung, was die Farben über den Umbruch im DFB-Team verraten und wo es für prominente Namen richtig eng wird.

Jürgen Klopp hat sich in den vergangenen Wochen quer durch die Liga viele Kandidaten persönlich angeschaut, hier vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart in der Allianz Arena. (Foto: Adam Pretty/Getty Images)
Klopp hatte bei seinem Amtsantritt von 57 Feldspielern gesprochen, die er auf dem Zettel hat, und angekündigt: „Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die noch gar nicht damit rechnen.“ Der Kandidaten-Check von BILD-Reporter Christian Falk ist der bislang konkreteste Blick auf diese Liste. Wir haben zuvor bereits beschrieben, wie Klopps erster Kader Position für Position aussehen könnte und an welchen drei Fragen sich diese Nominierung messen lassen muss.
Das Farbsystem ist schnell erklärt und macht die Nominierung erstmals vergleichbar. Grün markiert die Spieler, die praktisch gesetzt sind. Gelb steht für gute Chancen, hier entscheidet sich der Kader tatsächlich. Rot bedeutet: Es wird eng, in mehreren Fällen sogar endgültig.
Nach dem Rücktritt von Weltmeister-Torwart Manuel Neuer braucht die deutsche Nationalmannschaft eine neue Nummer eins. Alles spricht für Marc-André ter Stegen, der seit dieser Saison bei Ajax Amsterdam zwischen den Pfosten steht und am Samstag 5:1 in Sittard gewann. Auch nach seinem Gespräch mit Klopp klang der 34-Jährige wie ein Keeper, der seine Rolle kennt.
Schlechte Karten hat dagegen Oliver Baumann. Nach dem 2:1-Sieg gegen Stuttgart gab sich der Hoffenheimer reserviert zu seinem Gespräch mit Klopp und verwies auf den Bundestrainer: „Das soll er dann machen.“ Klingt nicht danach, dass Klopp auf ihn setzt. Jonas Urbig und Alexander Nübel gelten als erste Anwärter auf die Plätze dahinter. Loris Karius zeigt sich bei Schalke derzeit in Topform und hat aus gemeinsamen Liverpool-Zeiten eine gute Beziehung zu Klopp, bleibt aber Außenseiter. Wir haben ihn bereits als möglichen Rückkehrer im DFB-Tor vorgestellt, seine eigene Einschätzung gibt es hier: Das sagt Loris Karius selbst über seine DFB-Chance.
In der Verteidigung kam Antonio Rüdiger von Real Madrid mit seinem Rücktritt einer Ausmusterung zuvor. Dazu kommt ein struktureller Effekt: Unter Klopp wird Joshua Kimmich wohl wieder in der Zentrale spielen, deshalb braucht das DFB-Team einen neuen Rechtsverteidiger.
Der Frankfurter Elias Baum (20) gilt als Geheimfavorit auf diese Position, auch Leipzigs Ridle Baku (28) und der Karlsruher U19-Nationalspieler Rafael Pinto Pedrosa (18) dürfen sich Chancen ausrechnen. Für Benjamin Henrichs, Treu und Josha Vagnoman sieht es dagegen nicht gut aus.
Im Zentrum sind erst einmal Bayern-Star Jonathan Tah (30) und BVB-Profi Nico Schlotterbeck (26) gesetzt, wenn sie fit sind. Dahinter ist die Liste auffällig lang und ausschließlich gelb: Malick Thiaw, Yann Aurel Bisseck, Finn Jeltsch, Coulibaly und Nnamdi Collins bewerben sich um die verbleibenden Plätze.
Links ist die Lage übersichtlich. Brown und David Raum sind grün markiert, Maximilian Mittelstädt und Tom Rothe hoffen auf den Sprung in den Kader.
Joshua Kimmich (114 Länderspiele) und Aleksandar Pavlović bilden das Gerüst. Angelo Stiller, Tom Bischof und Anton Stach haben gute Chancen, für Aseko wird es zu früh kommen.
Hier zeigt die Ampel den Umbruch am deutlichsten: Nur Felix Nmecha steht auf Grün, Pascal Groß (19 Länderspiele) ist rot markiert. Auch Leon Goretzka (31) von Aston Villa dürfte es in Zukunft schwer haben. Aktuell sind die Leipziger Assan Ouedraogo (20) und Rocco Reitz (24) verletzt.
Florian Wirtz und Jamal Musiala sind gesetzt, Brajan Gruda und Röhl sind die Herausforderer ohne Länderspiel.

Mit seinem Traumtor beim 4:2 in Levante hat sich Karim Adeyemi ganz oben auf Klopps Liste gespielt. (Foto: Alex Caparros/Getty Images)
Stark in Form für die Außenbahnen sind Karim Adeyemi (24) und Kevin Schade (24). Beide Flügelspieler trafen am Wochenende für ihre Klubs: Adeyemi erzielte beim 4:2 des FC Barcelona in Levante ein Traumtor, Schade schnürte beim 2:2 von Brentford in Bournemouth einen Doppelpack.
Nach fünf Turnieren dürfte dagegen mit der Klopp-Amtszeit die DFB-Laufbahn für Leroy Sané (30) zu Ende gehen. Der Rekordmann dieser Liste mit 80 Länderspielen stand bei Galatasaray Istanbul nur in drei von sechs Pflichtspielen in der Startelf. Im Sturm ist die Lage offen: Kai Havertz und Nick Woltemade sind grün, dahinter drängen sechs Kandidaten, unter ihnen Klopp hat den VfB-Angreifer Pejcinovic auf dem Zettel. Auch Deniz Undav wartet weiter auf den Anruf des Bundestrainers ist ein Thema. Nur Tim Kleindienst ist rot markiert.
Rechnet man die Farben zusammen, ergibt sich ein klares Bild vom ersten Kader des neuen Bundestrainers.
Drei Torhüter, sechs Verteidiger, drei Sechser und Achter, vier Offensivspieler und zwei Stürmer: Die grüne Gruppe ist bereits ein funktionierendes Gerüst für Klopps 4-3-3. Auffällig ist, wie jung dieser Kern zum Teil ist. Lennart Karl (3 Länderspiele), Elias Baum (0), Jonas Urbig (0) und Brown stehen neben Routiniers wie Kimmich, Havertz und ter Stegen.
Fast die Hälfte der Liste ist gelb, und genau darin liegt Klopps Ankündigung. Laut Sportschau plant er deutlich mehr als die vorgeschriebenen 23 Spieler und will zwischen den Spielen Teile des Kaders austauschen. Vier Partien in elf Tagen machen eine breite Auswahl nötig. Wer aus dem gelben Bereich den Sprung schafft, sagt mehr über den neuen Bundestrainer aus als jede Grundsatzrede. Wir haben aufgeschrieben, mit welchen Überraschungen bei der ersten Klopp-Nominierung zu rechnen ist.
Die rote Gruppe ist klein, aber prominent besetzt: Loris Karius, Oliver Baumann, Benjamin Henrichs, Treu, Josha Vagnoman, Aseko, Pascal Groß, Leroy Sané und Tim Kleindienst. Zusammen kommen sie auf 139 Länderspiele, allein 80 davon entfallen auf Sané. Bemerkenswert ist, wen die Liste nicht rot markiert: Niclas Füllkrug (24 Länderspiele) steht trotz seiner 33 Jahre auf Gelb und darf weiter hoffen. Eine komplette Übersicht über alle Kandidaten für Klopps ersten DFB-Kader haben wir separat zusammengestellt.
Klopps Premieren-Kader gilt für vier Spiele der UEFA Nations League in Gruppe A2. Am 24. September geht es in Amsterdam gegen die Niederlande, am 27. September in Augsburg gegen Griechenland, am 1. Oktober in München gegen Serbien und am 4. Oktober im Rückspiel erneut gegen Griechenland. Die aktuellen Ansetzungen und Ergebnisse gibt es hier, die voraussichtlichen Elf findet ihr jeweils unter Aufstellung Deutschland heute.
Am Donnerstag, 17. September 2026, um 10 Uhr in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Schon im August war bekannt, dass Klopp gibt die Nominierung am 17. September bekannt.
Grün steht für „sicher dabei“, Gelb für „gute Chancen“, Rot für „eher nicht dabei“. BILD hat damit 53 Kandidaten bewertet: 19 grün, 25 gelb und 9 rot.
Alles spricht für Marc-André ter Stegen (34) von Ajax Amsterdam. Jonas Urbig und Alexander Nübel gelten als erste Anwärter auf die Plätze dahinter, Oliver Baumann und Loris Karius sind rot markiert.
Laut Sportschau plant Klopp deutlich mehr als die vorgeschriebenen 23 Spieler und will zwischen den vier Partien Teile des Kaders austauschen. Auf seiner Beobachtungsliste standen zuletzt 57 Feldspieler.
Grün markiert sind Lennart Karl, Karim Adeyemi, Kevin Schade, Florian Wirtz, Jamal Musiala, Kai Havertz und Nick Woltemade. Für Leroy Sané dürfte die DFB-Laufbahn dagegen enden.







































